Sky Force: Bombastischer Top-Down-Shooter angespielt

Top-Down-Shooter sind ja so 80er Jahre? Mitnichten — auf Smartphones erleben sie derzeit ein Revival: Mit Sky Force 2014 hat Entwickler Infinite Dreams eine äußerst ansehnliche Version des klassischen Spielprinzips kostenlos in den Play Store gebracht, die wir Euch im Video-Hands-On vorstellen.

Früher, als es en vogue war, habe ich so gut wie nie Top-Down-Shoooter gespielt — und heute, 2014, als das Genre längst beerdigt scheint, bin ich süchtig nach Sky Force: Der grafisch imposante Titel aus den Händen von iDreams — die vor ein paar Jahren schon mit dem optisch beeindruckenden, wenn auch völlig sinnbefreiten Let's Create: Pottery große Erfolge feierten — lässt sich so intuitiv steuern und ist gleichzeitig so herausfordernd, dass ich derzeit jede frei Minute nutze, um mich durch Gegnerschwärme zu kämpfen, Sterne zu sammeln und meinen Gleiter immer weiter aufzurüsten. Selbst den Kollegen Shu habe ich inzwischen infiziert, der den Titel abwechselnd auf seinen diversenChina-Tablets und dem iPhone zockt.

"Simplizität im Konzept, das für erfolgreiches Spielen gleichzeitig aber nicht nur jede Menge Reaktionsvermögen und Präzision, sondern vor allem Überlegung bedarf."

Was ist das Geheimnis dieses doch recht stupide klingenden Shooters (der übrigens eine Neuauflage des gleichnamigen Mobile-Hits aus dem Jahr 2004 ist)? Eben jene Simplizität im Konzept, das für erfolgreiches Spielen aber nicht nur jede Menge Reaktionsvermögen und Präzision, sondern vor allem Überlegung bedarf: Schon ab dem dritten Level reicht Ballern und Ausweichen nicht mehr aus, um Medaillen zu gewinnen, ab Level 5 seht Ihr nicht mal mehr das Ende, ohne die Choreografie der Gegner halbwegs auswendig gelernt zu haben.

Das Großartige dabei: Anders als andere Vertreter des Genres frustriert Sky Force trotz dieser Problematik nie, sondern hinterlässt beim Spieler stets das Gefühl, dass auch noch so knackige Situationen beim nächsten Mal mit ein bisschen mehr Geschick und Konzentration zu meistern sind — was sich dann auch bewahrheitet (wenn auch nicht immer direkt beim nächsten Versuch).

Gleiches gilt für das Upgraden Eures Gleiters: Neue Waffen und Gimmicks sind ab einer gewissen Stufe relativ teuer — zwar kann die Ingame-Währung auch recht günstig per In-App-Einkauf nachgerüstet werden, aber darauf verzichten Shu und ich natürlich — und so wird jedes Aufrüsten zur taktischen Entscheidung. Dennoch habt Ihr nie das Gefühl, zwingend upgraden geschweige denn echtes Geld dafür ausgeben zu müssen. Vielmehr ist in Sky Force stets das gute Gefühl zugegen, es mit Geduld und Spucke schon schaffen zu können.


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