Parrot Jumping Sumo ausprobiert: Bedingt einsatzbereit

159 Euro verlangt Parrot für eine Drohne, die nicht fliegt, dafür aber fährt und springt: Ist der Jumping Sumo, der sich mit Aufklebern "verschönern" lässt, eine Kamera und sogar ein wenig Personality besitzt, das wert? Wir haben es ausprobiert — und sind gemischter Gefühle.

Eigentlich schön, dass Parrot uns mit seinen Minis nun Drohnen beschert, die kein Vermögen kosten und wenigstens auf dem Papier ähnliche Technik nutzen und Funktionen bieten wie ihre großen Vorbilder. Schade nur, dass App aber auch Mechanik des Jumping Sumo nicht sehr ausgereift sind und der Spielspaß zu oft durch Hänger, Verbindungsabbrüche und komplette Verweigerung auf der Strecke bleibt.

Dass der Akku nicht übermäßig lange hält und die Fahrdrohne, die so niedlich piepst, dadurch die meiste Zeit an der Steckdose hängt, ist konzeptionell bedingt und damit entschuldbar — auch wenn Parrot ruhig einen größeren Akku hätte einbauen können. Dass die Kamera aber nur bei angeschlossenem USB-Stick Videos aufnimmt, der Anschluss eines solchen aber wiederum durch die Bauart des Jumping Sumo fast unmöglich gemacht wird, dann verfehlt das Spielzeug schlicht sein Ziel.

Schade, denn eigentlich ist die Idee hinter dem Sumo gut und dank cooler (theoretischer) Features, wie etwa Routenplanung zum späteren Abfahren, toller Sprünge und Schnappschuss-Kamera, könnte so etwas das ferngesteuerte Auto des Smartphone-Zeitalters werden.

Zum aktuellen Stand darf man für 159 Euro allerdings als Drohnen-Einsteiger und jugendlicher Geek weit mehr erwarten als der Jumping Sumo praktisch bietet. Wer dennoch zuschlagen möchte, kann die putzige Drohne ab sofort bei Media Markt oder Saturn erstehen.


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