DJI Phantom 3 ausprobiert: Das kann die neue 4K-Drohne

Nach einem Jahr wird es wieder Zeit für eine neue Drohne aus dem Hause DJI. Diese hört auf den Namen Phantom 3 und kommt gleich in zwei Ausführungen mit unterschiedlichen Kameras. Wir haben alle Informationen zur DJI Phantom 3 Advanced und der Professional-Variante für Euch – und zeigen Euch die Drohne auch schon in einem ersten Hands-On-Video.

Mit der Phantom-Serie legte DJI den Grundstein für seine Dominanz am Drohnen-Markt und sorgte auch dafür, dass Drohnen für den Endkonsumenten erschwinglich wurden. Die letzte DJI Phantom, die Phantom Vision 2+, ist mittlerweile ein Jahr alt und der Zahn der Zeit nagt schon an diesem erschwinglichen Quadrocopter. Ende 2014 wurde mit der Inspire 1 ein erster Schritt in Sachen 4K-Videoaufzeichnung unternommen, aber die Edel-Drohne kann man mit einem Preis von knapp 3600 Euro nicht als erschwinglich bezeichnen. Bei der nun vorgestellten Phantom 3 Advanced und der Professional sieht dies ganz anders aus, denn diese Drohnen kosten weniger als die Hälfte der Inspire 1.

Advanced oder Professional

Der Hauptunterschied zwischen den beiden DJI Phantom 3-Modellen liegt in der Videofunktionalität der Kamera. Die 1.399 Euro teure Phantom 3 Professional zeichnet Videos in 4K-Auflösung mit maximal 30 Bildern pro Sekunde auf, während die 1.099 Euro teure Phantom 3 Advanced maximal Videos in Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde aufnimmt. Bei beiden Kameras fängt ein 1/2.3 Zoll großer Sensor das Licht auf und speichert Fotos und Videos auf einer microSD-Karte mit maximal 64 GB. Die Videos können wahlweise als MP4 oder MOV abgespeichert werden.

Natürlich kann die Phantom 3 auch Fotos knipsen. Diese werden mit maximal 12 Megapixeln aufgezeichnet und können im JPG- und RAW-Format auf der Speicherkarte abgelegt werden. Für verzerrungsfreie Bilder verfügt die Kamera über eine Objektiv mit einem Betrachtungswinkel von 94 Grad und einer Blende von f/2.8. Natürlich ist die Kamera wieder an einem motorisierten und schwingungsgedämpften Gimbal angebracht, der in der Vertikalen zwischen +30 und -90 Grad geneigt werden kann.

Neue und kompaktere Fernsteuerung

Beide Drohnen werden mit einer Funkfernsteuerung ausgeliefert. Die ist wesentlich kompakter als die der Phantom 2 Vision+, sie kann aber dennoch ein Tablet in der Größe eines iPad Air 2 oder Google Nexus 9 aufnehmen. In Verbindung mit der neuen Pilot-App wird dann auf dem Smartphone oder Tablet das Live-Video in 720p bei 30 fps angezeigt. Für den einwandfreien Betrieb setzt die Pilot-App mindestens iOS 8.0 oder Android 4.1.2 voraus. Außerdem werden aktuell nur Apple iPhones ab dem 5s, alle iPad Airs und sämtliche iPad minis auf Seiten der iOS-Geräte unterstützt. Auf der Android-Seite empfiehlt DJI aktuell folgende Smartphones und Tablets: Samsung Galaxy S5 und Note 3, Sony Xperia Z3, Google Nexus 7 und Nexus 9, Xiaomi Mi3 und das ZTE Nubia Z7 mini. Aber mit der Zeit werden auch andere Android-Geräte unterstützt.

Über die neue App lassen sich auch weitere Kameraeinstellungen vornehmen, sodass Weißabgleich, ISO-Wert, Verschlusszeit und auch Belichtung im Flug angepasst werden können. Über die App kann auch der Flug der Phantom 3 direkt per Livestream auf YouTube veröffentlicht werden. Ihr müsst die Drohne also nicht mehr erst landen und die aufgezeichneten Videos bearbeiten, um diese auf YouTube zu veröffentlichen – ein Knopfdruck reicht und das Videosignal wird von der Kamera der Drohne über das Smartphone oder Tablet live zu YouTube gestreamt. Voraussetzung dafür ist natürlich eine bestehende Datenverbindung.

DJI hat bei der Entwicklung der Phantom 3 an die zahlreichen Drohnen-Neueinsteiger gedacht, denn die Phantom 3 muss nicht mehr manuell gestartet und gelandet werden. Ähnlich der Parrot Bebop gibt es nun eine Start- und Landeautomatik und auch eine Coming-Home-Funktion. Bei Indoor-Flügen, in denen kein GPS-Signal zur Lokalisierung der Drohne vorhanden ist, kann die Phantom 3 trotzdem ihre Position erkennen. Dafür verwendet sie die Kamera, um visuell die Position im Raum zu bestimmen. Mit dem vollaufgeladenen 4480 mAh Akku kann sich die knapp 1,3 Kilogramm leichte Phantom 3 bis zu 23 Minuten in der Luft halten und sich dabei bis zu zwei Kilometer vom Piloten entfernen.

Wann wird die Phantom 3 Professional und das Advanced-Modell nun in den Handel kommen? Schon sehr bald! DJI hat uns versprochen, dass die Auslieferung der ersten Phantom 3-Drohnen in den nächsten Wochen erfolgen soll. Dann werden wir natürlich auch ein Testmuster erhalten, um Euch die Drohne in einem ausführlichen Testbericht vorzustellen. Stay tuned…


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