Android Tablets & Smartphones als Weihnachtsgeschenk

Unterschiedliche Geräte, unterschiedliche Formfaktoren

Die grundsätzliche Frage lautet als erstes, was für ein Gerät und welcher Größe gekauft werden soll. Ein normales Smartphone oder lieber ein Phablet? Ein 7 Zoll-Gerät oder doch lieber 10 Zoll?

Die Größe des empfohlenen Gerätes hängt in erster Linie von dem Einsatzzweck ab. Wer viel unterwegs ist, für den stellt ein 7 Zoll-Gerät oder ein Phablet wohl die bessere Alternative dar, wohingegen diejenigen, die ihr Gerät stationär benutzen, am Besten zu einem größeren Gerät greifen. Aber auch zum Bücherlesen daheim eignet sich ein 7 Zoll-Gerät besser durch das geringe Gewicht, als ein 10-Zöller. Phablets sind für diejenigen interessant, welche die Kombination aus Smartphone und Tablet bevorzugen und nur auf ein Gerät angewiesen sein wollen.

Allerdings ist dadurch auch das Display wiederum kleiner, dafür sind Telefonfunktionen an Bord. Insgesamt lässt sich also sagen, dass für jede Sorte von Benutzung das passende Gerät vorhanden ist, und man dadurch gut abwägen muss.

Smartphones

Samsung Galaxy S3

Wie sollte es anders sein, muss auch hier wieder als Erstes das Galaxy S3 genannt werden. In nicht mehr allzu ferner Zukunft soll die Premium Suite zur Verfügung stehen, mittels der Multitasking auf dem S3 möglich wird. Es wäre damit das erste Smartphone, welches 2 Anwendungen gleichzeitig beherrscht. Dafür ist es mit einem Preis von 460 Euro auch nicht gerade billig. Wer allerdings ein topaktuelles Smartphone sein Eigen nennen möchte, greift entweder hier zu, oder beim:

HTC One X

Was bei Samsung das S3 ist, ist bei HTC das One X, also nicht weniger als das Flaggschiff. Im Gegensatz zu dem S3 besitzt das One X die Tegra-3-Plattform von Nvidia. Dadurch sind zusätzliche Effekte in manchen Spielen vorhanden. Aber auch abseits des Spielens macht das One X eine überaus gute Figur: Alle Eingaben werden erwartungsgemäß zügig ausgeführt, Ruckler gab es keine und die Kamera leistet einen guten Dienst. Leider ist derPreis mit 490 Euro knapp 30 Euro höher als der des S3.

Alternative für Sparfüchse: Nexus 4

Die schnellsten Firmware-Updates gibt es für Google-Geräte. Während Samsung sein S3 noch auf 4.1.2 Jelly Bean updaten muss, steht für das Nexus 4 schon 4.2 zur Verfügung. Auch die sonstigen Daten des Nexus 4 überzeugen, so steht auf der Haben-Seite ein 1,5GHz getakteter Snapdragon S4-Prozessor, der dem Gerät die nötige Power schenkt. Darüber hinaus befindet sich eine gute 8MP-Kamera an Board. Auf Der Soll-Seite allerdings, und damit ein Manko, ist der fehlende SD-Karten-Einschub. Dadurch wird der maximal 16 Gigabyte betragende interne Speicher auch das maximal Verfügbare, wobei schon einmal 4 Gigabyte durch das Betriebssystem wegfallen. Mit einem Preis von 300 Euro liegt es dafür aber auch weit unter denen der Konkurrenten.

7 Zoll-Tablets

Nexus 7

Das wohl meist erwartete Tablet 2012 war mit Abstand das Nexus 7. Die Ausstattung ist im Verhältnis zum Preis einmalig. So bekommt man hier schon ab 200 Euro ein Tablet, welches Nvidias aktuelle Tegra-3-Technik besitzt und darüber hinaus mit 1280x800 eine sehr gute Auflösung hat. Dadurch dass auch dieses Gerät von Google stammt, ist auch schon Android 4.2 für das Nexus 7 verfügbar. Einzig das Fehlen eines SD-Kartenslots ist ärgerlich, da der interne Speicher selbst bei 16 Gigabyte recht schnell voll wird.

