Welche Sportuhr eignet sich für welches Training? Teil 3: TomTom-Wearables

Was hat sich bei TomTom getan und welche Wearables bietet der NAviexperte aktuell für welche Sportler? Der Überblick in Teil 3 unserer Anbieter-Serie.
Was hat sich bei TomTom getan und welche Wearables bietet der NAviexperte aktuell für welche Sportler? Der Überblick in Teil 3 unserer Anbieter-Serie.(© 2016 CURVED)

Hat man sich einmal für eine Sportuhr entschieden und ist damit gut gelaufen, geradelt und vieles mehr, dann bleiben viele Nutzer diesem Anbieter auch treu. Neben der technischen Ausstattung wird auch die Software immer komplexer und wir sind nunmal Gewohnheitstiere. Das gilt insbesondere für namhafte Hersteller wie Garmin, Polar, TomTom und Fitbit, die sich auf Navigationsgeräte beziehungsweise Fitnessuhren spezialisiert haben. Wenn auch ihr auf dem neuesten Wearable-Stand bleiben wollt, aber nicht mehr überblickt, welches Gerät zu euren Bedürfnissen passt, dann lest unsere Serie: Wir nehmen die Produktpalette von Garmin, Polar, TomTom und Fitbit für euch unter die Lupe.

Schicker, smarter, ausdauernder, multifunktionaler, alltagstauglicher: Sportuhren werden nicht nur immer besser und erschwinglicher, sondern auch das Produktportfolio der einzelnen Anbieter wächst gewaltig: Hier ist für jeden Nutzer das passende Produkt dabei. So müssen sich Käufer aber erstmal intensiv Gedanken machen, was sie eigentlich wollen. Damit ihr am Ende nicht unnötig viel Geld und Akkuleistung in für euch überflüssige Features steckt, und umgekehrt später keine Funktion vermisst, schauen wir uns die Produktpalette der vier Traditionshersteller genauer an und verraten euch, welches Gerät am besten zu euch passt. Im ersten und zweiten Teil der Serie ging es um die Geräte von Garmin beziehungsweise Polar, in diesem Artikel blicken wir auf das Sortiment von TomTom:

Der Fitnesstracker für Figurbewusste

Neben den üblichen Funktionen eines Fitnesstrackers, zurückgelegte Schritten und Kilometer, die aktiven Minuten, verbrannte Kalorien, die Schlafzeit und -qualität, ermittelt der filigrane und leichte TomTom Touch Cardio + Body Composition mit Touchscreen nicht nur den Puls, sondern auch die Körperzusammensetzung über das Handgelenk – also den Anteil von Körperfett im Verhältnis zur Muskelmasse. Dies passiert auf Knopfdruck über spezielle Sensoren: Die schicken eine geringe und nicht spürbare Menge Gleitstrom durch den Körper. Weil Muskelmasse, Fettgebwebe und Körperwasser unterschiedlich gut leiten, können Rückschlüsse auf die Körperzusammensetzung getroffen werden. Das funktioniert übrigens am besten, wenn man dafür denselben Messrhythmus wählt – etwa immer morgens nach dem Aufstehen, aber vor dem Frühstück. Grundsätzlich kann ein kleines Armband niemals so genaue Werte ermitteln, wie eine professionelle Köperfettwaage oder die Bioelektronische Impedanzanalyse beim Arzt, aber es kann durchaus hilfreich sein, um Trends zu erkennen: Selbst wenn die Werte um bis zu fünf Prozentpunkte abweichen vom tatsächlichen Körperfettanteil, weiß man ja, sobald es weniger oder mehr Körperfett wird,  dass man auf dem richtigen beziehungsweise falschen Weg ist.

Der TomTom Touch Cardio + Body Composition ermittelt nicht nur eure Fitness, sondern auch euer Körperfett.(© 2018 TomTom)

Die Pulsmessung funktioniert beim TomTom Touch Cardio + erstaunlich genau, allerdings muss man sportliche Aktivitäten manuell starten, das ist etwas schade, weil viele Fitnesstracker Sportarten schon automatisch erkennen. Dafür soll der Akku laut Hersteller bis zu fünf Tage lang halten. Abgerundet wird die Ausstattung durch Notifications bei eingehenden Anrufen oder Benachrichtigungen auf dem Smartphone – leider nur mit einem Hörer- oder Nachrichtensymbol und ohne Infotext, wer anruft oder schreibt. Trotzdem bekommt ihr mit dem TomTom Touch Cardio + Body Composition für derzeit rund 110 Euro (UVP) einen sportlichen Alltagsbegleiter mit dem spannenden Zusatz-Feature der Körperzusammensetzung. Zum Schwimmen ist das smarte Armband, das besonders bei Frauen gut ankommt, allerdings nicht gedacht, da es nur spritzwassergeschützt ist.

