Vodafone startet im Mai mit SMS-Nachfolger Joyn

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat die GSMA, der internationale Verband der Mobilfunkbetreiber, den SMS-Nachfolger Joyn vorgestellt. In Zeiten von kostenlosen Messengern wie WhatsApp, Pinger und Co gerät die altgediente SMS immer mehr ins Hintertreffen, den Providern bricht eine wichtige Einnahmequelle weg.

Bekannte Funktionen im neuen Gewand

Mit Joyn kann man chatten, Videotelefonate führen und Dateien versenden, ähnlich wie das auch die beliebten Messenger bereits tun. Der Dienst soll genauso nahtlos ins System eines Handys integriert sein wie die SMS das heute ist. Der Standard, der dahinter steht ist RCS-e (Rich Communication Suite-enhanced).

Als erster Mobilfunkbetreiber führt Vodafone Joyn bereits im Mai und damit ein ganzes Stück früher als erwartet ein. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass Joyn erst im Sommer 2012 an den Start gehen wird. Mit an Bord sind auch die Telekom und Téléfonica-O2, die voraussichtlich etwas später als Vodafone den neuen Kommunikations-Dienst einführen werden. E-Plus hält sich vorerst noch zurück. Der Provider will erst beobachten, welche Kundenrelevanz das Thema hat.

Per App nachrüstbar

Neuere Smartphones sollen Joyn bereits vorinstalliert haben, auf älteren Geräten kann per App nachgerüstet werden. Anders als bei den bereits bestehenden Messengern wie WhatsApp muss sich der Nutzer nicht separat anmelden, sondern kann gleich loslegen. Gleich ist hingegen, dass die gesamte Kommunikation via Joyn über eine Datenverbindung abgewickelt wird.

Joyn ist das Ende der 160-Zeichen-SMS. Bis die SMS aber tatsächlich von der Bildfläche verschwunden sein wird, werden sicherlich noch einige Jahre ins Land gehen.