Die fünf besten WhatsApp-Alternativen: Diese Messenger haben keine Werbung

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Nicht nur WhatsApp bietet praktische Chat-Funktionen.
Nicht nur WhatsApp bietet praktische Chat-Funktionen.(© 2018 Shutterstock / GaudiLab)

WhatsApp ist zwar kostenlos, in Zukunft wird sich der Messenger allerdings mit Werbeeinblendungen finanzieren. Es gibt aber genug andere Nachrichten-Apps, die keine Werbung anzeigen. Die besten Alternativen zu WhatsApp findet ihr hier.

2014 kaufte Facebook WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar, machte den Messenger anschließend kostenlos und führte 2016 eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Bei dem Kaufpreis will Facebook aber auch irgendwann Geld verdienen. Ein Weg dahin ist Werbung, die spätestens 2019 in den Status genannten Stories, die von Snapchat und den Instagram-Stories inspiriert sind, angezeigt werden soll. Schreckt euch der Gedanke an Werbung ab, dann haben wir hier einige Alternativen für euch, die sowohl unter Android als auch unter iOS funktionieren und auch auf dem PC nutzbar sind – meistens über den Browser.

Threema: Das Schweizer Messenger-Taschenmesser

Die Schweizer App Threema verschlüsselt Nachrichten seit jeher nach dem End-to-End-Prinzip. Bei diesem Messenger konnte der Betreiber noch nie die Nachrichten der Nutzer mitlesen. Für mehr Vertrauen in die ausgetauschten Schlüssel sorgen IDs, die ihr bei persönlichen Treffen auf den Smartphones eurer Kontakte per QR-Code einscannt. Seine Unabhängigkeit sichert sich der Dienst mit einem Preis von drei Euro für die iOS- und Android-App. Dafür bleibt ihr dann auch von Werbung verschont. Nachteil: Die Software ist nicht von unabhängigen Entwicklern überprüfbar.

Threema ist frei von Werbung.(© 2018 CURVED)

Bei Threema stört euch zwar keine Werbung, im Vergleich zu WhatsApp müsst ihr allerdings auch auf die integrierte Gif-Suche verzichten und könnt zwar Telefonate über die App starten, aber keine Videochats. Dafür ist eure Threema ID aber weder an eine Telefonnummer noch an eine E-Mail-Adresse gebunden und sorgt so für eine stärker geschützte Privatsphäre. Threema ist allerdings nicht kostenlos. Ihr bekommt die App für 2,99 Euro.

Telegram: Praktisch, aber nicht so sicher wie versprochen

Telegram bot ebenfalls schon vor WhatsApp verschlüsselte Chats an, die aber nur dann Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, wenn ihr einen geheimen Chat startet. Telegram nutzt wie WhatsApp eure Telefonnummer zur Identifizierung und lässt sich auf verschiedenen Geräten nutzen – was aber Dritten das Mitlesen deutlich leichter macht als bei anderen Apps. Vorteil Telegram: Schon lange vor WhatsApp konntet ihr Sticker in der WhatsApp-Alternative nutzen und verschicken.

Telegram nutzt die Telefonnummer zur Identifikation.(© 2018 CURVED)

Signal: Die beste Verschlüsselung

Im Gegensatz zu Threema und Telegram ist Signal ein Open-Source-Messenger, dessen Quellcode einseh- und überprüfbar ist. Das hat der App sogar die Empfehlung des NSA-Whistleblower Edward Snowden eingebracht. Signal bietet aber nicht nur Chats, die Ende-zu-Ende gesichert sind, sondern ersetzt wahlweise die Standard-SMS-App auf dem Smartphone – zumindest unter Android – und macht so den Umstieg etwas leichter, wenn ihr noch nicht so viele Kontakte zum Chatten in der App habt.

Signal glänzt durch eine starke Verschlüsselung.(© 2018 CURVED)

Zuletzt gelang es dem Team von Signal sogar die Metadaten überflüssig zu machen. Das bedeutet, dass Geheimdienste oder andere Überwacher nicht nur die Nachrichten nicht mitlesen können, sondern auch nicht nachvollziehen können, wer wann mit wem geschrieben hat, was bei WhatsApp und den anderen sicheren WhatsApp-Alternativen immer noch möglich ist. Den Machern der App ist eine weite Verbreitung einer sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung so wichtig, dass sie WhatsApp nicht nur ihren Open Source Code angeboten haben, sondern auch bei der Implementierung geholfen haben.

Facebook Messenger: Konkurrenz aus dem eigenen Haus

Mit dem Facebook Messenger hatte das soziale Netzwerk bereits vor dem Kauf von WhatsApp einen eigenen Messenger und hat ihn in den letzten Jahren um immer weitere Funktionen ergänzt. Mit der Zeit war die Chat-App so überfrachtet, dass Facebook zuletzt massiv aufgeräumt und viele für eine Messenger-App unwichtige Funktionen gestrichen hat. Geblieben sind aber eine die Möglichkeit von Telefonverbindungen und Video-Chats und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die allerdings nicht verhindert, dass Facebook mitlesen kann.

Der Facebook Messenger ist WhatsApp-Konkurrenz aus dem eigenen Haus.(© 2018 CURVED)

Wenn ihr das soziale Netzwerk bereits nutzt, müsst ihr keine weiteren Daten von euch preisgeben. Für die WhatsApp-Alternative braucht ihr nur euer Facebook-Konto und müsst keine weitere Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben. Wenn ihr dem sozialen Netzwerk aber eigentlich gar keine Daten geben wollt, dann wäre der Facebook Messenger natürlich die falsche Wahl.

Google Allo: Der Google-Messenger

Um Google Allo nutzen zu können, braucht ihr nicht zwangsweise ein Google-Konto. Der Messenger nutzt die Telefonnummer zur Identifizierung und fügt über diese auch neue Kontakte aus eurem Adressbuch hinzu. Das Alleinstellungsmerkmal der WhatsApp-Alternative ist die Integration des Google Assistant, der euch nicht nur unterhält, sondern auch Fragen beantwortet oder sich Aufgaben übertragen lässt. Nachteil: Die Chats bei sind nicht immer verschlüsselt. Für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung müsst ihr einen Inkognito-Chat starten – und selbst da kann Google durchaus mitlesen.

Google Allo bietet viele Möglichkeiten, Chats optisch aufzumöbeln.(© 2018 CURVED)

Bonus: iMessage, die WhatsApp-Alternative für die Apple-Welt

Mit iMessage oder Nachrichten, wie die App auf Deutsch heißt, hat Apple seinen eigenen sicheren Messenger. Allerdings gibt es ihn nur für die hauseigenen Geräte. Sprich: Ihr könnt den Messenger zwar auf dem iPhone, iPad oder Mac verwenden, allerdings nur um mit anderen Nutzern dieser Geräte in Kontakt zu bleiben. Trotz aller Vorzüge, wie einem eigenen App Store, einer Emoji-Erkennung, Digital Touch oder den Animojis und Memojis braucht ihr neben iMessage mindestens einen weiteren Messenger, um mit Android-Smartphones chatten zu können.

iMessage auf dem iPhone X(© 2018 CURVED)
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