Drei Smartphones, ein Sieger: Darum wählte ich das iPhone 6

Eine Woche lief ich mit drei Smartphones herum: dem iPhone 6 von Apple, dem Lumia 930 von Nokia und dem Moto X von Motorola. Ich wollte herausfinden, welches dieser Smartphones mein in die Jahre gekommenes iPhone 5 beerben wird. Am Ende habe ich mich dann für das iPhone 6 entschieden. Ein Erklärungsversuch.

Schon merkwürdig: Da bringt Apple ein neues Smartphone heraus, und ich bin zum ersten Mal nicht sonderlich begeistert. Für mich ist die Vergrößerung des Displays nicht wirklich ein Grund, das neue Flaggschiff aus Cupertino zu kaufen. Aber da ich in der Tat ein neues Smartphone brauche, kommt es natürlich in meine engere Wahl – schließlich nutze ich beruflich wie privat mehrere Apple-Produkte. Einige Kommentatoren meiner Artikel würden sicher sagen: Ich bin in der Apple-Welt gefangen. Dem ist nicht so, denn ich lasse mich auch von den Vorzügen anderer Betriebssysteme und anderer Hardware begeistern.

So begeisterte mich mein Kollege Amir mit seinem Test zum Moto X. Ich fand die Idee gut, die Hardware ganz nach seinen Wünschen zu gestalten. Und außerdem hat Android in den vergangenen Jahren einen gehörigen Sprung nach vorne gemacht. Es wirkt nicht mehr wie eine Baustelle, sondern wie ein richtiges und teilweise auch cooles Betriebssystem. Außerdem lässt es sich von allen drei wichtigen Systemen am besten individualisieren – sei es durch Widgets oder durch Launcher.

Auch vom Lumia 930 bin ich begeistert. Einerseits, weil die Hardware ohne Tadel ist (einmal abgesehen von der orange-farbenden Rückseite des Testgerätes), andererseits bin ich tatsächlich ein Fan von Windows Phone. Ich mag die Kacheloptik, besonders dessen Schlichtheit.

Warum überhaupt wechseln?

Aus diesem Grund habe ich diese beiden Smartphones ausgewählt. Ich wollte wissen, ob ich mit anderen Telefon die gleiche Freude bei der Nutzung spüre, die ich in den vergangenen Jahren mit Apple-Geräten hatte. Jetzt fragt Ihr Euch sicher, weshalb ich überhaupt wechseln will, wenn ich doch so zufrieden war? Ganz einfach: Apple ist für mich nicht mehr der innovative Konzern, der mich automatisch mit neuer Hardware überzeugt.

Die Trends setzen derzeit andere Unternehmen. Denn was ist das iPhone 6 anderes als ein aufgebohrtes iPhone 5s? Für mich wäre schon das 5s ein Fortschritt, mein Smartphone ist inzwischen mehr als zwei Jahre alt. Außerdem finde ich immer mehr Gefallen an den Geräten anderer Hersteller. Manchmal überzeugt mich die Optik, manchmal die Features. Aber: Bisher ist es vor allem Apple gelungen, Hardware und Software perfekt miteinander zu verschmelzen.

In meinem Test mache ich hoffentlich deutlich, dass es für mich in diesem Trio keinen echten Verlierer gibt. Ich habe mich für ein Smartphone entscheiden müssen. Und da das Apple-Gadget derzeit noch am besten zu meinen digitalen Aktivitäten und meiner vorhandenen Hardware passt, habe ich mich für das iPhone 6 entschieden. Es war ein knapper Sieg – und ich bin mir nicht sicher, ob Apple mich im nächsten Jahr noch einmal überzeugen kann.

Vielleicht bin ich ja tatsächlich bereit für einen Wechsel. In diesem Jahr habe ich mich einfach noch nicht getraut, auch die Konsequenzen zu tragen.


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