Welche Stars sind ihr Geld wert – und wer ist überbezahlt?

Gleich zwei Gewinner des Jahres waren 2017 im Dschungel.
Gleich zwei Gewinner des Jahres waren 2017 im Dschungel.(© 2018 Sony Pictures)

Immer wieder gibt es in Hollywood Namen, bei deren Klang die großen Studios schon Dollarzeichen in den Augen haben. Zurecht? Gibt es wirklich noch die Superstars, die jeden Film zum Hit machen? Die Redaktion hat nachgesehen, wer 2017 wirklich ein Hit war – und wer seine Gage nicht eingespielt hat.

Früher war alles einfacher. In den ersten Jahrzehnten von Hollywoods Aufstieg zum wichtigsten Unterhaltungsproduzenten der Welt waren die Stars an der Leine. Viele Studios hatten mit ihren Goldkindern Exklusiv-Verträge, sie durften also ohne Zustimmung des Studios in keinen anderen Filmen mitspielen als den eigenen – und brachten mit ihrem Star-Appeal sicheres Geld ein. Erst in den 50er Jahren brach dieses System zusammen. Heute sind die Stars weitgehend frei und entscheiden selbst, in welchen und in wie vielen Filmen sie pro Jahr zu sehen sind. Wer also räumte 2017 ab? Und wer nicht?

Diese Stars sind Kassenmagneten

Emma Watson: Obwohl die junge Britin mit "The Circle" auch einen derben Flop hinlegte, ist sie als Belle in "Die Schöne und das Biest" doch der größte weibliche Star – und der Film spielte weltweit 1,2 Milliarden Dollar ein und holte sich Platz drei der Jahrescharts. Das ist umso erstaunlicher, weil Watson in ihrer Zeit nach "Harry Potter" nur selten Interesse an potenziellen Blockbustern zeigte und lieber in kleineren Projekten mitwirkte. Ihre Platzierung als Kassengold wird sie 2018 aber nicht verteidigen können – die 27-jährige in Paris geborene Britin wird dieses Jahr nicht auf der Leinwand zu sehen sein.

Mit "The Circle" hatte sie Pech, als Belle eroberte sie Herzen: Emma Watson.

Karen Gillan: Karen wer? Bisher kannten hauptsächlich "Dr. Who"-Fans in aller Welt die Schottin, da sie von 2008 bis 2013 die "Companion" des Doctors war und als Amy Pond eine der beliebtesten überhaupt. Aber 2017 ging für sie auch der Kinostern auf. War sie als Nebula in "Guardians of the Galaxy Vol. 2" noch kaum erkennbar unter all der Schminke, so gelang ihr mit "Jumanji – Willkommen im Dschungel" auch mit ihrem eigenen Gesicht ein Megahit. Mit Emma Watson teilte sie dazu einen Auftritt in "The Circle", in dem sie Watsons beste Freundin spielte. Aber mit zwei Filmen in den Top Ten ist sie die Königin der Schauspielerinnen. Und auch 2018 dürfte sie in einem der erfolgreichsten Filme das Jahres dabei sein: Nebula kehrt in "Avengers: Infinity War" auf die Leinwand zurück.

Dwayne Johnson: Der Muskelberg ist seit Jahren unterwegs an die Spitze der Hollywood-Actionstars und hat es 2017 endlich geschafft. Mit seinen Hauptrollen in "Fast and Furious 8" und "Jumanji – Willkommen im Dschungel" landete er gleich zwei Megaerfolge im Jahr 2017. Und legt gleich nach: Mit "Rampage" und "Skyscraper" hat er auch 2018 zwei heiße Eisen im Feuer, mit denen er seinen Ruf als Megastar noch weiter festigen könnte. Und auch für die kommenden Jahre sein seine Auftragsbücher voll mit Fortsetzungen von Kinohits und neuen Franchises wie dem DC-Schurken "Black Adam". Ob das den mauen "Baywatch" vergessen macht?

