Roboter vs. Boll: Tischtennis-Match nur ein Werbespot

Ein Roboter, der fähig ist, den Tischtennis-Profi Timo Boll zu besiegen: Diese Erwartung wurde in vielen Menschen geweckt, die den Teaser zu dem Match gesehen hatten. Anlässlich der Eröffnung eines neuen Werks in Schanghai hatte die Firma Kuka das epische Tischtennis-Duell zwischen Boll und dem KR Agilus angekündigt.

Doch das Ganze war nur ein Marketing-Gag, um den neuen Roboterarm KR Agilus der Kuka AG zu bewerben. Die Firma mit Sitz in Augsburg baut auf der ganzen Welt Roboter und Anlagen. Mit dem Einsatz bei der schnellen Sportart Tischtennis soll offenbar demonstriert werden, wie schnell und vielseitig einsetzbar der Roboterarm ist.

Kurzer Film als Höhepunkt

Das knapp vierminütige Video selbst war dann der Höhepunkt der Eröffnungsfeier. Zusammen mit dem Film veröffentlichte Kuka ebenfalls ein Making-of-Video, in dem deutlich zu sehen ist, dass das Match zwischen Boll und dem KR Agilus zugunsten einer möglichst dramatischen Inszenierung weitgehend gestellt war. Passenderweise endet das Making-of-Video mit den Worten: „Nicht die Besten im Tischtennis – aber wahrscheinlich die Besten in Roboter-Technologie.“

Dass es auch anders geht, beweist das Video des Hobby-Bastlers Ulf Hoffmann: In diesem wird anschaulich und ohne Slow-Motion-Effekte, Nebelmaschinen und dramatische Musik gezeigt, dass Roboter tatsächlich fähig sein können, die komplexen Bewegungen für eine schnelle Partie Tischtennis auszuführen.


Weitere Artikel zum Thema
Qual­comms neuer Snap­dra­gon 450 holt die Dual­ka­mera in die Einstei­ger­klasse
Jan Johannsen
So schaut er aus, der Snapdragon 450 von Qualcomm.
Leistungsstärker und stromsparender: Qualcomm hat seinen neuen Chipsatz Snapdragon 450 für günstige Einsteiger-Smartphones vorgestellt.
Künf­tige Pixel-Smart­pho­nes könn­ten Touch­pad auf Rück­seite erhal­ten
Michael Keller
Das Touchpad des Pixel-Smartphones könnte mit dem Zeigefinger bedient werden
Google wurde in den USA ein Patent zugesprochen. Dabei handelt es sich um ein Touchpad, das künftige Pixel-Smartphones auszeichnen könnte.
Apple soll deut­sches Eye-Tracking-Unter­neh­men gekauft haben
Michael Keller
Eye-Tracking-Sensoren könnten im iPhone künftig neben der Frontkamera untergebracht sein
Apple hat angeblich das deutsche Unternehmen SensoMotoric Instruments gekauft, das sich mit Methoden zur Erfassung der Augenbewegung beschäftigt.