Von Asus bis Samsung: Die Smartwatches des Jahres 2014

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2014 sind so viele Smartwatches wie nie zuvor auf den Markt gekommen
2014 sind so viele Smartwatches wie nie zuvor auf den Markt gekommen(© 2014 CURVED Montage)

Das Jahr 2014 könnte der Beginn einer neuen Ära sein: In diesem Jahr sind dank Google und Android Wear so viele Smartwatches wie nie zuvor auf den Markt gekommen. Von der eckigen LG G Watch bis hin zur runden Motorola Moto 360 war alles dabei. Während Apple-Fans nur mit einer Ankündigung abgespeist wurden und sich noch bis 2015 gedulden müssen, überraschte Microsoft mit einer Kombination aus Fitness-Tracker und Smartwatch.

LG G Watch R - Bestes Gesamtpaket

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es sich bei der LG G Watch R um eine analoge Armbanduhr handelt. Aber auf den zweiten Blick entpuppt sich die G Watch R als eine der besten Android Wear-Smartwatches, die es aktuell am Markt gibt.

Okay, die Optik spielt sicherlich eine große Rolle und der eine oder andere würde sich bestimmt für das schlichtere Moto 360-Design entscheiden. Aber Akkulaufzeit, Leistung und das Display liegen im direkten Vergleich vorn. Somit ist die LG G Watch R im Gesamtpaket besser als die Android Wear-Interpretation von Motorola.

Moto 360 - Runde Eleganz

Mit der Moto 360 hat Motorola viel Lob für das schlichte Design dieser Android Wear-Smartwatch geerntet. Auch jetzt, wo die Moto 360 nach langem Warten endlich verkauft wird, zählt sie zu den schönsten Smartwatches. Leider hat man anscheinend etwas zu viel Wert auf ein hübsches Äußeres gelegt und dabei vergessen, ebenbürtige Technik einzubauen.

Das Display ist wegen des integrierten Lichtsensors nicht ganz rund geraten und löst nicht so fein auf wie zum Beispiel das der LG G Watch R. Auch haben wir in unserem Test festgestellt, dass die Moto 360 merklich träger reagiert und nicht so lange durchhält wie die G Watch R. Wer aber über diese Eigenheiten der Moto 360 hinwegsehen kann, der bekommt eine zauberhafte Smartwatch.

Asus ZenWatch - Der Nachzügler

Schon auf der IFA hat Asus seine Interpretation einer Android Wear-Smartwatch gezeigt , und die konnte sich durchaus sehen lassen. Auch wenn die ZenWatch nicht rund wie eine Moto 360 oder G Watch R ist, so ist sie doch optisch sehr gut gelungen. Leider hat sich die Auslieferung so sehr zum Jahresende verzögert, dass wir die Asus-Smartwatch nicht mehr testen konnten. Aber das werden wir sicherlich schon sehr bald nachholen.

Samsung Gear S – Theoretisch eigenständig

Google hat mit Android Wear eine Software-Plattform im Angebot, auf die sich aktuell sehr viele Hersteller stürzen, um passende Smartwatches zu produzieren. Aber im Grunde sind sie alle in ihren Funktionen identisch und zudem angewiesen auf ein gekoppeltes Smartphone mit Android-OS. Samsung bietet mit der Gear S eine Smartwatch an, die theoretisch komplett ohne Verbindung zu einem Smartphone auskommen kann, da in der Gear S ein SIM-Karten-Slot samt GSM-Modul verbaut wurde.  Es lässt sich damit also alles machen, was ein Smartphone auch kann.

Schade ist nur, dass in unserem Test herausgekommen ist, dass die Gear S für die Einrichtung doch ein Smartphone benötigt. Außerdem lässt sich die Gear-App sogar nur auf einem Samsung-Smartphone installieren. Schade, dass Samsung sich hier nicht entschieden hat, offener zu sein.

Microsoft Band - Das Ü-Ei des Jahres

Wir alle hatten es gespürt, aber wirklich geglaubt hat keiner daran. Microsoft hat mit seinem Band alle überrascht. Die Mischung aus Fitness-Tracker und Smartwatch ist von der Idee und auch in der Umsetzung durchaus gelungen – auch weil das Microsoft Band sich mit iOS, Android und Windows Phone versteht.

Nur in Sachen Design und Verarbeitung muss Microsoft noch viel dazu lernen. Denn in unserem Test zeigte sich, dass das Display leicht schief eingebaut war und zudem sehr schnell verkratzt. Von den Funktionen her konnte das Microsoft Band aber durchaus überzeugen. Und da Cortana inzwischen deutsch spricht, sollte einem offiziellen Verkauf des Microsoft Bands auch hierzulande nichts mehr im Wege stehen.

Apple Watch - Die Traumhafte

Auch wenn die Apple Watch noch nicht erhältlich ist, so muss man die Smartwatch aus Cupertino auch in diesem Jahresrückblick erwähnen. Auf der iPhone 6-Keynote demonstrierte man eine Smartwatch, die von der Haptik ihresgleichen sucht. Das Design ist sicher strittig und ist eine rein persönliche Frage. Aber die Bedienung, eine Kombination aus Touch-Display und der Krone, sorgte für viel Aufsehen.

Im ersten Hands-On nach der Keynote konnte sich Felix mit dem neuen Bedienkonzept der Apple Watch vertraut machen und war auch gleich sehr angetan. Mal schauen, wie die Apple Watch dann in der finalen Fassung wird. Wir sind sehr gespannt und träumen schon mal von einem Testgerät.


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