Wie Spotify Family mein Leben als Vater vereinfacht

Spotify für Android
Spotify für Android(© 2017 CURVED)

Spotify Family stellt den Familienfrieden wieder her und hilft, ihn aufrecht zu halten. Ein Erfahrungsbericht mit zwei Kindern, mehreren Urlauben und vielen Nachmittagen.

Spätestens als meine Arbeits-Playlist am Nachmittag von "Bibi & Tina" unterbrochen wurde, war klar: Vier Personen sind drei zu viel für einen Spotify-Account.

Von der MP3-Sammlung zu Spotify Family

Ich hatte mir über die Jahre zwar eine umfangreiche MP3-Sammlung zugelegt, aber das Angebot von Spotify war trotzdem so verlockend, dass ich direkt beim Deutschlandstart zuschlug. Fortan lief die Musik per Stream nicht nur auf dem heimischen Rechner, sondern auch auf der Arbeit. Spätestens als der Musikstreaming-Dienst sein Angebot an Hörspielen massiv ausbaute, entdeckten ihn auch meine Kinder. Es war aber auch verlockend einfach sie mit neuen Folgen von "Die Drei ???", "Bibi & Tina" oder "Hanni und Nanni" zu erfreuen.

Das führte zu dem beschriebenen Konflikt, als ich und meine Tochter gleichzeitig etwas hören wollten. Doch für eigene Accounts muss man bei Spotify mindestens 14 Jahre alt sein – und braucht bis man 18 Jahre alt ist streng genommen auch das Einverständnis seiner Eltern. Davon waren meine Kinder damals noch weit entfernt und während man zehn Euro im Monat für Musikstreaming und sich selbst noch ausgibt, wird man bei mehreren Einzel-Accounts für je nach Familiengröße 30 bis 50 Euro oder sogar mehr im Monat knauserig. Da verweist man dann lieber auf die vorhandenen CDs und Kassetten und leiht zur Abwechslung neue aus der Bücherhalle aus.

Die Rettung kam Ende 2014 in Form von Spotify Family. Für weniger als den Preis von zwei Einzelaccounts, kann man inzwischen bis zu sechs Familienmitglieder Musik und Hörspiele streamen lassen. Das Angebot kam für mich genau im richtigen Moment. Zwar braucht jedes Kind für seinen Account eine eigene E-Mail-Adresse, aber die ist bei Bedarf schnell eingerichtet. Seitdem gehören Konflikte, wer etwas auf Spotify hören darf, der Vergangenheit an. Einträchtig sitzen die Kinder in ihren Zimmer und hören, was sie wollen – und ich kann auch frei meine Musik wählen.

Alte und neue Musik entdecken

Irgendwann beginnen die Kinder, sich nicht mehr nur für Hörspiele zu interessieren. Dank Spotify haben sie Zugriff auf ein großes Musik-Angebot. Dies führte dazu, dass im Kinderzimmer nicht nur "Lina" oder "Deine Freunde" liefen, sondern auch Klassiker von den "Beatles", "Linkin Park" oder "Scooter" erklangen. Das Interesse an Musik ist auf jeden Fall breit gefächert und kann dank Spotify bedient werden.

Auch wenn sie es angesichts der immer wieder mit nach Hause genommenen Testgeräte fies fanden, haben meine Kinder erst spät eigene Smartphones bekommen, bzw. noch nicht bekommen: "Ich bin der einzige in meiner Klasse ohne Handy." Aber zuhause erwiesen sich ausgemusterte Smartphones der Eltern als beliebte und erlaubte Abspielgeräte für Spotify. Als Eltern sieht man sich dann nur mit der Aufgabe konfrontiert, den Nachwuchs vom Gadget zu trennen. Vor allem, wenn sie erst einmal Spiele entdeckt haben.

Steht eine längere Autofahrt an, heißt es den Speicher der Smartphones aufzuräumen und mit der Offline-Funktion von Spotify Hörspiele und Musik herunterzuladen. So sind die Kinder unterwegs unabhängig von Internet oder WLAN bestens unterhalten und stellen nicht ständig die Nerv-Frage schlechthin: "Wann sind wir da?"

Die hier beschriebenen Vorteile eines Familienaccounts gelten nicht nur für Spotify Family, sondern für alle Streaming-Dienste mit einem Familientarif. Der kostet bei Apple Music, Deezer, Google Play Music und Amazon Music Unlimited mit 14,99 Euro genau das Gleiche wie bei Spotify.

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