Alternative für Gamer: Archos Gamepad

Für gerade einmal 150 Euro wanderte das Archos Gamepad über die Ladentheke. Vergangenheit? Leider, denn es ist innerhalb eines Tages ausverkauft, und wird erst wieder ab Januar verfügbar sein. Nichtsdestotrotz ist es eine Überlegung wert, wenn auch verspätet. Das Besondere an dem Tablet sind seine Gamepad-Eigenschaften. Wer also mit seinem Tablet am ehesten spielt, hat hier die Möglichkeit, ein vollwertiges System ähnlich der Playstation Vita zu ergattern. Die technischen Daten sind darüber hinaus in Ordnung; So besitzt das Archos Gamepad einen Dual-Core-Prozessor sowie eine Mali 400 GPU. Das klingt auf dem Papier zwar bedeutend langsamer als beispielsweise der Tegra 3, allerdings macht das Gerät dennoch einen wirklich guten Eindruck.

10 Zoll-Tablets

Samsung Galaxy Note 10.1

Auch hier hat Samsung einen wahren Platzhirsch, namentlich das Galaxy Note 10.1. Es unterstützt Multi-Threading, also das Ausführen mehrerer Apps gleichzeitig. Außerdem liegt dem Gerät ein Stift bei, der es ermöglicht, auch längere Texte handschriftlich oder per Buchstaben-Erkennung abzuschreiben. Mittels Samsungs Exynos-Prozessor ist genügend Rechenleistung vorhanden, um auch aktuelle Spiele und rechenintensive Programme flüssig auszuführen. Leistungstechnisch findet sich der verbaute Prozessor leicht oberhalb der Tegra-3-Plattform. Mit einem Preis von derzeit 450 Euro ist es auch recht günstig in der Anschaffung.

Sony Xperia Tablet S

Auch Sony bietet ein Rundum-Glücklich-Paket in Form vom Xperia Tablet S an. Das Besondere hierbei ist der eingebaute Infrarot-Sensor, mittels dessen eine eigens entwickelte Fernbedienungs-App genutzt werden kann. Die Software harmoniert mit nahezu allen Infrarot-empfänglichen Geräten und kann somit das gesamte Home-Entertainment-System steuern. Darüber hinaus ist es auch hier möglich, verschiedene Apps gleichzeitig aufzurufen. Allerdings können, im Gegensatz zum Note 10.1 nur 2 gleichzeitig ausgeführt werden. Die Leistung ist hierbei dank des Tegra-3-Chipsatzes absolut in Ordnung und recht für sämtliche Aufgaben aus. Der Preis von 450 Euro geht daher in Ordnung, zumal als nette Dreingabe das Gerät auch spritzwassergeschützt ist.

Nexus 10

Auch hier greift Google seine Mitbewerber frontal an. So bietet das Nexus 10 zwar kein Multithreading, allerdings dafür eine sagenhafte Auflösung von 2560x1600 Bildpunkten. Damit ist es dem „Retina-Display“ des iPad um einiges überlegen. Auch abseits der Auflösung macht das Tablet eine sehr gute Figur. So besitzt es einen Samsung Exynos-Prozessor und als GPU eine Mali T604. Updates werden ebenso recht zügig ausgespielt, meist am Tag der Veröffentlichung des Android-SDKs schon. Einziger Wehmutstropfen, wie bei allen Nexus-Geräten: Auch hier fehlt unverständlicherweise ein SD-Kartenslot. Bei einem Preis von 400 Euro aufwärts wäre dies angemessen. Allerdings müssen sich auch hier etwaige Käufer noch gedulden, das Gerät ist Google-typisch in zu geringen Stückzahlen gefertigt worden und ausverkauft.

Fazit

Wer zu Weihnachten sich oder seine Liebsten mit einem Tablet oder Smartphone beschenken möchte, kann bei oben genannten Produkten beherzt zugreifen. Die Preise purzeln, Leistung wird immer erschwinglicher und Frust kommt eigentlich nur auf, wenn nach X Stunden Betrieb das Gerät leider wieder an die Steckdose muss. Einzig Smartphones sind und bleiben wohl weiterhin teuer, obwohl auch hier Google mit dem Nexus einen gewissen Preiskampf erzwingt.