Von wegen sicher: Foto knackt Fingerabdruck-Scanner

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Fingerabdruck-Scanner wie Touch-ID lassen sich anscheinend leichter knacken als gedacht
Fingerabdruck-Scanner wie Touch-ID lassen sich anscheinend leichter knacken als gedacht(© 2014 CC: Flickr/Stefan Georgi)

"Nur noch ein Sicherheitsplacebo" – so nennt der Chaos Computer Club (CCC) Fingerabdruck-Scanner, nachdem ein Mitglied den Fingerabdruck von Sicherheitsministerin von der Leyen mittels eines einfachen Fotos reproduziert haben will, so VentureBeat.

Fingerabdrücke sind einzigartig – und lassen sich anscheinend leichter auslesen, als bisher gedacht. Das demonstrierte jedenfalls CCC-Mitglied Jan Krissler auf der 31. Tagung des Clubs in Hamburg, als er dem Publikum ein genaues Abbild des Fingerabdrucks von Sicherheitsministerin Ursula von der Leyen zeigte. Für die Erstellung genügte offenbar ein hochauflösendes Foto ihrer Hand, das der Experte während einer Rede der Politikerin aufgenommen hatte.

Ganz ohne Körperkontakt

Wo ein Fingerabdruck früher noch mühsam mit Pinsel und Puder von Gegenständen genommen werden musste, reicht heute ein Druck auf den Auslöser, ganz ohne Kontakt zur Zielperson. Der Einsatz einer spezialisierten Software genügte, um aus der Aufnahme brauchbare Informationen herauszufiltern. Krissler selbst ist daher überzeugt, dass Politiker künftig Handschuhe tragen werden, wenn sie eine öffentliche Rede halten.

Sicherheitsexperten kritisieren Fingerabdruck-Scanner wie etwa Touch ID des iPhone 6 schon seit einiger Zeit, da die Geräte einen entscheidenden Nachteil besitzen: Im Gegensatz zu einem Passwort lässt sich die Hautstruktur der Finger nicht ändern, jedenfalls nicht ohne einen komplizierten chirurgischen Eingriff. Sind die biometrischen Details also einmal im Umlauf, ist es schon zu spät. Der gesamte Stream von Krissler Vortrag ist auf der offiziellen Homepage des CCC zu sehen.


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