LG LIII-Serie: Mittelklasse-Smartphones im Kurzcheck

Muss es immer ein Highend-Smartphone sein? Für die meisten Anwendungen im Alltag reicht auch ein Mittelklasse-Smartphone wie das LG L90 oder das L70. Für den Smartphone-Neuling hält LG mit dem L40 auch noch ein Handy bereit, das einem den Umstieg von einem klassischen Tasten-Handy auf ein Touchscreen-Smartphone erleichtert. Wir haben für Euch die drei neuen Vertreter der LG L-Serie aus der Nähe betrachtet. 

Jeder redet in diesen Tagen nur über das Samsung Galaxy S5, das HTC One (M8) oder das Sony XPERIA Z2, aber die meisten Nutzer brauchen diese Highend-Flaggschiffe gar nicht. Schon gar nicht, wollen sie nicht über 500 Euro für ein Smartphone ausgeben wollen. Aber was gibt es da für günstige Alternativen? Da gäbe es zum Beispiel LGs LIII-Serie, aktuell bestehend aus LG L90, L70 und der günstigsten Variante, dem L40.

LG L40: Günstiger Einstieg in die Smartphone-Welt

Mit dem kleinen, 3,5 Zoll großen Smartphone richtet sich LG vor allem an die Neulinge in Sachen Smartphone und Android, die nicht so viel Geld ausgeben wollen. Aus diesem Grunde reicht auch schon ein Dualcore Prozessor mit 1,2 GHz und 512 MB RAM. Der interne 4 GB Speicher lässt sich dank microSD-Slot auf bis zu 36 GB vergrößern, so dass die ersten Gehversuche mit zahlreichen Apps auch kein Problem sein sollten.

Natürlich kann man bei einem Smartphone, das mit einem UVP von 89,- Euro an den Start geht, bei der Kamera nicht viel erwarten. Diese schiesst im L40 Fotos nur mit 3 Megapixel und nimmt Videos nur in WVGA mit einer Auflösung von 800 x 480 auf. Für die ersten Gehversuche mit Android und einem Smartphone ist das aber vollkommen ausreichend.

LG hat beim L40 eine zusätzliche Benutzeroberfläche integriert, so dass dem Neuling der Umstieg auf ein Smartphone erleichtert wird. Diese Oberfläche nennt sich 'EasyHome' und gibt dem  Nutzer eine auf das Wesentliche reduzierte Benutzeroberfläche. Auf den ersten Blick erinnert EasyHome an ein gepimptes Tastentelefon, mit Shortcuts zu sieben vordefinierten Anwendungen. Natürlich lässt sich diese Oberfläche auch deaktivieren, so dass man nach einer Eingewöhnungsphase dann den vollen Zugriff auf Android erhält.

Sehr schön:  LG hat bei sämtlichen Smartphones der LIII-Serie die aktuellste Android Version 4.4.2 und Knock Code vorinstalliert. Letzterer war bis vor Kurzem nur den hochpreisigen Produkten der G-Serie vorenthalten.

LG L70: Für Aufsteiger

Rein optisch unterscheidet sich das L70 kaum vom größerem Bruder, dem L90. Technisch ist es aber schwächer in allen Disziplinen. Trotzdem reicht die Hardware mehr als genug aus, um einen Smartphone-Alltag ohne Frust zu bewältigen. Dem 1,2 GHz Dualcore Prozessor stehen 1 GB RAM und 4 GB interner Speicher zur Seite. Wie auch schon beim L40 lässt sich der Speicher aber auch per microSD-Karte auf 36 GB erweitern.

Beim Display kommt das L70 mit einem 4,5 Zöller mit einer Auflösung von 800 x 400 Pixel daher. Für Retina Display-verwöhnte Augen ist die Auflösung definitiv zu wenig, aber für Nutzer, die von einem kleinen Display mit geringerer oder vergleichbarer Auflösung kommen, fühlt es sich an wie der Aufstieg in eine höhere Liga.

Ähnliches gilt für die Kamera, die Fotos mit 5 Megapixel maximaler Auflösung schiesst und Videos mit 800 x 480 aufzeichnet. Für Video-Telefonate via Google Hangout oder Skype steht beim L70 noch eine Frontkamera zur Verfügung, die maximal ein Bild in VGA-Auflösung bietet – ausreichend, um schnell mit den Liebsten ein Videotelefonat abzuhalten.

LG L90: Abgespecktes G2 mini

Die Spitze des LIII-Bergs von LG bildet das L90. Dieses Smartphone kann man getrost als abgespecktes G2 mini bezeichnen, denn fast alle technische Daten entsprechen dem des LG G2 minis. Ausreichend Leistung sollte dank des 1,2 GHz Quadcore-Prozessors mit 1 GB RAM ausreichend vorhanden sein. Die 8 GB im internen Speicher lassen sich wie bei den anderen LIII-Geräten auf bis zu 36 GB erweitern. Das 4,7 Zoll große Display ist nicht nur größer als beim L70, sondern löst auch mit mehr Pixeln auf. Statt 800 x 480 Pixel stehen beim L90 960 x 540 Pixel zur Bilddarstellung zur Verfügung, die dafür sorgen, dass alles im Vergleich zum L70 einen Deut schärfer wirkt.

Bei der Kamera gibt es natürlich auch einen Sprung. Die rückwärtige Hauptkamera knipst Bilder mit maximal 8 Megapixeln und nimmt Bewegtbildmaterial in Full HD mit 30 fps auf. Natürlich gibt es auch bei der Frontkamera eine Steigerung gegenüber dem kleinen Bruder, dem L70. Mit 1,3 Megapixel lassen sich schon einigermaßen ansehnliche Selfies schießen.

Fazit:

Für Technik-Nerds ist die LG LIII-Serie definitiv nichts: Wer den Sportwagen unter den Smartphones sucht, findet diesen bestimmt in einem LG G2, Samsung Galaxy S5, HTC One (M8) oder einem Sony XPERIA Z2. Aber für die breite Maße ist eines der LIII-Serien Smartphones die beste Wahl.

Ich würde es mit dem Automodellen gleichsetzen. Der Fahranfänger greift bestimmt lieber erstmal zu einem LG L40, denn dieser ist günstig und dank EasyHome UI einfach in der Bedienung. Ist der Fahranfänger dann aus der Probezeit heraus, dann greift man eher zu einem L70, der mehr Leistung zum günstigen Preis bietet. Hat man etwas mehr Geld zur Verfügung, um sich dann noch ein wenig mehr Leistung zu erkaufen, dann greift man zum L90, das mit einem Auto aus der Golf-Klasse vergleichbar ist – solide und leistungsstark genug, um von A nach B zu kommen. Na und welches darf es nun für Euch sein?


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