Whisper: Flüster-App ist nun 200 Millionen Dollar wert

Über Whisper könnt Ihr mit anderen Nutzern kommunizieren, ohne dass Eure persönlichen Daten weitergegeben werden
Über Whisper könnt Ihr mit anderen Nutzern kommunizieren, ohne dass Eure persönlichen Daten weitergegeben werden(© 2014 Whisper, CURVED Montage)

Das Interesse an Whisper wächst: Das Unternehmen hinter der App, WhisperText LLC, hat eine weitere Finanzspritze in Höhe von 30 Millionen Dollar erhalten. Somit steigt dessen Wert auf rund 200 Millionen Dollar, wie Re/Code aus mehreren Quellen erfahren hat.

Erst vor einem halben Jahr hatte Whisper seine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und 21 Millionen Dollar eingesammelt, die jüngste Runde kommt daher überraschend. Dieses Mal zählen unter anderem Shasta Ventures sowie Sequoia Capital und Lightspeed Venture Partners zu den Geldgebern – die beiden Letzteren hatten sich schon an der ersten Runde beteiligt. Möglicherweise kommt noch mehr Geld zusammen: Angeblich spielt das chinesische Internetunternehmen Tencent mit dem Gedanken, weitere 15 Millionen Dollar aufzubringen.

Wie funktioniert Whisper?

Whisper will Euch eine private und anonyme Plattform bieten, auf der Ihr Euch mit Gleichgesinnten unterhalten könnt. Ihr verfasst dazu kurze Beiträge, die zusammen mit einem Foto angezeigt werden – ohne dass Ihr befürchtet müsst, dass jemand Eure Identität erfährt, wie die Entwickler versprechen. Die Beiträge lassen sich dann mit einem Klick teilen, kommentieren oder loben.

Trend geht in Richtung Geheimniskrämerei

In Zeiten des NSA-Skandals oder auch des Verkaufs von WhatsApp an Facebook wird das Interesse an mehr Privatsphäre im Netz immer größer. Dabei ist Whisper nicht die einzige App, die diese Nachfrage bedient – eine ähnliche Anwendung ist Silence. Wir haben uns die Anwendung hier einmal genauer angeschaut. Wohin der Trend geht, zeigt auch die diesjährige Interactive-Konferenz South by Southwest (SXSW) in Austin: Auch sie steht ganz im Zeichen der Apps für Geheimniskrämer.


Weitere Artikel zum Thema
Dieses Tool zeigt Euch an, welche Apps Eure Daten sammeln
Francis Lido1
MetaMiner soll verhindern, dass Apps Daten über Euch sammeln und verschicken
Das Fraunhofer Institut hat ein neues Datenschutz-Tool vorgestellt, das Euch vor Tracking schützen soll. Noch existiert die App aber nur als Prototyp.
Insta­gram: Neuer Button lässt Euch in Live­stream von Freun­den einstei­gen
Guido Karsten
Wenn Ihr zu zweit in Instagram streamt, werden beide Kamerabilder übereinander angezeigt
Instagram baut sein Live-Streaming-Feature weiter aus. Nun dürft Ihr nicht nur an Streams teilnehmen, sondern sogar Freunde um Einladungen bitten.
Face­book Messen­ger lässt Euch Fotos bald ohne Quali­täts­ver­lust versen­den
Guido Karsten
Der Facebook Messenger lässt Euch 4K-Fotos bald unkomprimiert versenden
Facebook erhöht die Obergrenze für die Auflösung versendeter Fotos. Auch Bilder in 4K könnt Ihr bald ohne Qualitätsverlust verschicken und empfangen.