Welche sind die beliebtesten Fitness-Apps und was dürfen sie kosten?

Das Smartphone beim Sport: als Tracker, Trainer, Motivator. Welche Fitness-Apps bei uns besonders beliebt sind und was wir im Schnitt dafür bezahlen.
Das Smartphone beim Sport: als Tracker, Trainer, Motivator. Welche Fitness-Apps bei uns besonders beliebt sind und was wir im Schnitt dafür bezahlen.(© 2018 Shutterstock / Mooshny)

Das Smartphone ist überall dabei, auch beim Sport: als Tracker, Trainer, Motivator. Welche Fitness-Apps hierzulande besonders beliebt sind und wie viel sie eigentlich kosten dürfen, das haben wir mal für euch recherchiert. 

Vom Schrittzähler über Kalorienrechner bis hin zu digitalen Fitnessprogrammen: Fitness- und Gesundheits-Apps gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Doch welche Rolle spielen sie in der Praxis? Wie der Wirtschafts-Informationsdienst iwd berichtet, hatten im Jahr 2017 bereits mehr als zwanzig Prozent der erwachsenen Bundesbürger Fitness-Apps auf ihrem Smartphone. Gut, aber wie viele Apps haben wir irgendwann mal installiert und nutzen sie dann nie wieder? Auch das wurde in der Studie ermittelt: Demnach gaben immerhin zwei Drittel der Fitness-App-Besitzer an, dass sie diese auch regelmäßig nutzen würden. In Zahlen ausgedrückt trainieren demnach knapp zehn Millionen Deutsche mit Fitness-Apps.

Während der Personal Trainer im Fitnessstudio trotz Mehrkosten immer gefragter wird, wollen die Leute für Fitness-Apps aber offenbar nur sehr ungern Geld bezahlen: Weniger als ein Prozent der Deutschen sind bereit, mehr als 30 Euro in Fitness-Apps zu investieren. Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio kostet durchschnittlich rund 42 Euro und die Zahl der Mitglieder wächst stetig. Zum Glück gibt es auch noch diverse kostenlose Fitness-Anwendungen, oder zumindest Apps mit einer gratis Basis-Version.

Die gefragtesten Apps und die erfolgreichsten Entwickler

Mit über fünf Millionen Downloads allein im Google Play Store ist der Ernährungs-Tracker "Yazio" derzeit die beliebteste App aus der Fitness-Sparte. Der digitale Kalorienzähler belegt mit 197.000 US-Dollar Gewinn im April allerdings nur den zweiten Platz im Ranking der umsatzstärksten Apps. Neben der kostenlosen Basisversion gibt es eine Rezeptdatenbank, Ernährungstipps und -pläne, Einkaufslisten, umfangreiche Statistiken, sämtliche Nährstoffangaben und mehr nur gegen Geld: Die Pro-Version von Yazio kostet 25 Euro im Jahr. Wenn ihr mehr über Food-Tracker und ihren Nutzen erfahren wollt, lest auch unseren Bericht dazu.

Der ewige Traum vom Sixpack

Gemessen an den Download-Zahlen rankt die kostenlose Bauch-Trainings-App "Six Pack in 30 days – ABS Workout" (gibt es gratis für Android und iOS) auf dem zweiten Platz. Die finanziert sich über Werbung und das ist wohl auch gut so: Um das Sixpack freizulegen ist es mit Crunches nämlich leider nicht getan. Viel entscheidender ist es, ein Kaloriendefizit durch die Kombination aus einer angepassten Ernährung plus Sport zu erreichen – nur so schmilzt die Fettschicht über dem großen Bauchmuskel. Wer konkrete Tipps dazu lesen möchte, klickt sich in unseren Sixpack-Ratgeber.