Diese Stars sind Kassengift

Jennifer Lawrence: Kein Zweifel, eigentlich ist die streitbare Schauspielerin mit klaren Ansichten zur Gleichstellung von Frauen und dem Recht auf Spaß "Everybody’s Darling" in Hollywood. Nur – an der Kinokasse hat man davon auch 2017 nichts gemerkt. Seit ihren Erfolgen in "Die Tribute von Panem" und den "X-Men"-Filmen ist in Sachen Kassenerfolg Ebbe bei der 27-jährigen. Sowohl "Passengers" Anfang 2017 als auch "Mother!" floppten bei Publikum und den meisten Kritikern. Und auch ihr neuer Streifen "Red Sparrow" (Start 1. März), in dem sie zum ersten Mal vor der Kamera blank zieht, findet bei Kritikern nur wenig Zuspruch. Vielleicht kann sie mit "X-Men: Dark Phönix" endlich mal wieder einen Hit landen. Ihre Zeiten als Erfolgsgarant sind jedenfalls für den Moment vorbei.

Beliebt, aber 2017 nicht an der Kinokasse: Jennifer Lawrence.

Tom Cruise: Der Mann ist eigentlich seit Jahrzehnten mit wenigen Ausnahmen pures Kassengold und gilt als einer der dienstältesten Megastars überhaupt. Eine dieser Ausnahmen war 2017. Denn mit "Die Mumie" konnte er gerade so ein die Gewinnzone kommen, vernichtete aber sämtliche Pläne von Universal für ein "Dark Universe" mit klassischen Filmmonstern. Und der wirklich gute "Barry Seal" spielte bei Kosten von etwa 50 Millionen plus Werbebudget etwa 125 Millionen ein – für Tom Cruise eher ein schlechtes Jahr. Allerdings steht mit "Mission Impossible: Fallout" für 2018 ein potenzieller Megahit in den Startlöchern, um Cruises Ruf wieder aufzupolieren. Und die Fortsetzung von "Top Gun" kommt ja auch noch.

Dane DeHaan: Der junge Amerikaner hatte 2017 offenbar die Seuche. Er war in gleich drei Filmen zu sehen – und alle drei floppten an den Kinokassen. Der wirre Horrorfilm "A Cure for Wellness" kostete 40 Millionen Dollar – und spielte 26 Millionen ein. "Tulpenfieber", ein Historienfilm, der bereits 2014 gedreht worden war, kam auf 8 Millionen bei Kosten von 25 Millionen. Und "Valerian und die Stadt der tausend Planeten" kostete etwa 200 Millionen Dollar und brachte etwa 225 Millionen ein. Die Kosten für Werbung und PR dürften auch diesen Film weit in die Miesen schießen. Schlimmer als DeHaan 2017 kann es einen Schauspieler kaum beuteln. Bleibt zu hoffen, dass er seinen Ruf als "Kassengift" 2018 loswerden kann.

Flopkönig Dane DeHaan: Läuft 2018 besser für ihn?

Kinokönig Disney

Und welche Studios sind Sieger und Verlierer? Das ist 2017 sehr eindeutig. Disney bringt mit "Star Wars: Die letzten Jedi", "Die Schöne und das Biest", "Guardians of the Galaxy 2", "Spider-Man: Homecoming" und "Thor: Tag der Entscheidung" gleich fünf Filme in die Top Ten und gewinnt dieses Rennen mit großem Abstand. Paramount hingegen brachte uns "Transformers: The Last Knight", "Ghost in the Shell", "Baywatch" und "Mother!". Auch wenn keiner dieser Filme ein Megaflop war, so blieben sie doch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Und 2018 hat das Studio gleich zwei potenziell interessante Filme – "Das Cloverfield Paradox" und "Auslöschung" - an Netflix verscherbelt, statt sie weltweit in die Kinos zu bringen. Bei den großen Studios war Paramount damit der klare Verlierer.


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