Retry: Angry Birds-Macher starten eigenen Flappy Bird

Bei Retry ist der Name Programm: Das neue Spiel der Angry Birds-Macher Rovio will an Flappy Bird anknüpfen und übernimmt einige der Merkmale des Überraschungserfolgs. Das bedeutet: eine simple Steuerung und anspornende Frustmomente im Sekundentakt.

Kein Vogel, sondern eine kleine Propellermaschine ist der Protagonist von Retry. Euer Ziel scheint einfach: Manövriert das Flugzeug sicher durch die mit Hindernissen gespickten 2D-Level, die sich in bester Retro-Optik präsentieren. Jeder Tap auf den Bildschirm löst einen kurzen Geschwindigkeits-Boost aus. Je schneller Ihr fliegt, desto stärker rotiert Euer Sprite um die eigene Achse – was in der Praxis dazu führt, dass waghalsige Loopings oft unumgänglich sind.

Insert Coin

Nach jedem Crash prangt ein großer, roter Button auf dem Bildschirm, der dazu animiert, es doch bitte sofort noch mal zu versuchen. Und noch mal. Und noch mal. Jeder Neustart kostet eine Münze, die ihr unterwegs in den Levels aufsammelt – genug Fluggeschick vorausgesetzt. Es finden sich dort allerdings nicht annähernd genug davon, um alle Fehler auszubügeln. Aufstocken lässt sich der Vorrat per In-App-Käufe, was angesichts der Unmenge an Bildschirmtoden einen faden Beigeschmack hinterlässt. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, über Werbeeinblendungen mehr Münzen zu bekommen.

Wie das Geschäftsmodell hierzulande aussehen wird, ist noch nicht klar – vorerst wird Retry nur in Kanada, Finnland und Polen erhältlich sein. Erst nach und nach soll das Spiel in anderen Teilen der Welt zugänglich gemacht werden. Einen Termin für Deutschland gibt es bislang nicht. Ein Comeback von Flappy Bird ist nach dem plötzlichen Verschwinden aus dem App-Store trotz Andeutung des Machers Dong Nguyen ebenfalls noch nicht in Sicht.


Weitere Artikel zum Thema
Snap­chat: "Stand­ort teilen"-Feature aus Sicht von Daten­schüt­zern bedenk­lich
Michael Keller
Auf einer Karte könnt Ihr in Snapchat Eure Freunde finden
Snapchat hat per Update ein "Standort teilen"-Feature eingeführt. Datenschützer sehen in der Funktion vor allem für junge Nutzer eine Gefahr.
Face­book will noch in diesem Jahr eigene Serien produ­zie­ren
Michael Keller
Die Facebook-Serien sollen ein junges Publikum ansprechen
Facebook will offenbar in den Streaming-Markt einsteigen: Die ersten selbst produzierten Shows und Serien könnten noch im Sommer 2017 erscheinen.
iOS 11: Hier verste­cken sich die neuen Effekt von iMes­sage
Jan Johannsen
Spotlight ist einer von zwei neuen iMessage-Effekten in iOS 11.
Mit iOS 10 führte Apple Effekte für iMessage ein und spendiert dem Messenger mit iOS 11 zwei weitere: Echo und Spotlight.