Von Jawbone bis Misfit: Die Wearables des Jahres 2014

Naja !8
Ob am Handgelenk, auf der Nase oder im Ohr: 2014 erfreute uns mit vielen neuen Wearables
Ob am Handgelenk, auf der Nase oder im Ohr: 2014 erfreute uns mit vielen neuen Wearables(© 2014 CURVED Montage)

2014 erfreute uns mit zahlreichen Wearables, die wir mit Begeisterung an unseren Handgelenken, auf unseren Nasen und in unseren Ohren getragen haben. Ein Rückblick auf Fitnesstracker, Datenbrillen, Sportler-Equipment und mehr.

Der Preisbrecher des Jahres: Xiaomi Mi Band

Das Mi Band von Xiaomi ist in Deutschland nicht regulär erhältlich, aber selbst beim Import immer noch einer der günstigsten Fitnesstracker mit einem Preis zwischen 30 und 40 Euro. Er überzeugte uns mit einem schlichten, eleganten Design und hohem Tragekomfort sowie einer App, die von der Community hervorragend ins Deutsche übersetzt wurde und noch ein deutliches Ausbaupotential hat.

Der Erbsenzähler des Jahres: Jawbone Up24

Der Jawbone Up24 beherrscht Bluetooth und erleichterte so im Vergleich mit seinem Vorgänger die Datensynchronisation deutlich. Das sperrige Armband ist allerdings erhalten geblieben, und die App ist nach wie vor umfangreich, bunt und motivierend. Die Erwähnung im Jahresrückblick hat sich der Fitnesstracker aber mit seiner Genauigkeit verdient. In unserem Vergleichstest zählte der Up24 am genausten und lag bei 1000 Schritten nur einen einzigen daneben.

Die Überraschung des Jahres: Microsoft Band

Die Vorstellung des Microsoft Band kam völlig überraschend. Im Vorfeld hatte es keine ernst zu nehmenden Gerüchte gegeben, sondern nur Konzepte, wie eine Smartwatch von Microsoft aussehen könnte. Direkt nach vor Vorstellung waren wir geradezu begeistert von der Produktbeschreibung und dem Funktionsumfang sowie der Tatsache, dass die Smartwatch nicht nur mit Windows Phone, sondern auch Android und iOS kompatibel ist.

Nachdem das Microsoft Band in der Redaktion eingetroffen war und Shu es mehrere Tage in Benutzung hatte, machte die Begeisterung der Ernüchterung Platz. Inzwischen finden wir es gut, dass Microsoft die Smartwatch nicht regulär in Deutschland verkauft, freuen uns auf die zweite oder dritte Version und könnten Satya Nadella sagen, was sein Team ändern müsste.

Der Schönling des Jahre: Misfit Shine

Obwohl uns das Jahr über viele neue Fitnesstracker begegnet sind, konnte doch keiner den Misfit Shine in Sachen Design und Tragekomfort überbieten. Bei der App, könnte sich der Hersteller, der zuletzt 40 Millionen frische Dollar von Xiaomi erhalten hat, eine Scheibe von Fitbit und Jawbone abschneiden, denn die Apps sind nicht nur bunter und umfangreicher, sondern schaffen es auch, jemanden besser zu mehr Bewegung zu motivieren. Größter technischer Nachteil: Der Shine zählt nicht besonders genau. Mit ihm sind über 20 Prozent mehr Schritte nötig, als mit anderen Fitnesstrackern.

Die Brille des Jahres: Google Glass

Es ist schon beeindruckend, was die Ingenieure von Google bei der Google Glass geschafft haben: Viel Technik so klein zu bauen, dass sie in ein Brillengestell passt. Mit Kamera, integriertem Display und Netzanbindung ein Paradebeispiel an Wearable, das es in diesem Jahr auch nach Deutschland geschafft hat.

Allerdings erwies sich Google Glass für uns als nicht alltagstauglich. Zuletzt scheint auch bei Google selbst die Begeisterung für die Datenbrille zurückgegangen zu sein – und sogar ein mögliches Ende des Projekts steht angeblich im Raum. Gleichzeitig kursieren aber auch Gerüchte um die zweite Generation.

Das Bastelset des Jahres: Google Cardbord

OK, streng genommen ist Google Cardboard kein Wearable, da Ihr es mit zwei oder wenigstens einer Hand halten müsst. Aber mit der richtigen Haltevorrichtung könnte man das Virtuel Reallity-Gestell aus Pappe auch bequem aufsetzen und hätte trotzdem die Hände frei.

