Windows 10 S lässt Google nicht als Standard-Suchmaschine zu

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Der Surface Laptop ist mit Windows 10 S ausgestattet
Der Surface Laptop ist mit Windows 10 S ausgestattet(© 2017 Microsoft)

Mit Windows 10 S hat Microsoft eine abgespeckte Version seines aktuellen Betriebssystems angekündigt. Das OS erlaubt keine Installation von Programmen, die nicht im Windows Store zu finden sind. Offenbar gibt es aber auch Beschränkungen bei der Wahl, welche Suchmaschine im Browser standardmäßig zum Einsatz kommt.

Windows 10 S soll besonders für Bildungseinrichtungen wie Schulen gedacht sein und kommt mit vielen Einschränkungen daher. Im Windows Store findet sich zum Beispiel keiner der bekannten Browser wie FireFox oder Google Chrome, sodass Nutzer auf Microsoft Edge zurückgreifen müssen. Dieser vorinstallierte Browser ist zudem unveränderlich als Standard gesetzt, wie Business Insider berichtet. Somit werden Links, etwa aus E-Mails oder Dokumenten, immer mit Edge geöffnet.

Suchen mit Bing

Auch die Edge-App selbst lässt dem Nutzer unter Windows 10 S wenig Freiraum zur Individualisierung: Als Standard-Suchmaschine soll Microsofts Dienst "Bing" zum Einsatz kommen. Eine Umstellung auf Google sei demnach nicht möglich. Sofern Nutzer auf die bekannteste und erfolgreichste Suchmaschine zurückgreifen wollen, müssen sie also zuerst deren Adresse in den Browser eintippen.

Eines der ersten Geräte, die mit Windows 10 S ab Werk ausgeliefert werden, ist der ebenfalls auf dem MicrosoftEDU-Event vorgestellte Surface Laptop. Das Betriebssystem selbst ist für Bildungseinrichtungen zwar kostenlos, doch das Gerät ist zum Preis von 1149 Euro erhältlich – und damit teurer als die Konkurrenzprodukte von Google und Apple. Andere Hersteller wie Acer, Asus, HP und Co. werden aber voraussichtlich in den kommenden Monaten ebenfalls Computer vorstellen, die ab Werk mit dem abgespeckten Microsoft-Betriebssystem ausgestattet sind. Womöglich sind diese Drittanbieter-Modelle dann auch günstiger als der Surface Laptop.