VZ Netzwerke: Neue Firma, neuer Name – neue Hoffnung?

Den VZ Netzwerken laufen immer mehr Nutzer davon. Die drei Plattformen SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ haben in den letzten Jahren rund drei Viertel der Nutzer an wachsenden Konkurrenten Facebook verloren. Dass irgendetwas geschehen musste, war klar. Jetzt hat die Verlagsgruppe Holtzbrinck, zu der die VZ Netzwerke gehören, eine radikale Umstrukturierung angekündigt.

Neuer Name, neues Glück

Stefanie Waehlert, Geschäftsführerin der VZ Netzwerke erklärt, dass sich das Unternehmen derzeit in einer Phase der tiefgreifenden Neuordnung befinde. Als ersten Schritt wird das Unternehmen einen neuen Namen bekommen. Die Firma VZ Netzwerke firmiert zukünftig unter dem Namen Poolworks. Außerdem wurden bereits 25 der ehemals 70 Mitarbeiter entlassen. Die verbleibenden Mitarbeiter sollen in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden.

Doch nicht nur organisatorisch wird sich einiges ändern, sondern vor allem auch inhaltlich. Der Fokus soll zukünftig auf SchülerVZ liegen, das noch am besten laufende soziale Netzwerk. Die ausschließlich an Schüler gerichtete Plattform soll im Laufe der Zeit zu einer Art Lern-Plattform umstrukturiert werden und nach dem Relaunch auch nicht mehr SchülerVZ heißen, sondern IdPool. Im vierten Quartal 2012 soll der Relaunch über die Bühne gehen, wie genau IdPool.de dann aussehen wird und welche Neuerungen genau es geben wird, darüber schweigt sich Stefanie Waehlert noch aus.

Mögliches Aus für StudiVZ und MeinVZ

Wie es mit StudiVZ und MeinVZ weitergeht, scheint indes noch offen. VZ-Chefin Stefanie Waehlert gibt lediglich an, dass neue Optionen geprüft würden. Einer Schließung will man zum jetzigen Zeitpunkt wohl noch nicht ins Auge sehen. Gut möglich aber, dass es mittel- oder langfristig genau darauf hinausläuft.

Die Besucherzahlen von StudiVZ sind seit Jahren stark rückläufig.

Die VZ Netzwerke waren im Jahr 2005 mit StudiVZ als direkte Konkurrenz zu Facebook an den Start gegangen und haben sich anfangs äußerst erfolgreich geschlagen. Im Jahr 2007 kaufte die Holtzbrinck-Gruppe StudiVZ für rund 85 Millionen Euro und startete SchülerVZ und MeinVZ. Mit dem Start von Facebook auch auf Deutsch gingen die Nutzerzahlen jedoch nach und nach zurück. Gab es im Februar 2011 noch 10,80 Millionen Unique User ging die Zahl im Februar 2012 auf 3,99 Millionen zurück.