Der Fitness-Allrounder, wahlweise mit Musikplayer

Für Wasserratten empfehlen wir die sportlich-schlichte TomTom Spark 3 Cardio + Musik GPS-Uhr, die alle Indoor- und Outdoor-Aktivitäten aufzeichnet, selbst Schwimmtraining und Workouts im Fitnessstudio. Der Herzfrequenzmesser ermittelt nicht nur die Trainingsbelastung, sondern auch über den sogenannten VO2max-Wert auch euer Fitnessalter. Die Uhr zeigt euch, welches Training euch wirklich voran bringt beziehungsweise fitter macht, egal ob ihr an Geschwindigkeit, Kraft oder Ausdauer gewinnen wollt. Mit 50 personalisierten Workouts können Nutzer ihre Fitnessziele individuell verfolgen. Der eingebaute Musikplayer sorgt dabei für Unterhaltung und bietet Speicherplatz für bis zu 500 Songs – so kann das Smartphone beim Training zuhause bleiben. Smartphone-Notifications, Touchdisplay und die üblichen Activity-Tracker-Funktionen machen die Fitnessuhr auch absolut alltagstauglich.

TomToms Spark 3 ist der Allround-Begleiter für Hobbysportler zum fairen Preis.(© 2018 TomTom)

Erhältlich ist die Spark 3 Cardio + Musik für aufgerundet 210 Euro (UVP). Inklusive passender Bluetooth-Kopfhörer gibt es die Fitnessuhr Spark 3 + Musik auch im Paket für 200 Euro – allerdings ohne Herzfrequenzmesser, daher auch der günstigere Preis. Hieran sollte man bei einer Fitnessuhr allerdings nicht sparen, finden wir. Schließlich sollten auch Freizeitathleten ihre sportliche Belastung und Fitnessfortschritte analysieren können. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte und sagt, dass er oder sie auf den Musikspeicher verzichten kann, weil er sowieso nur Musik streamt und das Smartphone auch beim Training immer dabei ist, der kann mit dem TomTom Spark 3 Cardio 50 Euro sparen. Achtet also beim Kauf der Spark 3, die es in Schwarz und Türkis gibt, darauf, dass ihr auf jeden Fall die Cardio-Version erwischt: Sie steht für den Herzfrequenzmesser, während die Musik-Version mit integriertem Speicher kommt.

Die Routen-Uhr für passionierte Läufer

Passionierte Läufer setzen am besten auf die TomTom Runner 3 Cardio: Sie bietet alles, was das Läuferherz begehrt – vorausgesetzt, ihr wählt auch bei diesem Modell die Cardio-Ausführung mit Herzfreuquenzmesser. Ausgestattet mit einem Pulssensoren und GPS erkennt sie fünf verschiedenen Herzfrequenzbereiche und verfügt über eine automatische Pausen-Funktion, etwa wenn ihr an der Ampel stehenbleibt. Außerdem ermöglicht sie Intervalltraining und hat einen Rennmodus, mit dem ihr eure Läufe vergleichen könnt. Über die Erholungsanzeige erfahrt ihr eure voraussichtliche Regenerationszeit. Mit den innovativen Trainingsmodi können Nutzer ihr Training individuell planen, sich auf Wunsch über Audio-Feedback motivieren lassen und persönliche Trainingsziele verfolgen.

Das Highlight aber ist die Routen-Funktion: Nutzer können über die TomTom Sports-App Routen beliebiger Webseiten auf die Uhr laden und sich übers Handgelenk ans Ziel, beziehungsweise sicher zurück lotsen lassen. Darüber hinaus unterstützt die TomTom Runner 3 Cardio aber auch andere Sportarten. Sie ist bis zu 40 Meter wasserdicht und fungiert auch im Alltag als zuverlässiger Activity Tracker. Für 199 Euro ist der schwarz-grüne Renner von TomTom erhältlich – aber aufgepasst: Aktuell gibt es die TomTom Runner 3 Cardio + Musik im Angebot für 209 Euro (UVP) inklusive Musikplayer und Speicher für etwa 500 Songs.

