WhatsApp: Sicherheitslücke verschafft Unbefugten Zutritt zu Gruppenchats

WhatsApp muss sich offenbar um eine Sicherheitslücke kümmern
WhatsApp muss sich offenbar um eine Sicherheitslücke kümmern(© 2017 CURVED)

Ihr wollt euch selbst in einen Gruppenchat bei WhatsApp einladen, ohne dass jemand aus der Gruppe dies tut? Laut der Ruhr-Universität in Bochum ist das möglich – und zwar bereits seit längerer Zeit. Andere Messenger seien von dem Problem ebenfalls betroffen, hätten aber im Gegensatz zur Facebook-Tochter bereits reagiert.

Allerdings schreiben die Forscher der Bochumer Uni in ihrer Studie auch, dass die Sicherheitslücke bei WhatsApp keinesfalls einfach auszunutzen sei, wie Wired berichtet. Um sich uneingeladen in einen Gruppenchat einschleichen zu können, sei direkter Zugriff auf einen Server des Messenger-Dienstes nötig. Besteht dieser, kann eine unbefugte Person allerdings relativ einfach beliebige Nummern zu einer Gruppen-Konversation hinzufügen.

Nachrichten können blockiert werden

Mit Server-Zugang sei es außerdem möglich, bestimmte Nachrichten zu blockieren, sodass zum Beispiel Fragen von Gruppenteilnehmern nicht mehr durchkommen. Außer WhatsApp sind offenbar auch andere Apps betroffen, namentlich erwähnt werden die Krypto-Messenger Signal und Threema. Allerdings haben diese beiden Dienste die Lücke offenbar bereits gestopft. Die Facebook-Tochter hingegen wisse laut TechCrunch seit Sommer 2017 von dem Problem, habe aber bislang noch nichts dagegen unternommen.

Auch wenn es relativ schwierig ist, die beschriebene Sicherheitslücke auszunutzen, sollte der Messenger-Dienst entsprechende Schritte einleiten. Bleibt zu hoffen, dass WhatsApp in naher Zukunft ein Update veröffentlicht, das den unbefugten Zugang zu Gruppenchats verhindert. Das wäre auf jeden Fall wichtiger als zum Beispiel Sticker und Gruppenanrufe – auch wenn die Features mehr Spaß machen.


Weitere Artikel zum Thema
Portal: Face­book nimmt es mit dem Daten­schutz doch nicht so ernst
Christoph Lübben
Portal ermöglicht Videotelefonie, im Gegenzug erhält Facebook Daten über Anrufe
Mit Portal hat Facebook einen smarten Lautsprecher inklusive Display vorgestellt. Offenbar sammelt das Gerät mehrere Nutzerdaten.
KiKa-Player: Kinder­ka­nal-App für Smart­pho­nes und Tablets gest­ar­tet
Christoph Lübben
Der KiKa-Player dürfte besonders in Kombination mit einem Tablet praktisch sein (Bild: Samsung Galaxy Tab S4)
Der KiKa-Player startet und sorgt für ein großes Angebot an Sendungen für Kinder. Dem Video-Streaming-Dienst mangelt es aber an einer Download-Option.
Google Maps zeigt nun Lade­sta­tio­nen für Elek­tro­au­tos an
Lars Wertgen
Google Maps unterstützt nun die Suche nach Ladestationen für Elektrofahrzeuge
Google Maps hilft euren Elektrofahrzeugen auf dem Weg zu neuer Energie: Die App zeigt nun gezielt Ladestationen an.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.