Beats-Übernahme: Will Apple nur den CEO für iTV haben?

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Großer Kopfhörer, kleiner Mann – oder ist es etwa umgekehrt?
Großer Kopfhörer, kleiner Mann – oder ist es etwa umgekehrt?(© 2014 Beats Music, CURVED Montage)

Warum Beats, wo es doch offenbar passendere Alternativen für Apple geben würde? Steve Jobs-Biograph Walter Isaacson hat eine Antwort parat, schreibt Billboard: Eigentlich gehe es Apple nur darum, Beats-CEO Jimmy Iovine für sich zu gewinnen – damit sich dieser bei Apple TV oder gar dem lange spekulierten Fernseher-Projekt iTV einbringt.

Kaum eine Entscheidung von Apple war in letzter Zeit so umstritten wie die geplante Beats-Übernahme: 3,2 Milliarden Dollar für einen Streaming-Anbieter, der dazu gerade einmal 111.000 Nutzer besitzt. Der Erfolg der der Beats-Kopfhörer ist natürlich ein durchaus überzeugendes Kaufargument, auch wenn die Accessoires trotz Coolness-Faktor technisch eher Mittelmaß sind. Geht es nur um das Image der hippen Marke, die von Kult-Rapper Dr. Dre mitbegründet wurde? Keinesfalls, meint Walter Isaacson. Der Steve Jobs-Biograph ist überzeugt davon, dass Apple hauptsächlich an Beats-CEO Jimmy Iovine gelegen ist.

Soll Jimmy Iovine iTV zum Erfolg führen?

Dass Apple dem Musikmogul eine Führungsrolle zukommen lassen wolle, munkelt man bereits seit einiger Zeit. Isaacson liefert aber einen triftigen Grund: Als neuer Content-Chef wäre es seine Aufgabe, sich um Inhalte für Apple TV oder gar iTV zu kümmern. Damit kennt sich der Biograf aus, war es doch in einem seiner Interviews mit Steve Jobs, in dem der 2011 verstorbene Apple-Visionär seine Pläne für ein Fernseh-Konzept offenbarte. Dabei tätigte Jobs kurz vor seinem Tod noch Aussagen wie "Fernsehen ist ein schreckliches Geschäft".

Isaacson untermauert seine Annahme mit Details aus Iovines Vergangenheit, in der sich bereits eine Apple-Partnerschaft abzeichnet: Auf Iovines Bestreben in seiner Position als Label-Chef von Interscope Geffen A&M – das unter der Schirmherrschaft der Universal Music Group steht – habe Universal 2002 erst damit begonnen, Musik über iTunes zu vertreiben. Später habe er sich gar für eine Übernahme der Universal Music Group durch Apple eingesetzt. Nun soll Iovine in Diensten Apples Video-Inhalten den Weg ebnen, wie er es damals für Musik-Downloads tat.


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