WhatsApp reagiert auf Coronavirus: Erste Maßnahme, um Server zu entlasten

WhatsApp hat offenbar damit begonnen, Statusmeldungen in Videoform zu limitieren
WhatsApp hat offenbar damit begonnen, Statusmeldungen in Videoform zu limitieren(© 2017 CURVED)

Zu den indirekten Auswirkungen des Coronavirus zählt auch eine stärkere Belastung der digitalen Infrastruktur. Nach mehreren Video-Streaming-Anbietern zieht nun offenbar auch WhatsApp Konsequenzen und trifft eine erste Schutzmaßnahme für seine Server.

Eine mächtige Waffe im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist die Selbstisolation in den eigenen vier Wänden. Das aber führt zu einer stark erhöhten Benutzung verschiedenster digitaler Dienste von TV-Streaming bis hin zu Video-Konferenzsystemen und anderen Kommunikationsplattformen. Auch WhatsApp versucht nun wohl die Last auf seinen Servern zu reduzieren, indem es die Status-Funktion einschränkt.

Erster Test in Indien

Wie der WhatsApp-Betatester und Leak-Spezialist WABetaInfo via Twitter mitteilt, handelt es sich bei der Corona-Maßnahme um ein neues Limit für die Länge von Status-Videos. Nutzer können demnach nur noch Videobotschaften mit einer maximalen Laufzeit von 15 Sekunden hochladen. Wie genau die Fehlermeldung aussieht, wenn ihr versucht längere Statusmeldungen in Videoform in eurem WhatsApp-Profil einzustellen, ist nicht bekannt.

Auch können wir aktuell nicht ausprobieren, was in diesem Fall geschieht, weil die Maßnahme WABetaInfo zufolge zunächst nur für Nutzer in Indien gilt. Das Land stellt mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern eine besondere Herausforderung für die digitale Infrastruktur dar. Dementsprechend ist es nachvollziehbar, dass WhatsApp gerade hier nach Lösungen sucht, um seine Server zu entlasten. Der Messenger ist weltweit stark verbreitet und ein Komplettausfall ist unter allen Umständen zu vermeiden.

Sorgt Corona für weitere WhatsApp-Beschränkungen?

Gerade Videoinhalte stellen aufgrund ihres Datenumfangs eine große Belastung für die digitale Infrastruktur dar. Dies ist auch der Grund, weswegen beispielsweise Netflix und Amazon Prime Video bereits die Übertragungsrate ihrer Streaming-Angebote reduziert haben. Gleichzeitig erhöhen Mobilfunkanbieter wie O2 die Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch des monatlichen Datenvolumens, um dem erhöhten Bedarf gerecht zu werden.

Sollte sich die Corona-Krise noch stärker ausweiten, könnten weitere Maßnahmen dieser Art in weiteren Ländern folgen. WhatsApp könnte beispielsweise auch das Upload-Limit gewöhnlicher Videobotschaften herabsetzen oder die Übertragungsqualität von Videoanrufen reduzieren.


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