WhatsApp: Zitate sollen manipulierbar sein

In WhatsApp ist eine neue Sicherheitslücke aufgetaucht
In WhatsApp ist eine neue Sicherheitslücke aufgetaucht(© 2017 CURVED)

Mit der Zitat-Funktion bietet WhatsApp eine praktische Möglichkeit, in Gruppen-Chats direkt auf Nachrichten anderer Nutzer zu antworten: Es ist auf den ersten Blick ersichtlich, auf welche und auf wessen Aussage ihr euch bezieht. Hundertprozentig verlassen könnt ihr euch darauf jedoch offenbar nicht.

Eine Sicherheitsfirma soll eine Schwachstelle gefunden haben, durch die sich Gruppen-Chats manipulieren lassen, berichtet die New York Times: Technisch versierte Betrüger können Zitate offenbar verändern – und so die Aussagen der zitierten Nutzer verfälschen. Der Text sei dabei frei wählbar. Manipulationen dieser Art könnten die Gruppendynamik negativ beeinflussen. Schließlich ist den Mitgliedern auf den ersten Blick nicht klar, dass der Zitierte die Nachricht nicht selbst geschrieben hat.

WhatsApp sieht keinen Handlungsbedarf

Der Seite Check Point zufolge sei es zudem möglich, den Absender einer zitierten Nachricht zu verändern. Der neue, vermeintliche Verfasser müsse dazu nicht einmal der WhatsApp-Gruppe angehören. Darüber hinaus könnten Betrüger einem Gruppenmitglied eine Privatnachricht senden, die wie eine Nachricht an alle anmutet. Die Antwort des Empfängers ließe sich dann tatsächlich auch von der ganzen Gruppe lesen.

Die Manipulationen sollen allerdings nur den Gruppenmitgliedern möglich sein. Außenstehenden bietet sich diese Gelegenheit angeblich nicht. WhatsApp habe sich laut der New York Times bereits zu der Sicherheitslücke geäußert – und halte diese nicht für kritisch: Zwar bestehe die Manipulationsgefahr tatsächlich, ein Bug sei dies aber nicht.

Die Zugeständnisse, die nötig wären, um gefälschte Zitate zu verhindern, seien einfach zu groß. Unter anderem würden dies den Datenschutz und die Stabilität von WhatsApp gefährden. Mit der sogenannten "End-to-End"-Verschlüsselung des Messengers habe die Sicherheitslücke allerdings nichts zu tun. Diese funktioniere wie vorgesehen.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone Xs und Co.: iOS 12.1 soll Selfies wieder realis­ti­scher machen
Francis Lido1
Selfies mit dem iPhone Xs sollen euch aktuell anders zeigen, als ihr wirklich ausseht
Apple will "Beautygate" bald ein Ende bereiten: iOS 12.1 soll den verantwortlichen Bug adressieren.
iPhone Xr: So viel kostet die Repa­ra­tur bei Apple
Christoph Lübben
Das iPhone Xr sollte euch besser nicht herunterfallen – günstig ist eine Display-Reparatur nicht
Eine Reparatur des iPhone Xr ist günstiger als bei iPhone Xs und Xs Max. Dennoch kostet allein ein neues Display bereits über 200 Euro.
mytaxi: Neues Design macht Buchung bestimm­ter Taxis einfa­cher
Francis Lido
Fahrzeuge mit der mytaxi-App buchen soll jetzt noch einfacher sein
mytaxi spendiert seiner App ein Redesign. Nutzer profitieren vor allem bei der Buchung von speziell ausgestatteten Fahrzeugen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.