Uns gefällt die Mischung aus einer simplen Papp-Konstruktion, die zusammen mit dem eingelegten Smartphone die Eintrittskarte in einen der großen Trends der kommenden Jahre ist. Die Oculus Rift ist immer noch nur ein teures Gerät für Entwickler und selbst die Samsung Gear VR ist, obwohl sie das gleiche Prinzip wie Google Cardboard nutzt, deutlich teurer.

Der kleinste Alleskönner des Jahres: The Dash

Ähnliche Begeisterung wie das Microsoft Band löste viel früher im Jahr das Kickstarter-Projekt The Dash aus. Dabei handelt es sich um zwei In-Ear-Stecker, die Kopfhörer, Headset, MP3-Player und Fitnesstracker in einem sind.

Wie es sich für ein Crowdfunding-Projekt gehört, kann auch die Münchner Firma Bragi, die sich The Dash ausgedacht hat, den straffen Zeitplan nicht ganz einhalten, so dass wir Euch erst 2015 verraten können, wie es sich so anfühlt mit einem All-in-One-Gerät im Ohr herum zu laufen.

Die Sportkopfhörer des Jahres: Jabra Sport Pulse Wireless

Der Jabra Sport Pulse Wireless ist nicht nur einfach ein weiterer Bluetooth-Kopfhörer für Sportler. Ein Merkmal hebt ihn von allen anderen bisher erhältlichen Headsets ab: In seinem einen Ohrstecker ist ein Pulsmessgerät integriert. So wird der unbequeme Brustgurt beim Laufen überflüssig und nebenbei könnt Ihr bequem noch Musik hören.

Selbst mit nur einem Stecker im Ohr saß der Jabra Sport Pulse fest und lieferte verlässlich Messdaten. Die zugehörige App ist gelungen und immer mehr der bekannten Fitness-Apps erkennen den Kopfhörer auch als Pulsmessgerät und übernehmen seine Daten.

Die Sportleruhr des Jahres: TomTom Runner Cardio

Wer beim Training keine Musik hören will, Brustgurte unbequem findet und trotzdem beim Laufen, Schwimmen oder Radfahren seinen Puls messen und die zurückgelegte Strecke aufzeichnen will, wird sich über die Runner Cardio von TomTom freuen.

Die Smartwatch für Sportler sitzt fest, aber trotzdem bequem am Handgelenk und liefert kontinuierlich Messdaten. Die Datensynchronisation zur App auf dem Smartphone erfolgt drahtlos per Bluetooth-Verbindung.

Die Erwartung des Jahres: Apple Watch

Mit den ersten Gerüchten um die iWatch begann im Anfang 2013 das Zeitalter der Smartwatch. Fast jeder Elektronikhersteller hatte schon eine Armbanduhr im Angebot, als Apple auf der Keynote im September 2014 dann endlich seine Smartwatch vorstellte.

Noch ist aber Geduld gefragt, denn die Apple Watch soll erst Anfang 2015 erhältlich sein. Ein dehnbarer Begriff – wir vermuten, dass sie eher Ende März als Anfang Januar in den Apple Stores stehen wird.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 6s: Apple räumt Produk­ti­ons­feh­ler bei eini­gen Akkus ein
2
Peinlich !6Nur wenige iPhone 6s sollen vom Akku-Problem betroffen sein
Das iPhone 6s schaltet sich spontan aus: Apple soll nun die Ursache für dieses Problem auf seiner offiziellen Seite bekannt gegeben haben.
Vertrau­ens­wür­dige Kontakte: Neue Google-App zeigt den Stand­ort von Freun­den
Marco Engelien
Wenn Ihr wollt, das jemand ein Auge auf Euch hat, sendet Ihr einfach den Standort.
Googles neue App "Vertrauenswürdige Kontakte" teilt Euren Standort mit Euren Freunden und umgekehrt: So soll im Notfall jeder jeden im Blick haben.
iPhone und iPad: Weite­rer Bug erlaubt Umge­hung des Sperr­bild­schirms
Datenschutz, Code, XcodeGhost
Den Sperrbildschirm von iPhone und iPad umgehen: Forschern ist es nun erneut gelungen, durch einen Bug die Sicherheitsabfrage von iOS auszutricksen.