WhatsApp wird kostenpflichtig – für Großunternehmen

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WhatsApp will die Bindung zwischen Unternehmen und Kunden stärken
WhatsApp will die Bindung zwischen Unternehmen und Kunden stärken(© 2016 CURVED)

Medien, Verkehrsbetriebe, Taxen oder Lebensmittelhändler: WhatsApp ist schon lange kein Messenger mehr nur für private Unterhaltungen. Immer mehr Unternehmen nutzen die App, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Doch die ist dafür gar nicht vorgesehen und konzipiert. Dadurch entstehen Nachteile, die Facebook jetzt beheben will – und fängt nebenbei an mit seinem 19-Milliarden-Dollar-Einkauf Geld zu verdienen.

Spätestens als Facebook die Gebühr für WhatsApp abschaffte und den Messenger komplett kostenlos machte, war klar: Geld muss die teuerste App der Welt auf anderen Wegen einspielen. In einem Blog-Eintrag hat WhatsApp nun eine Vermutung bestätigt: Unternehmen sollen für die Nutzung des Messengers bezahlen. Den Grundstein für seine Business-Pläne hat WhatsApp mit den zahlreichen neuen Funktionen der letzten zwei, drei Jahre gelegt.

Nur große Unternehmen müssen für WhatsApp bezahlen

Die Business-Version von WhatsApp ist allerdings noch nicht fertig. Stattdessen sollen in den nächsten Monaten neue Funktionen getestet werden, die unter anderem die Kommunikation mit einer großen Zahl von Kunden ermöglichen. Das ist mit der aktuellen Version des Messengers, die nur für jeweils einen einzelnen Nutzer gedacht ist, gar nicht möglich. Darüber hinaus müssen Kunden sicher sein, mit wem sie kommunizieren. Sie sollen ja nicht Ratschläge vom berüchtigten "Kundendienst" auf Facebook erhalten, sondern von einer offiziellen Präsenz.

"Unser Ansatz ist ganz einfach: Unser Wissen darüber, wie man Menschen mit einander verbindet, möchten wir jetzt dazu nutzen, Menschen dabei zu helfen, sich mit Unternehmen, die ihnen wichtig sind, zu verbinden."

Die WhatsApp Business-App soll in zwei Varianten erscheinen. Die eine Version ist  kostenlos für kleine bis mittelgroße Unternehmen. Damit dürften etwa der Pizzadienst, Handwerker oder Einzelhändler gemeint sein. "Großunternehmen mit globaler Kundschaft" müssen dagegen für ihre Unternehmenslösung bezahlen. Dafür können Airlines dann aber über Flugzeiten informieren, Onlinehändler Lieferbestätigungen versenden oder Banken über Geldanlagen beraten.


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