Warten auf die HTC Vive 2: Kommt die nächste VR-Brille erst 2019?

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Der Nachfolger der HTC Vive könnte noch eine Weile auf sich warten lassen.
Der Nachfolger der HTC Vive könnte noch eine Weile auf sich warten lassen.(© 2016 CURVED)

Die erste Generation der VR-Brillen hielt uns beim Zocken noch nicht so richtig in der virtuellen Realität gefangen. Zu gering war die Auflösung, die Headsets drückten recht schnell – und viele Spieler leiden unter Motion Sickness, den Schwindel- und Übelkeitsgefühlen beim Zocken. Doch die nächste, verbesserte Generation lässt auf sich warten.

Ein VR-Headset ist sehr teuer: Nicht nur Brille, Sensoren und Controller (600-900 Euro) müssen angeschafft werden, auch ein High-End-PC mit starker Grafikkarte muss her. Nun war es bei technischen Neuvorstellungen immer so, dass die erste Generation relativ preisintensiv war, es danach aber günstiger wurde. Denn die Herstellung wird mit der Zeit billiger, zudem bringen weitere Firmen eigene Produkte auf den Markt, sodass der Konkurrenzkampf auch den Preis drückt. Doch bis es bei den VR-Brillen soweit sein wird, könnte es noch eine ganze Weile dauern.

Zweite Generation womöglich erst in drei Jahren

Während Smartphone-Hersteller jährlich ihre neuen Top-Modelle vorstellen, dauerte es bei den Spielkonsolen eher sechs Jahre – wobei das im Hinblick auf die Xbox One (2013) und die Xbox Scorpio (2017) wohl inzwischen auch schneller passieren könnte. Wie aber wird der Release-Zyklus der VR-Brillen aussehen?

Alvin Wang Graylin ist Chef der HTC Vive in China, Vize-Vorsitzender der Industry of VR Alliance und Vorsitzender der Virtual Reality Venture Capital Alliance – und hat dadurch nicht nur den Überblick, was die Entwicklung der HTC Vive angeht, sondern auch über die VR-Branche im Allgemeinen. Er sagte in einem Interview, dass die nächste Generation der VR-Headsets nicht so schnell erscheinen wird: "Was ich mir vorstellen könnte, ist, dass die VR-Headsets irgendwo dazwischen (Smartphone und Konsolen Release-Zyklus, Anm. d. Red.) liegen. Wahrscheinlich näher an den Smartphone-Zyklen als an denen der Konsolen, aber es wird definitiv nicht so schnell große Updates geben wie zu Zeiten der ersten Smarthone-Ära."

Das würde bedeuten, dass neue Generation der VR-Brillen etwa ein bis drei Jahre nach dem ersten Modell erscheinen könnte. Ein Jahr ist nun schon fast vergangen, seit die HTC Vive ihren Verkaufsstart im April 2016 gefeiert hat. In der Zwischenzeit will man viel auf Accessoires setzen und Dinge entwickeln, die das Erlebnis verbessern. Für die HTC Vive wurde auf der CES Anfang des Jahres ein neues Tracker-System für Gegenstände und ein Audio-Kopfband vorgestellt. Doch wenn man das eigentliche Produkt zu schnell verändert, wäre das ungünstig für die Entwicklung und Kompatibilität von Zubehör. Auch Käufer wären sicherlich enttäuscht, wenn ihre große Investition schon nach kurzer Zeit überflüssig wäre.

"The speed of innovation will likely be much faster than what we see for the phone industry"

Graylin ist sich sicher, dass technische Innovation bei VR-Brillen schneller erreicht werden kann, als es derzeit in der Smartphone-Industrie der Fall ist: "Ich glaube Ray Kurzweil hat gesagt 'Die ersten 20 Jahre des 21. Jahrhunderts brachten genauso viel Fortschritt wie die letzten 100 Jahre des 20. Jahrhunderts.' Und ich glaube, dass das die Geschwindigkeit ist, mit der wir rechnen können".


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