VZ-Netzwerke wagen einen Neustart

Die VZ-Netzwerke kämpfen schon seit längerer Zeit mit sinkenden Nutzerzahlen. Gegen die Übermacht von Facebook & Co. scheinen sie einfach nicht anzukommen. Nachdem schon ein Verkauf im Gespräch war, der dann geplatzt ist, soll den VZ-Netzwerken mit einem Neustart noch eine Chance gegeben werden.

Für den Nutzer augenfälligste Neuerung ist das Redesign der drei Netzwerke SchuelerVZ, StudiVZ und FreundeVZ, das bisher MeinVZ hieß. Einen neuen Anstrich gibt’s für SchuelerVZ, das statt pink zukünftig petrolfarben sein wird. Für alle drei Netzwerke wurde das Layout geändert. Jetzt dreispaltig erinnert es doch sehr an Facebook und Google+: Links wird navigiert, in der Mitte sind zentral die Inhalte zu finden und am rechten Rand werden Personen oder Themen vorgeschlagen, die für den Nutzer interessant sein könnten. Die Chatleiste am unteren Rand unterstützt zukünftig auch Videochats.

Angepasst wurden auch die Zielgruppen. Während sich bei SchuelerVZ und StudiVZ daran nicht wirklich viel ändert, ist FreundeVZ in Zukunft auch an die Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren gerichtet. Laut VZ-Chef Clemens Riedl ist in dieser Altersgruppe das Bedürfnis besonders groß, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen.

Komplett neu ist die Technik, auf der die VZ-Netzwerke basieren. Während bisher mit einer Eigenentwicklung gearbeitet wurde, stehen die Plattformen zukünftig auf einer browserbasierten Anwendung auf Basis des Google Web Toolkit.

Ganz besonders am Neustart der VZ-Netzwerke ist jedoch, dass man sehr stark die Nutzer einbeziehen will. Es gibt keinen lauten Knall und ein völlig neues Konzept, das alles bisher dagewesene auf den Kopf stellt. Nein, vorerst geht eine Testversion der neuen VZ-Netzwerke an den Start, die sechs bis neun Monate lang parallel zur alten betrieben wird. Während dieser Zeit sollen die Nutzer aktiv zur Umgestaltung beitragen. Es wird die Möglichkeit zum Feedback geben sowie ein Bewertungssystem. Die Erfahrungen und Anregungen der Nutzer sollen dann in die tatsächliche Neugestaltung mit einfließen.