Die TomTom Runner 3 Cardio weist euch beim Laufen sogar den Weg.(© 2018 TomTom)

Die robuste Multi-Sportuhr für Winter- und Outdoor-Sportler

Ein eingebauter Herzfrequenzmesser, GPS, Kompass und Höhenmesser, jede Menge Sensoren mit Echtzeitstatistiken und verschiedene Trainings-Modi, etwa zum Wandern, Radfahren, Schwimmen, Laufen, Trail-Running, Skifahren oder Snowboarden: Das bietet die leistungsstarke Multisport-GPS-Uhr TomTom Adventurer. Dabei soll sie auch erkennen, wenn ihr eine Ski-Pause macht und im Lift nach oben fahrt und die Routen-Funktion ist ebenfalls wieder mit dabei. Selbst unter Wasser behält die Adventurer den Durchblick und ermittelt zum Beispiel die Rundenzeit im Pool oder wilde Fluss-Paddeltouren. Sie ist laut Hersteller nicht nur bis zu 40 Meter wasserdicht, sondern auch sonst recht hart im Nehmen bei jeglichen Outdoor-Sportarten.

TomTom Adventurer: Die GPS-Uhr für ambitionierte Outdoor-Sportler macht einiges mit.(© 2018 TomTom)

Trotz ihrer Robustheit kann auch die Sportuhr, die in Schwarz oder Schwarz-Orange erhältlich ist und 2017 mit dem IF Design Award ausgezeichnet wurde, auch im Alltag als stylischer, wenn auch recht großer, Fitnesstracker mit Smart-Notifications überzeugen – selbst wenn das Wearable hauptsächlich ambitionierte Sportler anspricht, die über VO2max und das persönliche Fitness-Alter hinaus auch Intervalltraining, verschiedene Trainingsbereiche, einen Rennmodus und vieles mehr auf der Uhr verfolgen wollen. Übrigens hat der auch einen Musikplayer an Bord und bietet Platz für drei Gigabyte Musik, also etwa 500 Songs. Mit Musik, GPS und Pulsmessung soll der Akku laut TomTom bis zu fünf Stunden durchhalten. Der Kostenpunkt liegt bei rund 300 Euro (UVP).

Die Uhr speziell für Golfer

Besondere Hobbys erfordern besondere Wearables: Auf dem Golfplatz kommt es vor allem auf Orientierung und Distanzen, sprich auf die GPS-Funktionen an. Und die bietet die TomTom Golfer 2. Neben dem üblichen 24/7-Aktivitäts-Tracking bringt sie ähnlich wie die Uhren von Garmin besondere Funktionen speziell für Golf-Fans aufs Handgelenk: Über die automatische Schlagerkennung hinaus findet die GPS-Sportuhr Hindernisse und Distanzen auf über 40.000 Golfplätzen. Das erklärte Ziel: Nutzer zu einem besseren Golfer zu machen durch Live-Coaching und Performance-Auswertungen nach dem Spiel.

Fazit und Ausblick

Der niederländische Navigationsexperte TomTom hat Ende 2017 ein Software-Update auf der Runner 3, der Spark 3 sowie der Adventurer veröffentlich, das Hobbysportler wie passionierte Athleten dabei unterstützt, ihre Fitnessdaten nicht mehr bloß zu dokumentieren, sondern darauf abgestimmte Workouts zusammenzustellen. Mit diesem nützlichen Praxisbezug  ist TomTom den Konkurrenten einen kleinen Schritt voraus. Auch das Feature "Fitness-Alter", das auch Garmin oder Fitbit nutzen, ist überaus nützlich und gibt Aufschluss über die Ausdauerleistung in Relation zum Alter. Im nächsten Artikel schauen wir uns die Produkte von Fitbit mal genauer an.

Falls ihr noch gar nicht so genau wisst, mit welchem Anbieter ihr am besten beraten seid, könnten Jans Empfehlungen zum besten Fitnesstracker beziehungsweise der besten Smartwatch Orientierung liefern. Einen Ratgeber zum Thema Triathlon, und warum ihn jeder schaffen kann, haben wir ebenfalls für euch – genauso wie das ideale Workout für Läufer.

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