WhatsApp darf keine personenbezogenen Daten mehr an Facebook weitergeben

WhatsApp hat seine Nutzungsbedingungen im August 2016 aktualisiert
WhatsApp hat seine Nutzungsbedingungen im August 2016 aktualisiert(© 2016 CURVED)

Schluss mit der Weitergabe und Erhebung von Daten? Das Hamburger Verwaltungsgericht hat nun entschieden, dass WhatsApp in Deutschland keine personenbezogenen Informationen mehr an Facebook senden darf. Zuvor von dem Unternehmen gesammelte Daten werden jedoch vorerst nicht gelöscht.

Um über WhatsApp gesammelte personenbezogene Daten weiterhin verwenden zu dürfen, müsste Facebook zuvor eine Einwilligung gemäß den Anforderungen der deutschen Datenschutzvorschriften von seinen Nutzern einfordern, berichtet die Tagesschau. Mit dieser Entscheidung hat das Hamburger Verwaltungsgericht die Anordnung des Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar aus dem Jahr 2016 bestätigt.

Ein entscheidender Formfehler

Allerdings ist die Entscheidung für Caspar kein Sieg auf ganzer Linie: Bereits über WhatsApp in den vergangenen Monaten gesammelte Daten von deutschen Nutzern werden nach einem Widerspruch von Facebook nicht gelöscht. Schuld daran sei ein simpler Formfehler in der Anordnung des Hamburger Datenschutzbeauftragten gewesen. Aber auch diese personenbezogenen Daten soll das Unternehmen durch die Entscheidung nicht ohne die Einwilligung der Nutzer verwenden dürfen. Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit aber sicherlich noch nicht gesprochen.

Im August 2016 hat WhatsApp seine Nutzungsbedingungen aktualisiert und Facebook die Möglichkeit eingeräumt, personenbezogene Daten zu sammeln und zu verwenden. Etwa, um personalisierte Werbung anzuzeigen oder Werbung eines Unternehmens einzublenden, mit dem jemand bereits in Kontakt steht. Auch wenn ein Nutzer diesen Nutzungsarten nicht zugestimmt hat, werde Facebook "diese Informationen trotzdem erhalten und für andere Zwecke" nutzen. Was in diesem Fall genau mit den gesammelten Daten geschieht, ist nicht bekannt.


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