Stifte für iPad & Co: Und auf einmal klappt's mit dem Zeichnen!

Wer auf einem Tablet zeichnen will, ist nicht auf seine Fingerfertigkeit angewiesen: Mit dem richtigen macht das Malen gleich viel mehr Spaß. Aber auch für Notizen und Skizzen ist es eine gute Idee, sich ein paar Stifte genauer anzuschauen. Wir haben das getan und sagen Euch, was welcher Stylus für welchen Zweck taugt.

Schon seltsam: Da kauft man sich ein Smartphone oder Tablet, weil man es so schön mit den Fingern bedienen kann – und doch vermisst man manchmal beim Schreiben oder Zeichnen einen Stift. Denn auch wenn es so herrlich leicht von der Hand geht, mit dem Finger über einen Touchscreen zu wischen: Versucht mal ohne Hilfsmittel im Sand einen Text zu schreiben.

Geht zwar, macht aber keinen Spaß. Da nimmt man dann doch lieber einen Stock in die Hand. Und genauso ist es beim iPad oder Android-Tablets. Es fühlt sich einfach natürlicher an, einen Stift in die Hand zu nehmen. Wäre das nicht so, würden wir noch immer Bilder mit Fingerfarbe malen und nicht zum Pinsel greifen.

Doch welcher Stift soll es sein? Das Angebot ist unübersichtlich, aber dennoch eint fast alle Hersteller, dass sie sich kaum Mühe geben, wenn es um die Gestaltung der Stifte geht. Und das betrifft nicht nur das Design, sondern auch auch die Funktionen. So sehen die meisten iPad-Stifte aus wie Kinderspielzeug: Sie sind viel zu klein und  unhandlich, um damit Texte zu verfassen oder Bilder zu malen. Diese Stifte dienen eher als Alternative zum Zeigefinger. Es sind Mitbringsel für ein paar Euro, die man vielleicht ein paar Mal nutzt, aber dann doch irgendwo vergisst – und gar nicht vermisst.

Stifte für alle Möglichkeiten

Aber es gibt natürlich auch Stifte, die perfekt für bestimmte Funktionen optimiert sind. So lässt sich dank seiner kleinen Spitze mit dem "AluPen Digital" von Just Mobile perfekt auf dem Display schreiben. Die Spitzen der meisten anderen Stifte sind der menschlichen Fingerkuppe nachempfunden. Allerdings ist diese breite und weiche Gummikuppe nicht sonderlich Präzise. Die Mine des AluPens ist dagegen lediglich 1,8 Millimeter breit. Das gibt tatsächlich das Gefühl, dass man mit einem richtigen Stift schreibt oder zeichnet. Wir hatten den "perfekten Allrounder" vor einiger Zeit ausführlich getestet. Der Komfort hat allerdings seinen Preis: Rund 50 Euro kostet das digitale Schreibgerät.

Sogar doppelt soviel kostet der "Intuos Creative Stylus" von Wacom. Der Grafiktablet-Spezialist hat mit diesem Zeichengerät allerdings wirklich gute Arbeit geleistet. Er liegt perfekt in der Hand und kann besonders in Verbindung mit einer Wacom-App punkten. Denn der Stylus nimmt per Bluetooth Kontakt zum Tablet auf, wodurch die beiden Tasten an dem Stift mit Funktionen belegt werden können. So widerruft beispielsweise eine Taste auf Druck die letzten Schritte, und die andere Taste aktiviert den Radiergummi. Der Stift ist sicher nicht günstig, aber gerade für Grafiker könnte es eine nahezu unverzichtbares Accessoire sein.

Schreibgefühl wie früher

Optisch einen komplett anderen Weg geht Fiftythree. Das Unternehmen ist für die-App "Paper" bekannt, eine der innovativsten Grafikanwendungen für das iPad. Mit "Pencil" hat das Unternehmen nun den klassichen Look eines Tischlerbleistifts auf den Stylus übertragen. Im Walnussholz steckt der Akku, der einfach per USB aufgeladen wird. Und wird der Stift mit der "Paper"-App verbunden, dient die Rückseite als Radiergummi. Ein toller Stift, der aber nicht ganz günstig ist: 60 Euro kostet "Pencil" bei den üblichen Online-Versender.

Ohne Frage, ein Stylus ist ein sehr praktisches Zubehör für Smartphones und Tablets. Allerdings solltet Ihr Euch vorher überlegen, wofür Ihr den Stift überhaupt nutzen wollt, um Euch so eine Enttäuschung zu ersparen. Wollt ihr nur eine schnelle Notiz aufschreiben, reichen die günstigen 08/15-Stifte völlig aus. Wollte Ihr auf dem Tablet zeichnen, solltet Ihr ruhig bereit sein, ein paar Euro mehr zu investieren. Wie sich die verschiedenen Stift-Konzepte in der Praxis schlagen, zeige ich Euch kurz im Hands-on.

Update: Fiftythree hat den Preis des Walnuss-Pencil auf etwa 60 Euro gesengt, die Graphite-Version gibt es für rund 50 Euro.


Weitere Artikel zum Thema
Apple AirPods: Darum könn­ten die Kopf­hö­rer noch nicht verfüg­bar sein
Aktuell sollen die Apple AirPods noch nicht marktreif sein
Die AirPods lassen weiterhin auf sich warten: Angeblich hat Apple noch Probleme zu lösen, bevor die kabellosen Kopfhörer auf den Markt kommen.
Google Daydream lässt Euch Netflix im VR-Wohn­zim­mer genie­ßen
Tapetenwechsel gefällig? Netflix VR für Google Daydream versetzt Euch in ein virtuelles Wohnzimmer
Auch Netflix ist jetzt für das Google Daydream VR-Headset verfügbar. Die App versetzt Euch in ein virtuelles Wohnzimmer zum Filme und Serien schauen.
MacBook Pro (2016): App verwan­delt Touch Bar in ein Piano
Die Touch Bar des MacBook Pro (2016) lässt sich auch als Piano nutzen
Ein digitales Piano: Für das MacBook Pro (2016) ist nun eine App verfügbar, die Eure Touch Bar zu einem Musikinstrument werden lässt.