iPhone 6: Saphirglas unterliegt Schmirgelpapier

Das Display des iPhone 6 ist zwar extrem kratzfest, hält sich jedoch an die Gesetze der Physik. Zu diesem Schluss kommt ein Video von MKBHD, in dem YouTuber Marques seine Zerstörungsversuche am neuen Smartphone-Display fortsetzt und diesmal mit Schmirgelpapier erfolgreich ist.

Bereits Anfang des Monats hatte der Apple-Fan auf seinem Kanal getestet, wie gut die neuartige Saphirglas-Front des iPhone 6 allerlei Angriffen wie Messerstichen, Schlüsselkratzern und Verbiegungen widersteht. Messer liegen auf der Mohskala, mit der Härtegrade gemessen werden, allerdings nur bei 5 bis 6. Alles, was weicher ist, können sie problemlos zerkratzen, alles, was härter ist, nicht. Gorilla-Glas, wie es schon beim iPhone 5s und vielen anderen Smartphones verwendet wird, hat eine Härte von 6,8 auf der Mohskala. Die "Lösung" ist Schmirgelpapier, dessen Belag aus mineralischen Körnern eine hohe Härte aufweist.

Härte gegen Flexibilität

Sowohl das Gorillaglas des iPhone 5s als auch das Saphirglas des iPhone 6 lassen sich mit Schmirgelpapier der Moh-Härte 7 und 8 zerkratzen. Die Schäden auf dem Saphirglas fallen dabei allerdings weit geringer aus. Einzig der Home-Button des iPhone 5s, dessen TouchID-Abdeckung aus einer anderen Form von Saphirglas besteht, ist auch gegen Schmirgelpapier vollkommen resistent. Auf kleinen Flächen lassen sich allerdings auch härtere Materialien gut einsetzen, da diese nicht drohen, durch Verbiegen zu zerbrechen.

Die Balance zwischen Flexibilität und Härtegrad ist immer ein Kompromiss. Wie der Home-Button des iPhone 5s zeigt, ist es durchaus möglich, vollkommen kratzfeste Oberflächen herzustellen. Diese würden aber ab einem gewissen Härtegrad zu leicht springen. Mit dem neuen Display-Material des iPhone 6 hat Apple offenbar ein hochwertiges Frontschild für sein neues Flaggschiff entwickelt, das kratzfester und flexibler ist als sein Vorgänger. Wie am Ende des Videos zu sehen ist, schützt auch dies nicht vor der Macht eines Kompositbogens, aber dass Smartphones beschossen werden, ist im Alltag eher selten.


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