Ladestation im Schuh: Mehr Akku-Laufzeit durch Laufen

Der fünfzehnjährige Angelo Casimiro hat einen besonderen Auftrag, wenn er in seinen Schuhen durch die philippinische Heimat läuft: Wahrscheinlich testet der junge Erfinder dabei die Piezoelektronik, die in seinen Einlegesohlen steckt. Sie erzeugt bei jedem Schritt wertvolle Energie – und lädt Akkus ganz einfach beim Wandern, Shoppen oder Joggen auf.

Wenn der fünfzehnjährige Angelo Casimiro den richtigen Weitblick beweist, macht der philippinische Erfinder mit dem richtigen Patent in der Tasche bald große Sprünge im Leben. Freudensprünge etwa – sogar die versorgen seine Mobilgeräte mit Energie. Der pfiffige Angelo hat in der Schule offenbar gut aufgepasst: In seinen präparierten Schuhen steckt Piezoelektronik, die über einen Spannungswandler kleinere USB-Geräte mit Wechselstrom versorgt. Seine Entwicklung stellt der Knabe in einem Video zur Google Science Fair 2014 vor.

8 Stunden Dauerlauf für eine Akkuladung

Kleine Geräte versorgt Angelos Technik so direkt mit Strom und lädt Akkus auf. Eine Lithium-Ionen-Batterie mit 400 mAh Leistung ist nach acht Stunden Dauerlauf vollständig aufgeladen, heißt es etwa auf IFLScience. Das ist vor allem dann nützlich, wenn andere Techniken versagen, wie etwa Solartechnik, oder sich gar keine Energiequellen in der Nähe befinden. Angelo verdeutlicht deshalb in seinem Video, wie die GPS-Geräte Wanderer auch im Notfall mit Energie versorgt. Auch wer sich in der Wildnis verirrt ist damit in der Lage, Notrufe abzusetzen.

Auch ganz banale Einsatzmöglichkeiten bieten sich an, Akkus beim Shoppen laden etwa. Oder auch beim Basketballspielen – das ist Angelo zufolge aber nicht ganz so effizient. Mit seiner Erfindung ist ein Marathonläufer eher außer Puste, als dass der Runtastic-App auf dem Smartphone der Saft ausgeht.

Bauanleitung auf Angelos Webseite

Was dem jungen Erfinder sonst noch alles im Kopf rumschwirrt, erzählt er auf der eigenen Webseite. Dort ist auch eine Bauanleitung für diejenigen zu finden, die nicht so lange warten können, bis das Projekt den Kinderschuhen entwachsen ist. Benötigtes Material: Akku-Energiespeicher (USB-Power-Bank), piezoelektrischer Energiewandler, Gleichrichterdioden, Verbindungsdraht, Klebstoff und ein altes Paar Schuhe. Läuft!


Weitere Artikel zum Thema
iPhone X und Nintendo Switch zu besten Gadgets 2017 gekürt
Christoph Lübben
Das iPhone X wurde auch für sein Display gelobt
Das Time Magazine hat nun auch die besten Gadgets des Jahres 2017 gekürt. An der Spitze stehen das iPhone X und die Nintendo Switch.
Akku­scho­nen­der als OLED: Apple soll an microLED-Displays arbei­ten
Francis Lido7
Älteren Gerüchten zufolge hätte die Apple Watch 3 auch ein microLED-Display bekommen können
Apple arbeitet offenbar an einer Bildschirmtechnologie, die OLED ablösen könnte. Bis zur Serienreife wird es aber wohl noch dauern.
Schnit­tig wie ein Model S: So könnte ein Tesla-Smart­phone ausse­hen
Guido Karsten
Concept Creator YouTube Tesla Phone
Tesla ist derzeit in aller Munde. Passend dazu haben Konzept-Designer sich nun überlegt, wie ein Smartphones des Autobauers aussehen könnte.