Welcher Browser hat die Nase vorn?

Es ist ein bisschen wie der Kampf David gegen Goliath – der renommierte Browser Internet Explorer von Microsoft gegen den Grünschnabel Chrome von Google. Nur je nach Perspektive ist bei diesem Kampf der eine oder der andere der Gewinner.

Wenn man sich durch die Artikel klickt, loben die einen den Internet Explorer als nach wie vor beliebtesten Browser. Die anderen wiederum konstatieren sinkende Marktanteile und applaudieren Googles Browser Chrome, der sich seit geraumer Zeit über steigende Anteile freuen darf. Selbst die Marktforschungsunternehmen Stat Counter und Net Applications, die jetzt ihre Statistiken zur Browser-Nutzung veröffentlicht haben, sind sich uneinig.

Während Stat Counter dem IE 39 Prozent Marktanteil zuschreibt, Firefox 25,3 Prozent und Chrome 27,3 Prozent sieht Net Applications den Internet Explorer mit 52 Prozent deutlich vorn, gefolgt vom Firefox mit 21,8 Prozent und Google Chrome mit 19,1 Prozent.

Fakt ist: Der Internet Explorer hat zwar immer noch die Nase vorn was die Marktanteile anbelangt, er hat aber auch deutlich verloren im Vergleich zum Vorjahr. Dafür konnte Googles Browser Chrome deutlich zulegen, während sich bei den Marktanteilen des Firefox nicht viel getan hat. Und darin sind sich auch die Experten einig.

Ob Google Chrome auch 2012 so deutlich zulegen kann wie im vergangenen Jahr, bleibt abzuwarten. Ewig kann dieses starke Wachstum natürlich nicht weitergehen, aber vor allem Microsoft muss sich etwas einfallen lassen, um nicht noch weiter abzurutschen. Denn mit dem Erfolg des Internet Explorer hängt auch der Erfolg der Suchmaschine Bing zusammen. Da im Firefox Google als Standardsuchmaschine geführt wird, ist es für Microsoft enorm wichtig, dass der IE Marktanteile gewinnt, wenn der Konzern aus Redmond auch im Suchmaschinengeschäft eine Rolle spielen will.