Die Geschichte des iPhones: iPhone 5c, das bunte Plastik-iPhone (2013)

Die iPhone 6-Keynote ist nur noch einen Tag entfernt – was für ein unendlich langer Weg seit dem ersten iPhone 2007! Wir haben für Euch noch einmal zurückgeblickt und eine Zeitreise angetreten – vom ersten iPhone bis zum iPhone 5s und 5c aus dem vergangenen Jahr. Heute zum Abschluss: Das iPhone 5c.

Die Erwartungen köcheln seit Jahren. Würde Apple endlich ein halbwegs preiswertes iPhone anbieten, mit dem es mengenmäßig in den Schwellenländern landen könnte? Dieser Hebel in der Verbreitung in den noch immer wenig erschlossenen Märkten war für Aktionäre weitaus wichtiger als die technischen Spezifikationen eines neuen iPhones, kratzte Apple, auch wenn das iPhone in China und Indien seit vielen Jahren erhältlich ist, in den größten Mobilfunkmärkten der Welt doch nur an der Oberfläche.

"Wir sehen weiter große Chancen in China", schürte der Apple-CEO in der Telefonkonferenz zum März-Quartal bereits Wachstumshoffnungen. "Es ist ein riesiger Markt." So oder so: Treiber in den Schwellenländern dürfte ein vergünstigtes iPhone-Modell werden, erhofften sich Analysten.

Die Erwartungen wurden in Form des iPhone 5c erfüllt – und doch enttäuscht. Apples Plastik-iPhone ging lediglich für 100 Euro bzw. nur 80 Dollar weniger an den Start als das Premium-Modell 5s. Unsubventioniert kostet das iPhone 5c in der 16 GB-Version happige 549 Dollar in den USA bzw. 599 Euro in Europa. Analysten schüttelten die Köpfe: Was hatte sich Apple nur bei der Hochpreis-Strategie gedacht, die keinesfalls dazu angetan war, Marktanteile zu gewinnen?

"Die erste Regel in Wachstumsmärkten lautet: Weniger versprechen, mehr halten. Tim Cook kennt diese Regel offenbar nicht", zog Wall Street-Ikone James Cramer mächtig gegen den Apple-CEO erneut vom Leder. "Er benimmt sich so, als ob es ihm egal wäre, was er verspricht und dann hält."

Als noch irritierender wurde von Analysten indes die Tatsache aufgenommen, dass der sich abzeichnende Vertragsabschluss mit China Mobile wieder nicht verkündet wurde, obwohl Apple seine iPhone-Keynote am Tag nach der US-Präsentation in Peking per Satellitenkonferenz wiederholen ließ. Erst kurz vor Weihnachten sollte es so weit sein.

Man kann sagen, das iPhone 5c war das unbeliebteste aller acht Modelle. Es hatte zunächst deutlich gegenüber dem Premium-Modell 5s das Nachsehen, auch wenn Apple mit vollem Marketingeinsatz immer wieder für das Plastik-iPhone warb.

Am Ende hatte das iPhone 5c eine andere Funktion: Es sicherte das iPhone 5s nach unten ab, denn warum für 599 Euro das Plastikmodell (zum Testbericht geht’s hier) ohne Fingersensor, ohne A7-Chip und ohne verbesserte Kamera kaufen, wenn man für nur 100 Euro mehr die Premium-Version erwerben konnte?

Einer der interessanten Nebenschauplätze des iPhone 6-Launches morgen liegt auch im Fortbestand des iPhone 5c. Wenn Apple sein Plastik-iPhone als Einstiegsmodell im Portfolio behält und am Dienstag an der Preisschraube dreht, könnte das iPhone 5c doch noch mit Verspätung zum halbwegs erschwinglichen Mittelklasse-Smartphone avancieren…

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