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Gute Nachrichten: WhatsApp-Blockade (erst einmal) vom Tisch

WhatsApp auf einem Samsung Galaxy S10
WhatsApp auf einem Samsung Galaxy S10 (© 2020 CURVED )
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11.05.21 von

Lars Wertgen

Update (12. Mai 2021, 9.30 Uhr): Zu früh gefreut? Ein WhatsApp-Sprecher hat sich zur Anordnung aus Hamburg geäußert, so heise. Diese beruhe auf einem Missverständnis und habe deshalb keine rechtlich zulässige Grundlage. Da die Vorwürfe nicht korrekt seien, habe die Anweisung auch keinen Einfluss auf das Update, das wie geplant zur Verfügung gestellt werde. Das letzte Wort scheint also noch nicht gesprochen.

Ursprünglicher Artikel:

Die Nachricht betrifft fast 60 Millionen Deutsche: Eigentlich wollte euch WhatsApp (indirekt) dazu zwingen, die neuen Datenschutzrichtlinien zu akzeptieren. Ganz nach dem Motto: Keine Zustimmung, keine Features. WhatsApp hat die Rechnung allerdings ohne deutsche Datenschützer gemacht, die die Datenkrake erst einmal in Schach halten.

WhatsApp hatte seinen Nutzern ursprünglich Anfang 2021 und später den 15. Mai als Frist gesetzt, um den neuen Bestimmungen zuzustimmen oder sie abzulehnen – eigentlich. Der Messenger muss den Start seiner neuen Nutzungsbestimmungen abermals verschieben.  Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat eine Anordnung erlassen, die es Facebook verbietet, personenbezogene Daten von WhatsApp für eigene Zwecke zu verarbeiten.

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Mängel beim Datenschutz

Die neuen Bedingungen sehen eigentlich vor, dass WhatsApp unter anderem Standortinformationen und Kommunikationsdaten an Drittunternehmen wie Facebook weitergeben darf. Dafür fehle aber eine rechtliche Grundlage, so die Datenschützer. Die Bestimmungen zur Datenweitergabe seien zudem nicht nur in der Datenschutzerklärung verstreut zu finden, sie seien auch missverständlich und widersprüchlich. Die Hamburger Behörde will außerdem, dass sich der Europäische Datenschutzausschuss mit dem Thema befasst, um eine Entscheidung auf europäischer Ebene beschließen zu lassen.

WhatsApp nahezu unbrauchbar?

Bislang hieß es, wer die Frist verstreichen lasse und den neuen Nutzungsbestimmungen nicht zustimme, der könne zahlreiche Features der App nicht mehr nutzen. Der Messenger wäre für euch nahezu nicht mehr zu gebrauchen:

Sollte WhatsApp das Update doch (oder später) freischalten, droht euch aber nicht direkt der Verlust der Funktionen. Die Verantwortlichen haben ihre ursprüngliche Formulierung aufgeweicht. Demnach blockiert die App nicht sofort am 15. Mai wichtige Features, sondern erst nach und nach und zunächst mit weniger Einschränkungen.

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