Sony QX1: Kameramodul für iOS und Android im Hands-On

Nach den beiden Erstlingswerken QX10 und QX100 bringt Sony mit dem QX1 nun die dritte Variante seines Aufsteckkamera-Moduls für Smartphones auf den Markt. Dank eines APS-C Sensors und der Möglichkeit, Objektive für Sonys E-Mount-System zu nutzen, will der japanische Elektroriese ambitionierten Smartphone-Fotografen ein Werkzeug an die Hand geben, das kaum geahnte Möglichkeiten offenbart. In unserem Hands-On-Video bekommt Ihr schon mal einen Einblick in den Funktionsumfang der neuen SmartShot-Kamera von Sony.

Knapp vor einem Jahr überraschte Sony die Smartphone-Fotografen unter uns mit den beiden Aufsteckkameras QX10 und QX100. Statt nur ein Linsen-Aufsatz, wie Olloclip ihn für das iPhone 5 und 5s anbietet, sind die Sony QX-Produkte eigenständige Kameras mit einem eigenen Sensor und eigener Optik. Das Smartphone kann per WLAN mit den SmartShot-Kameras gekoppelt werden und dient dann als Kameradisplay und Bedienungseinheit.

Die erste Generation der QX-Serie konnte von der Bildqualität her schon überzeugen. Aufgrund ihrer fest verbauten Linsen verschreckten aber sowohl das QX10 als auch das QX100 die Gruppe der ambitionierten Fotografen. Mit dem neuen Modell QX1 kommt nun eine Version der SmartShot-Kameras auf den Markt, die durch das Sony E-Mount-Bajonett-System wesentlich flexibler wird. Das QX1 verwandelt also euer iPhone 6 oder auch das Samsung Galaxy S5 in eine spiegellose Systemkamera für das E-Mount-System von Sony.

Technisch gesehen ist das QX1 eine um das Display reduzierte Sony Alpha 5000/5100 oder gar eine SLT A58, da es mit diesen Kameras den APS-C-Sensor teilt. Auch den BIONZ-X-Bildprozessor hat das Modul mit diesen Kameras gemein. Das QX1 schießt Bilder mit einer maximalen Auflösung von 20,1 Megapixeln im 3:2-Format. Möchtet Ihr 16:9-Bilder aufnehmen, dann reduziert sich die Auflösung auf 17 Megapixel. Gespeichert werden die Fotos wahlweise in JPEG oder RAW auf Memory Stick Micro, Memory Stick Micro (Mark2), microSD-, microSDHC- oder microSDXC-Speicherkarten.

Der Autofokus arbeitet nach dem Kontrastverfahren und ist somit nicht der schnellste. Dafür kann das QX1 mit ISO-Werten von 100 bis 16.000 und einer Verschlusszeit von 1/4000 bis 30 Sekunden aufwarten. Serienbilder schießt das Kameramodul QX1 dann mit 3,5 Bildern pro Sekunde.

Beeindruckend am Sony QX1 ist nicht nur der größere Sensor und die Möglichkeit zum Wechsel der Objektive, sondern auch der Preis: Während das QX10 vor einem Jahr noch mit 199 Euro und das QX100 mit satten 499 Euro an den Start gingen, ist das QX1 mit einem Preis von 299 Euro fast schon ein Schnäppchen. Wir werden das Kleinod von Sony in den nächsten Tagen ausführlich testen und Euch dann in einem abschließenden Test sagen, ob es sich lohnt, das Kameramodul QX1 anzuschaffen.


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