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Viv lässt Siri alt aussehen: Dieser Sprachassistent kann so viel mehr

Viv ist noch nicht final
Viv ist noch nicht final (© 2016 Viv.ai )
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10.05.16 von

Felix Disselhoff

Sprachassistenten sind cool. Siri kann mir Witze erzählen, Google Now erledigt Websuchen für mich, Microsofts Cortana...nun ja. Dennoch: Die künstlichen Intelligenzen sind praktisch, aber in ihren Möglichkeiten beschränkt. Die Erfinder von Siri haben nun die Zukunft vorgestellt: Sie heißt Viv.

Die Ingenieure von Viv Labs haben ein Ziel: Dass wir uns mit einer AI so unterhalten, wie wir es mit einem Menschen tun würden. Bislang reicht es maximal für einfache Fragen à la "Muss ich morgen einen Regenschirm mitnehmen?". Aber wie ist es mit "Wird es morgen nach 17 Uhr in der Nähe des Hamburger Rathauses wärmer als 20 Grad?" Spätestens bei solch einer komplexen Anfrage würde bislang jede AI streiken und an die Standard-Websuche verweisen.

Nicht so Viv, das Dag Kittlaus und Adam Cheyer, die Erfinder von Siri, am Montag bei einer ersten Techdemo der Öffentlichkeit zeigten. Der Clou: Die künstliche Intelligenz gleicht nicht eine Frage mit einem Set von Befehlen ab, sondern analysiert das Gesprochene und schreibt innerhalb weniger Millisekunden den Befehlscode, um die Frage zu beantworten. "Dynamic Program Generation" nennt sich das. Für die oben erwähnte Frage braucht Viv dann stolze 44 Schritte, die das Programm in Millisekunden abarbeitet. Ziemlich beeindruckend, oder?

Keine anderen Apps nötig

Ein anderes Beispiel: Auf die Bitte "Schicke Mutter Blumen" hin, schlug das Tool nicht nur eine Reihe von Bouqets vor, sondern füllte gleich auch noch die Adresse der Mutter aus der Kontaktliste ein. Genauso einfach ließen sich während der Techdemo ein Uber-Auto buchen und Geld verschicken.

Denn im Gegensatz zu bestehenden Sprachassistentin ist Viv weitaus kontaktfreudiger und arbeitet per se mit Drittanbieter-Diensten, etwa dem Pizzaliefer-Service, zusammen. Das heißt auch: Nutzer müssen noch nicht einmal die jeweilige App installiert haben, weil Viv direkt auf den Webdienst zugreift.

Bislang hat Viv noch keine Stimme, sondern antwortet mit Bildern bzw. Text auf dem Bildschirm. Doch einem Bericht der New York Times zufolge sollen sowohl Google als auch Facebook bereits Interesse daran gezeigt haben, den Dienst zu lizenzieren. Da Viv auf der Demo ausgerechnet in einer iOS-App lief, sind wir aber relativ zuversichtlich, dass die künstliche Intelligenz irgendwann auch Siri in Rente schicken wird.

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