WhatsApp fünf Jahre hinterher? Das läuft einem Insider zufolge falsch

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WhatsApp: Nicht alles läuft rund
WhatsApp: Nicht alles läuft rund(© 2019 CURVED)

Viele von euch dürften WhatsApp auf ihrem Smartphone installiert haben. Die Anwendung ist seit Langem der Messenger Nummer eins. So gesehen haben die Verantwortlichen sicherlich einiges richtig gemacht. Dennoch: WhatsApp könnte noch besser sein.

Woran das liegt, hat WABetaInfo nun in einem Blog-Post ausführlich beschrieben. Die Webseite gilt als eine der zuverlässigsten Informationsquellen, was kommende Features angeht. Die Macher wissen also lange im Voraus, welche Funktionen die Entwickler des Messengers in der Zukunft einführen werden. Und "lang" ist das Stichwort: Bis Features tatsächlich verfügbar sind, vergehe in der Regel zu viel Zeit. WhatsApp führe neue Funktionen sehr langsam ein. Konkurrent Telegram etwa sei in dieser Hinsicht deutlich schneller.

Komprimierte Fotos und kein Dark Mode

Auch beim Rollout wichtiger Updates hinke WhatsApp der Konkurrenz hinterher. In der Folge geht der Verfasser des Beitrags auf diverse Funktionen ein, die der Messenger aktuell vermissen lässt. Dazu gehöre die Möglichkeit, Fotos unkomprimiert zu versenden. Dass dies im Jahr 2019 nicht ohne Workaround möglich ist, sei unverständlich. Schließlich ermöglichten moderne Smartphone-Kameras Bilder mit Auflösungen von weit über 10 MP.

Kritik muss WhatsApp auch dafür einstecken, dass der Dark Mode nach wie vor auf sich warten lässt. Die Entwicklung daran habe 2018 begonnen – zu einem Zeitpunkt, als viele andere Apps das Feature längst erhalten hatten. Immerhin: Vor Kurzem tauchten in einer Beta Hinweise zu einem Dark Mode auf, wie der folgende Tweet zeigt:

Keine Editiermöglichkeit

Auch was das Bearbeiten und Löschen von Nachrichten angeht, gebe es Optimierungsbedarf. So sollten andere Nutzer etwa nicht erfahren, wenn wir eine Nachricht für alle löschen. Das sei WABetaInfo zufolge schlicht unnötig. Im Rahmen der "Löschen für alle"-Entwicklung habe WhatsApp auch an einer Editiermöglichkeit gearbeitet. Letztendlich sei diese aber zurückgezogen worden.

Es gibt also immer noch keine Funktion, die euch das Bearbeiten von Nachrichten erlaubt. Wenn euch also ein Tippfehler unterläuft, könnt ihr diesen nicht korrigieren. Gerade wenn ihr die Autovervollständigung nutzt, kommt es aber mitunter dazu. Viele Nutzer weisen dann mit einer weiteren kurzen Nachricht auf einen Fehler hin. Eine Editierfunktion wäre jedoch deutlich praktischer.

Zu wenig Privatsphäre bei WhatsApp

Auch die mangelnde Privatsphäre ist dem Insider ein Dorn im Auge. So wünscht er sich etwa eine Möglichkeit, den eigenen Online-Status zu verbergen. Nicht jeder möchte  schließlich, dass alle Kontakte jederzeit sehen können, wann man gerade "on" ist. Überhaupt seien die Privatsphäre-Einstellungen nicht ausreichend.

Ein weiteres Beispiel dafür seien Profilbilder und Status-Updates. Wenn ihr ein neues Bild hochladet, können es all eure Kontakte sehen, wenn sie möchten. Das kann schnell problematisch werden. Schließlich dürften die meisten von euch auch berufliche WhatsApp-Kontakte im Telefonbuch haben. Und mit denen möchtet ihr vermutlich nicht die gleichen Bilder teilen wie mit euren Freunden.

Schlechte Kommunikation

Wie ihr seht, ernten vor allem die Entwickler Kritik – für das Fehlen selbstverständlicher Features. Dabei belässt es WABetaInfo aber nicht. Auch die Kommunikation mit den Nutzern sei nicht zufriedenstellend. In dem Beitrag heißt es sogar, sie sei quasi nicht vorhanden. Der Twitter-Account falle lediglich durch nutzlose Retweets und Empfehlungen auf.

Wünschenswert wäre, dass Nutzer hier Antworten auf Fragen beziehungsweise Lösungen zu Problemen mit dem Messenger erhielten. Das Fazit des Experten fällt ernüchternd aus: WhatsApp scheine nicht an der Community interessiert zu sein. Und wenn es so weitergehe, könnten die Nutzer ihrerseits das Interesse an dem Messenger verlieren.


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