Einen flachen Bauch wünscht sich doch so gut wie jeder von uns: Deswegen sind Sixpack-Apps beliebt.(© 2018 Shutterstock / Daxiao Production)

Offenbar zahlen wir nur gerne für Outdoor-Action und HIIT am Limit

Das meiste Geld verdienten allein im April mit rund 234.000 US-Dollar offenbar die Entwickler der Navigations-App "Komoot", die sportliche Touren und Trainingspläne für Biker, Wanderer und Läufer zwischen einmalig vier bis 30 Euro anbietet. In Outdoor-Sporterlebnisse mit dem Smartphone investieren wir offenbar noch am liebsten – und in richtig hartes HIIT: Auf Platz drei der umsatzstärksten Apps, hinter Yazio, thront nämlich "Freeletics". Das anspruchsvolle digitale Trainingsprogramm erwirtschaftete im April mit seinen Abo-Modelle plus Werbung 166.000 US-Dollar. Das gleichnamige Münchener Start-up ist ohnehin das Paradebeispiel einer erfolgreichen Fitness-App: Im Sommer 2013 gegründet, hat sich der Drei-Mann-Betrieb bis heute zu einer erfolgreichen Firma mit rund hundert Mitarbeitern gemausert, die mehrere Freeletics-Programme in 160 Ländern ausgerollt haben – und zwar ganz aus eigenem Antrieb, ohne Investoren. Die Freeletics-App ist bekannt für ihr hartes Bodyweight-Intervalltraining, das ordentlich Kalorien verbrennt und die Muskeln stählt. Wer es durchzieht, wird Erfolge sehen: Allerdings ist es kein Spaziergang – und gerade das scheint den Ehrgeiz vieler Hobbysportler zu wecken.

Die Komoot-App navigiert euch bei euren sportlichen Outdoor-Abenteuern.(© 2015 komoot GmbH, CURVED Montage)

Digitale Ernährungstagebücher sind beliebt beim Abnehmen

Den vierten Rang belegt mit "Lifesum" wieder ein Food Tracker, der ganz ähnlich funktioniert wie "Yazio", und 81.000 US-Dollar einnahm. Danach folgt wieder eine App für Outdoor-Sportler: Die beliebte Lauf-App "Runtastic" erzielte im vorletzten Monat 60.000 US-Dollar Gewinn. Neben einer kostenlosen Basis-Version gibt es eine werbefreie Abo-Variante, die noch detaillierteres Coaching bietet.

Auch Großkonzerne setzen auf Fitness-Apps: So hat Adidas bereits 2015 Runtastic übernommen, während sich der amerikanische Sportartikelhersteller-Konkurent Under Armour die Sport-App "Endomondo" sowie den Food Tracker "MyFitnessPal" sicherte. Ein Ende des digitalen Fitnesstrends ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil: Der Markt wächst und wächst. Wir halten weiterhin die Augen offen und stellen euch die spannendsten Fitness- und Gesundheits-Apps vor.

Weitere Fitness-Apps, die einen Download wert sind

Weitere beliebte Apps speziell für Fahrradfahrer haben wir euch in einem anderen Artikel zusammengetragen: von Routen über Mitfahrer-Communities bis hin zur Energieeffizient. Außerdem haben wir für euch eine Top 7 der aus unserer Sicht besten Fitness-Apps für jeden Sportfan gesammelt: Besonders ans Herz legen können wir die "Gettoworkout"-App, mit der wir selbst trainieren. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Freeletics, die Workouts überfordern aber niemanden, da jeder nach seinem Level trainieren kann. Dadurch können auch Sportsfreunde mit unterschiedlichem Fitnesslevel zusammen schwitzen. Die Jungs hinter der App haben vergangenes Jahr klein angefangen und bieten neben kostenlosen, flexiblen App-Workouts inzwischen sogar mehrere Live-Workouts täglich an und in vielen Städten auch Gettoworkout-Kurse mit geschulten Trainern.

Wer schon weiß, was er beim Training tut und seine Aktivitäten einfach nur tracken möchte, kann unsere Empfehlungen der Redaktion zu den besten Fitnesstrackern oder Smartwatches lesen.


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