Was ich mir für die AirPods 2 wünsche

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Die AirPods von Apple
Die AirPods von Apple(© 2016 CURVED)

Die AirPods von Apple sind perfekt fürs iPhone, klingen gut und bringen praktische Features mit. Womit könnte die nächste Generation, namentlich die AirPods 2, überzeugen? Nach etlichen Monaten mit den komplett kabellosen In-Ears in Benutzung hätte ich da einige Ideen.

Mehr Grip

Es ist zum Mäusemelken, aber: Apples Kopfhörer wollen einfach in meinen Ohren nicht vernünftig sitzen. Also: nicht wirklich fest. In der Bahn oder zu Hause auf der Couch ist das kein Problem, aber etwa Sport damit treiben? Undenkbar. Durch das Pferdekopf-Design und das glatte Plastik kann ich sie noch so fest in den Gehörgang hämmern: Nach und nach rutschen sie heraus. Auch wenn "Meine AirPods halten nicht in meinen Ohren" relativ weit oben auf der Liste der First-World-Probleme stehen dürfte, so ist es doch schade. Meiner Meinung nach wäre Apple gut beraten, sich bei der Bauform an Bragis The Dash und anderen In-Ears zu orientieren. Diese sitzen dank austauschbarer Ohrstöpsel in unterschiedlichen Größen bombenfest. Denn ein weiterer Nachteil des mangelnden Grips: Je weiter die AirPods rausrutschen, desto mehr Außengeräusche dringen ans Ohr und desto mehr leidet der Musikgenuss darunter.

Mehr Farben

Klar, Weiß ist die Standardfarbe für Apple-Zubehör. Aber es gibt das iPhone und die iPads nicht umsonst in so vielen Farbvarianten. Drittanbieter locken zwar damit, gekaufte AirPods einzusenden und nachträglich zu lackieren. Doch damit ruiniert man sich zum einen die Gewährleistung, zum anderen will ich ja, dass mein iPhone-Zubehör auch perfekt zu meinem iPhone passt. Ergo: Spacegrau, Gold, Silber, Schwarz müssen als Farben für die Airpods und das Ladecase her!

Mehr Funktionen

Die AirPods sind schon mehr als einfache Kopfhörer und erlauben etwa mit Tippen auf das Gehäuse das Ansteuern von iOS-Funktionen auf dem iPhone. Zum Beispiel Siri, aber auch das Abspielen sowie Pausieren von Songs. Nun kann ich etwa über Siri auch die Lautstärke reduzieren oder erhöhen. Einfacher bzw. schneller würde es aber über Wischgesten direkt an der Hardware gehen. Wisch nach vorne oder hinten? Brächte euch in Playlisten vor oder zurück. Wisch nach unten oder oben? Lautstärke runter bzw. hoch. Ganz so kompliziert wie bei Bragis The Dash soll es bitte nicht sein, aber da geht noch mehr, Apple. Oder?

Tracking für das Ladecase

Im Vergleich zu sämtlichen anderen Truely-Wireless-Kopfhörern ist es Apple gelungen, das Ladecase klein zu halten. In der Hosentasche fällt es gar nicht auf, wo Konkurrenzmodelle unangenehm stören würden. Doch dieses Case ist so verflixt klein, dass ich es regelmäßig suche. Denn es fällt gerne mal zwischen Kissen oder versteckt sich in den Untiefen meiner Jackentaschen. Zwar kann man die AirPods, wie auch iPhones oder iPads, über den iCloud-Account suchen. Allerdings spielen sie nur einen Ton, wenn sie sich außerhalb des Cases befinden und mit einem iPhone verbunden sind. Was meiner Meinung nach noch fehlt, ist ein Mini-Lautsprecher am Case, der einen Signalton abgeben kann. Der müsste auch nicht größer sein als das Bauteil in der Apple Watch.

Fitness-Features

Apples Shift der Apple Watch weg vom digitalen Zeiteisen immer stärker Richtung Fitness-Gadget war der richtige Move zur richtigen Zeit. Das gesamte Segment ist mittlerweile über Apps, Services und Wearables maximal durchdigitalisiert – und die Apple Watch ist Branchenprimus. Warum dann nicht auch die AirPods stärker auf Fitness trimmen? Denkbar wäre etwa die Pulsmessung im Ohr, wie es etwa Modelle von Jabra und Co. können.

Noise-Cancelling

Freilich braucht es für vollumfängliches Noise-Cancelling auch eine gute Abschirmung. Das heißt: Idealerweise umschließt ein NC-Kopfhörer das gesamte Ohr. So etwas kann ein In-Ear nicht liefern, aber er kann dabei helfen, mehr Umgebungsgeräusche wegzufiltern. Genug Rechenpower dürfte mit dem Chipsatz von Apple eigentlich zur Verfügung stehen. Die Frage, die sich eher stellt: Würde Apple Noise-Cancelling anbieten, wenn das Ergebnis nicht perfekt wäre? Die Antwort kennt ihr schon: sehr wahrscheinlich nicht.

Kabelloses Laden

Nicht nur wahrscheinlich, sondern gesichert ist, dass auch die nächste Generation AirPods kabelloses Laden unterstützen wird. Denn Apple hat bereits ein überarbeitetes Ladecase für die erste Generation auf den Markt gebracht, das in Benutzung mit Apple AirPower kein Kabel mehr benötigt. Die Kabellos-Ladestation von Apple erscheint erst demnächst. Wünschenswert wäre deswegen, dass kabelloses Laden über den Qi-Standard mit den AirPods 2 über möglichst viele Charging-Pads anderer Anbieter funktionieren würde.

Preise und Verfügbarkeit

Die Nachfrage nach den AirPods ist ungebrochen hoch. Wer jetzt bestellt, muss im Schnitt zwei Wochen auf seine Ware warten. Analysten rechnen derzeit damit, dass zwischen Mitten und Ende 2018 mit einem Nachfolger zu rechnen ist. Ich halte ein Release im Rahmen der Vorstellung neuer iPhones im September für wahrscheinlich. Denn aktuell hat Apple schlicht noch keinen Druck, schnell ein neues Modell aufzulegen. Das "Alte" verkauft sich schlicht zu gut. Am Preis dürfte sich nach aktuellen Einschätzungen aber nichts ändern.

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