Die 10 besten WhatsApp-Alternativen - ohne Datenaustausch mit Facebook

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Es muss nicht WhatsApp sein: Die Auswahl an Messengern ist groß.
Es muss nicht WhatsApp sein: Die Auswahl an Messengern ist groß.(© 2016 istock.com/Neustockimages)

Im Frühjahr 2016 führte WhatsApp zwar eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Chats ein, brachte aber im August Nutzer dazu, sich nach anderen Messenger umzusehen. Mit der Ankündigung, zweieinhalb Jahre nach dem Kauf durch Facebook erstmals Daten mit dem sozialen Netzwerk auszutauschen. Wir haben da ein paar Vorschläge für Apps, mit denen Ihr anstelle von WhatsApp chatten könnt.

Threema

Die Schweizer App Threema verschlüsselt Nachrichten seit jeher nach dem Ende-zu-Ende-Prinzip. Bei diesem Messenger konnte der Betreiber noch nie die Nachrichten der Nutzer mitlesen. Für mehr Vertrauen in die ausgetauschten Schlüssel sorgen IDs, die Ihr bei persönlichen Treffen auf den Smartphones Eurer Kontakte einscannt. Seine Unabhängigkeit sichert sich der Dienst mit einem Preis von drei Euro für die iOS- und Android-App. Dafür bleibt Ihr dann auch von Werbung verschont. Nachteil: Die Software ist nicht quelloffen und damit nicht von unabhängigen Entwicklern überprüfbar.

Threema(© 2016 CURVED)

Telegram

Telegram bot ebenfalls schon vor WhatsApp verschlüsselte Chats an, die aber nicht Standard sind, sondern nur Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, wenn Ihr einen geheimen Chat startet. Wie bei Threema ist der Quellcode proprietär und damit nicht einseh- und überprüfbar. Telegram nutzt zwar auch Eure Telefonnummer zur Identifizierung, funktioniert dafür aber parallel auf mehreren Geräten wie PC, Tablet oder Smartphone und ist wie Whatsapp für zahlreiche Betriebssysteme verfügbar.

Telegram(© 2016 CURVED)

Signal

Signal ist ein Open-Source-Messenger, der auch SMS verschicken und verschlüsseln kann. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hält viel von der App und empfiehlt sie eindringlich. Signal kann die Standard-SMS-App ersetzen und bietet sich damit auch als Zweit-Messenger unter iOS und Android an, wenn Ihr nur wenige Kontakte zum Chatten habt. Den Machern der App ist eine weite Verbreitung einer sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung so wichtig, dass sie WhatsApp nicht nur ihren Open Source Code angeboten haben, sondern auch bei der Implementierung geholfen haben.

Signal(© 2016 CURVED)

iMessage

Apples iMessage bietet sich nur als Alternative zu WhatsApp an, wenn Ihr ein iPhone besitzt. Zweiter Nachteil des mit iOS 10 deutlich ausgebauten Messengers: Ihr könnt über ihn nur mit anderen iPhone-Besitzern chatten. Trotz aller neuen Vorzüge, wie einem eigenen App Store, einem Emoji-Scanner und Digital Touch braucht Ihr mindestens einen weiteren Messenger, um mit Android-Nutzern chatten zu können.

iMessage(© 2016 CURVED)

Surespot

Neben Signal ist Surespot ein weiterer Messenger, der von Anfang an auf seine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt und dessen quellcode einseh- und überprüfbar ist. Für ein Nutzerkonto bei Surespot müsst Ihr weder eine Telefonnummer noch eine E-Mail-Adresse angeben. So hinterlasst Ihr sehr wenige Datenspuren, müsst aber Eure Kontakte mit mehr Aufwand zusammentragen. Die App, deren Funktionsumfang anderen Messengern in kaum etwas nachsteht, ist für iOS und Android verfügbar.

Surespot(© 2016 CURVED)

Viber

Für Viber braucht Ihr Euch nicht zu registrieren, andere Nutzer einladen oder einen Aliasnamen anlegen. Der Messenger nutzt euer bestehendes Adressbuch und steht neben iOS und Android auch für die Windows und die Desktop-Nutzung zur Verfügung. Euch erwartet der typische Messenger-Funktionsumfang, aber keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Viber(© 2016 CURVED)

Line

Line steht nicht mit Facebook in Verbindung. Und Ihr identifiziert Euch über eine Line-ID und nicht mit der Telefonnummer. Mit einer für all Eure Kontakte einsehbaren Timeline hat sich der Messenger schon fast in ein soziales Netzwerk verwandelt, bietet aber nach wie vor alle wichtigen Messenger-Funktionen wie Gruppenchats, Sprach-Nachrichten, Videoanrufe oder Emoticons und Sticker. Auf eine Verschlüsselung der Nachrichten müsst Ihr allerdings verzichten.

Line(© 2016 CURVED)

Facebook Messenger

Es klingt merkwürdig, aber wenn Ihr nicht wollt, dass Facebook Eure Telefonnummer von WhatsApp erhält, dann könnt Ihr zum Facebook Messenger wechseln. Denn für den Messenger braucht Ihr nur ein Facebook-Konto und müsst Eure Telefonnummer nicht angeben. Wenn Ihr dem sozialen Netzwerk aber eigentlich gar keine Daten geben wollt, dann wäre der Facebook Messenger natürlich die falsche Wahl.

Facebook Messenger(© 2016 CURVED)

Google Hangout / Google Allo

Für alle mit einem Google-Konto bietet sich Hangout als Messenger an, der auch Videotelefonie beherrscht und im Browser funktioniert. Eure Telefonnummer müsst Ihr nicht preisgeben, sondern nur über ein Nutzerkonto bei Google verfügen. Nachteil: Die Chats sind nicht verschlüsselt und funktionieren nur mit anderen Google-Nutzern. Mit Allo steht allerdings der nächste Messenger von Google bereit.

BlackBerry Messenger

Der BlackBerry Messenger war einer der Gründe, warum der Smartphone-Hersteller eine zwar inzwischen kleine, aber dafür umso treuere Fan-Gemeinde hat. Inzwischen steht der als BBM abgekürzte Dienst auch als App für Android und iOS zum Download bereit und ist bisher weder mit Facebook noch Google oder Apple verbandelt.

BlackBerry Messenger(© 2016 CURVED)

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