WhatsApp-Kettenbrief warnt vor "Ute Lehr": Das steckt dahinter

Über WhatsApp bekommen einige Nutzer auch nervige Kettenbriefe oder gefährliche Links
Über WhatsApp bekommen einige Nutzer auch nervige Kettenbriefe oder gefährliche Links(© 2017 CURVED)

Augen auf beim Weiterleiten: Derzeit macht offenbar ein Kettenbrief auf WhatsApp die Runde, der euch vor bestimmten Personen warnt. Falls ihr die Meldung von einem eurer Kontakte bekommen habt, könnt ihr diese ignorieren. Zumindest fast: Den Absender solltet ihr nach Möglichkeit darüber aufklären, was er da genau verbreitet.

In einem WhatsApp-Kettenbrief werdet ihr vor"Ute Lehr", "Hannes Bochtler", "Marcel Hohmann" oder anderen erfundenen Kontakten gewarnt, wie PC-Welt berichtet. In dem Text heißt es, dass ihr die Person auf keinen Fall im Messenger als euren Kontakt annehmen solltet. Falls ihr das ignoriert, vernichtet ein Virus angeblich eure Festplatte und infiziert auch die Smartphones eurer Freunde. Zudem heißt es, dass ihr bei einer bestimmten Telefonnummer den Anruf nicht entgegennehmen dürft, da ein Hacker sonst eure Daten klaut. In Wirklichkeit droht allerdings keine Gefahr.

Technisch nicht möglich

Diese Warnung ist frei erfunden – ebenso wie der Zusatz "Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden!". Allein aus technischer Sicht können die im Kettenbrief beschriebenen Situationen nicht eintreffen. Einen Virus könnt ihr euch eher dann einfangen, wenn ihr unachtsam auf einen Link klickt. Hacker kommen bei einem Anruf höchstens ins Gespräch mit euch – nicht aber an eure Daten.

Wenn ihr den Kettenbrief also weiterleitet, macht ihr nur eines: Ihr nervt eure Kontakte und verbreitet womöglich unnötige Panik. Solltet ihr zudem etwa tatsächlich eine Ute Lehr in eurem Freundeskreis haben, könnte diese sich darüber wundern, wieso niemand mehr mit ihr über WhatsApp kommunizieren möchte. Sendet den Kettenbrief also nicht selbst weiter und erzählt dem Absender, wieso er sich das Weiterleiten selbst auch hätte sparen können. Der Text taucht übrigens schon seit über zwei Jahren immer wieder über den Messenger auf, wie Mimikama berichtet.


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