Infuse streamt Eure Videos von iPhone und iPad auf Chromecast

Infuse 3.2 auf dem iPad: Jetzt auch mit Chromecast-Unterstützung
Infuse 3.2 auf dem iPad: Jetzt auch mit Chromecast-Unterstützung(© 2015 FireCore, LLC, CURVED Montage)

Chromecast ist ein geniales TV-Dongle. iOS-Nutzer konnten allerdings nur die Videos von Netflix und Co. streamen, nicht die eigenen. Mit Infuse ändert sich das jetzt.

Ich hatte es bereits neulich in meinem Gadget-Video erzählt: Mein iPad Air 2 fristet ein Dasein als Couch-Gadget. Zwar ist es so potent wie ein Notebook vor ein paar Jahren, aber hauptsächlich nutze ich es für Netflix, Comics und Co.. Seit einiger Zeit ist die App Infuse das Tool meiner Wahl, um Inhalte aus dem lokalen Netz auf das Tablet zu streamen. Doch in der neuesten Version 3.2 hat der Betreiber FireCore - der auch für den umfangreichen Jailbreak aTV für das Apple TV verantwortlich zeichnet - meinem iPad neues Leben eingehaucht.

Denn nun bringt die Software auch Google-Cast-Kompatibilität mit. Das heißt: Das Apple-Tablet kann nun auch Videos auf den Chromecast streamen - ohne zwischengeschalteten Rechner und ohne Streaming-Apps wie Netflix, Amazon Instant Video oder Co..

Noch in der Betaphase, aber recht stabil

FireCore weist das Feature noch als Beta aus und gibt den Zugriff erst frei, wenn Ihr die kostenlose App heruntergeladen habt und einmalig 8,99 Euro für die Pro-Version bezahlt habt. Anschließend habt Ihr beim Abspielen von Video-Files auf dem iPad einen Button, mit dem Ihr die Ausgabe zwischen dem iPad und Chromecast hin- und herschalten könnt.

Ihr habt die Wahl zwischen AirPlay und Google Cast(© 2015 Infuse, CURVED Montage)

Im Test erwies sich das Abspielen von Videos mit 1080p halbwegs stabil, nur bei hohen Bitraten in Sequenzen mit vielen Bildinformationen geriet der Stream ins Stocken. Wechselte ich kurz auf die Ausgabe übers iPad und dann zurück auf den Chromecast, lief der Film problemlos weiter. Auf einem iPhone 6 mit Infuse tauchte der Menüpunkt beim Abspielen von Videos hingegen noch überhaupt nicht auf.

Als wäre das nicht schon Grund genug, Infuse zu installieren, verfügt die App über weitaus mehr Features als der Standard-Video-Player von iOS. So könnt Ihr nicht nur zwischen mehreren Tonspuren wählen, sondern außerdem on-the-fly passende Untertitel für das abgespielte Video herunterladen. Die werden übrigens auch auf dem Chromecast angezeigt.

Viele Wege führen aufs iPad

Darüber hinaus bietet Infuse jede Menge Möglichkeiten an, Dateien auf die Apple-Geräte zu übertragen: per FTP, über iTunes, aus Apps wie Dropbox, von einem angeschlossenen NAS-Laufwerk oder einer Url im Netz. Im Test funktionierte der Transfer am einfachsten über den Browser. Hierzu gibt die Software eine Url aus, die Ihr am Rechner aufrufen und anschließend die Dateien über ein Browser-Menü übertragen könnt. Die Software erkennt anschließend automatisch, um welchen Film oder welche Serie es sich handelt und lädt die passenden Meta-Daten aus dem Netz herunter. Und natürlich streamt Infuse auch per AirPlay aufs Apple TV.

Fazit meines Kurztests: Auch wenn das Google-Cast-Feature noch in der Betaphase ist und auf dem iPhone 6 noch nicht lauffähig war, hat mein iPad Air 2 nun eine neue Aufgabe und kann die verfügbare Rechenpower auch entsprechend nutzen. Zudem habe ich mit dem günstigen Chromecast in Kombination mit dem Apple-Tablet das perfekte Duo, wenn ich unterwegs bin, aber nicht auf meine Filme und Serien auf dem Fernseher verzichten will.


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