Turing Phone: Wetten, dass sich dieses Smartphone nicht verbiegt?

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Beim Turing Phone kommt erstmals Liquidmorphium als Werkstoff zum Einsatz.
Beim Turing Phone kommt erstmals Liquidmorphium als Werkstoff zum Einsatz.(© 2015 Turing Robotic Industries)

Eine Hülle aus Liquidmetal, dazu noch Keramik im Innern. Das Turing Phone ist härter drauf als die meisten verfügbaren Outdoor-Smartphones.

Wer als neuer Player mit seinem ersten Smartphone auffallen will, muss schon mit etwas Besonderem auftrumpfen. Dies ist Turing Robotic Industries mit dem Turing Phone gelungen. So kommt bei dem Smartphone erstmals Liquidmorphium als Werkstoff zum Einsatz. Ein dezentrales Verschlüsselungssystem, dessen Struktur an PGP erinnert, soll für eine sichere Kommunikation sorgen.

Liquidmetal für mehr Stabilität

Bei Liquidmorphium handelt es sich um eine Metalllegierung aus Zirconium, Kupfer, Aluminium, Nickel und Silber, die stabiler als Stahl und sogar Titan sein soll. Im Gehäuse sind aber auch Aluminium, Keramik und Kunststoff verarbeitet. Sorgen, dass sich dieses Smartphone in der Tasche verbiegt, sollt Ihr Euch nicht mehr machen. Und auch bei Stürzen soll das Turing Phone mehr aushalten - auch ohne eine Zertifizierung nach US-Militärstandards, mit der Hersteller gerne ihre Outdoor-Smartphones schmücken.

In dem Gehäuse des Turing Phone steckt der Snapdragon 801, der 2014 der Vorzeige-Prozessor von Qualcomm war und immer noch mehr Leistung bietet als das aktuelle Mittelklasse-Chipset Snapdragon 615. Ihm stehen drei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite, das 5,5 Zoll große Display verfügt über eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln.

Das Turing Phone soll im Juli erhältlich sein(© 2015 Turing Robotic Industries)

Die Kameras des Turing Phone nehmen Fotos mit 13 Megapixeln, Selfies mit acht Megapixeln Auflösung. Der Akku hat mit 3000 Milliamperestunden eine größere Kapazität als die Batterien der aktuellen Top-Smartphones. Als Betriebssystem kommt Android 5.0 Lollipop mit der Turing UI als Benutzeroberfläche zum Einsatz.

Weitere Angaben zur Ausstattung und vor allem zu Gewicht machte der Hersteller bisher nicht.

Dezentrale Verschlüsselung für mehr Sicherheit

Beim Datenaustausch zwischen zwei Turing Phones setzt der Hersteller auf eine dezentrale Verschlüsselungstechnik für jede Art der Kommunikation. Dabei ist kein zentraler Key- oder Verschlüsselungsserver notwendig. Ein öffentlicher Master Key und ein auf jedem Gerät vorinstallierter privater Schlüssel sollen dafür sorgen, dass sich zwei der Smartphones gegenseitig ihre Identität bestätigen und so kein Dritter die Daten unbefugt abfischen kann.

Ab Ende Juli soll das Turing Phone erhältlich sein. Nach Angaben eines Firmensprechers gegenüber thenextweb.com erscheinen zwei Versionen mit 64 und 128 Gigabyte internem Speicher, die rund 740 und etwa 870 Dollar kosten sollen. Umgerechnet wären dies aktuell etwa 690 und 810 Euro. Eine Vorgängerversion des Turing Phone namens Quasar IV konnte 2013 nur wenige Unterstützer bei Indiegogo für sich gewinnen. Das scheint die Firma im Hintergrund nicht davon abzuhalten, unter neuen Namen und mit verbesserten Hardware einen zweiten Versuch ohne Crowdfunding zu starten.


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