Wie Fossil die Smartwatch salonfähig macht

Die Skagen Falster 2
Die Skagen Falster 2(© 2018 CURVED)

Von Skagen über Diesel und Emporio Armani: Die Fossil Group hat die IFA 2018 genutzt, um eine Palette neuer Smartwatches auszustellen. Sie alle kommen mit vielen Funktionen, runden Displays und sehen dabei noch verdammt schick aus. Wir haben sie uns angesehen.

Smartwatches sind nur ein Spielzeug für Nerds? Diese Aussage traf vielleicht 2014 noch zu, als Google die erste Version des damals noch Android Wear genannten Betriebssystems vorgestellt hatte – gemeinsam mit der Samsung Gear Live und der LG G Watch. Beide Uhren sehen wenig elegant, dafür aber sehr technisch aus. Mittlerweile ist das ganz anders. Das beste Beispiel sind die Geräte der Fossil Group.

Rund, schick und funktionell

Dazu gehören natürlich Fossils eigene Uhren, die Smartwatches der Q-Serie. In unseren Tests überzeugten die Smartwatches stets mit einer guten Akkulaufzeit, ließen aber einen Herzschlagsensor und teilweise ein vollständig rundes Display vermissen, weil der Helligkeitssensor das Display überdeckte. In Fachkreisen wurde der Look auch "Plattfuß" genannt. Den gibt es bei (den bereits erhältlichen) Uhren Q Venture HR und der Q Explorist HR nicht mehr. Stattdessen ist das Display bei beiden kreisrund.

Am Namen erkennt man außerdem: Auch den bislang vermissten Herzschlagsensor hat Fossil mit der Uhr nachgeliefert. Das HR steht nämlich für Heart Rate, den englischen Begriff für Herzschlag. Sportler dürfen sich aber nicht nur über den Sensor freuen. Die Uhr ist auch bis 3ATM wasserdicht, eignet sich so auch für Schwimmer. Ein eigenständiges GPS komplettiert das Fitnessangebot. Außerdem spendiert der Hersteller der Smartwatch einen NFC-Chip, die Uhr ist also fit für Google Pay. Habt ihr den Dienst eingerichtet, könnt ihr an geeigneten Kassenterminals mit Hilfe der Smartwatch und ohne Bargeld bezahlen.

Gleiche Funktionen, unterschiedliches Design

Die gleichen Funktionen spendiert die Fossil Group auch den anderen neuen Smarwatches, der Diesel On Full Guard 2.5, der Skagen Falster 2, der Michael Kors Access Runway und der Emporio Armani Connected. Sie alle eint auch die Schnellladefunktion. Ist der Akku leer, soll er in einer Stunde bis zu 80 Prozent Strom nachladen. Außerdem kommt auf allen Uhren Googles Betriebssystem Wear OS zum Einsatz. Das soll dank eines kommenden Updates endlich übersichtlicher werden und einfacher zu bedienen sein. Passend dazu verspricht Fossil, alle Uhren möglichst lange aktuell zu halten und immer neue Updates für die Smartwatches auszuliefern.

Bei so vielen Gemeinsamkeiten darf die Frage erlaubt sein: Worin unterscheiden sich die Uhren eigentlich? Logische Antwort: im Design. Jede Uhr soll das markenübliche Aussehen ins digitale Zeitalter übertragen. So ist die Diesel On Full Guard 2.5 deutlich wuchtiger als etwa die eher schlichte Skagen Falster 2, die Emporio Armani Connected viel eleganter als die Fossil Q Explorist HR.

Der Hintergedanke des Herstellers ist aber klar. Möglichst jeder Smartwatch-interessierte Käufer soll bei Fossil das richtige Modell finden. Helfen sollen dabei jeweils passende Watchfaces, also digitale Zifferblätter. Wer mag, kann auch ein anderes Armband auswählen. Fashion-Freunde haben also jede Menge Auswahl, wenn es darum geht, die passende Uhr zum Stil zu finden. Auf einem anderen Blatt steht allerdings, ob die Uhren den Angaben in der Praxis auch standhalten. Das werden wir dann in diversen Tests herausfinden.


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