Wird iWatch doch kein iPhone fürs Handgelenk?

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Die iWatch als Fieberthermometer? Einem Apple-Patent folgend könnte das Realität werden
Die iWatch als Fieberthermometer? Einem Apple-Patent folgend könnte das Realität werden(© 2014 Todd Hamilton)

Geht es nach den Wünschen der Tech-Gemeinde, dann wäre die iWatch eine Kombination aus Nikes Fuelband und einem flexiblen iPhone-Display. Doch ein aktueller Bericht dämpft die Erwartungen.

Brian Dolan von MobiHealthNews hat die aktuellen Gerüchte um die iWatch, eine smarte Uhr von Apple, zusammengetragen. Seine Erkenntnis: Die iWatch wird vermutlich über weitaus weniger Funktionen verfügen als bislang angenommen. Damit wolle Apple sich verstärkt auf das Erfassen von Gesundheitsdaten konzentrieren und nicht nur Fitness-Verrückte ansprechen.

iWatch funktioniert nicht ohne iPhone

In seinem Bericht, in dem Nolan sich auch auf eigene mit dem Prozess vertraute Quellen stützt, heißt es weiter, dass die iWatch wohl vermutlich keine Standalone-Lösung sein wird. Die Konzentration auf das Tracking von Gesundheitsdaten erscheint tatsächlich nicht so unwahrscheinlich. Dafür spricht auch das Engagement des ehemaligen Arztes Michael O'Reilly durch Apple.

O'Reilly hatte zuvor in einem anderen Unternehmen verschiedene Puls- und Sauerstoffmessgeräte entwickelt. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Unternehmen den Mediziner bereits im Sommer 2013 eingestellt. O'Reilly ist nicht der einzige Gesundheitsexperte, den Apple im vergangenen Jahr eingestellt hat: Es wurden mehrere Fachleute aus dem Gesundheitswesen engagiert, die Erfahrungen auf dem Gebiet von Biosensoren haben sollen. Vor allem die Forschung in den Bereichen Blutzuckerspiegel, Herz, Atmung und auch Fitness soll durch diese Mitarbeiter abgedeckt sein.

Fokus liegt auf Kalorien, nicht Fitness

Wird die iWatch also ein medizinisches Gadget für Diabetiker und Herzkranke? Dolan hält das für unwahrscheinlich. Während sich aktuell verfügbare Wearables, wie das Jawbone UP, das Fitbit Flex oder das Nikeband Fuel, auf die Vergabe von Punkten oder Belohnungen gemessen an absolvierten Kilometern konzentrieren, soll sich die iWatch auf das exakte Messen von zugeführten oder verbrannten Kalorien konzentrieren.

Unterstützung bekäme die iWatch durch Health, eine App in iOS 8, die in der Lage sein soll, Fitness-Daten wie gegangene Schritte, verbrannte Kalorien und die zurückgelegte Strecke, zu sammeln. Health soll zusätzlich auch Vitalparameter wie Herzfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur oder Atemfrequenz und Blutzucker verarbeiten können.

Dass Apple es ernst meint, das belegt auch ein Treffen von fünf Mitarbeitern des Konzerns mit Beamten der FDA, der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA am 9. Dezember, über das die New York Times berichtet hatte. Bei dem Meeting ging es offenbar auch um “Mobile Medical Applications”.

Wann die iWatch nun auf den Markt kommt, ist weiterhin unklar. iphoneitalia will erfahren haben, dass das Wearable schon im Mai zum Preis von 299 Euro in den Handel kommen könnte. Dabei berufen sich die Italiener auf Aussagen eines Qualcomm-Mitarbeiters, der angeblich an der Entwicklung des Prototypen beteiligt war. Apple kommentiert Gerüchte zu möglichen Produkten nicht. Sinnvoll wäre ein Launch in Verbindung mit iOS 8 und der dazugehörigen Healthbook-App. Gewöhnlich lässt Apple die Enwicklergemeinde im Rahmen seiner World Wide Developer Conference im Sommer einen ersten Blick auf die nächste Generation seines mobilen Betriebssystems werfen. Zum Download freigegeben wird die Software zumeist im Herbst, wenn der Konzern aus Cupertino die nächste iPhone-Generation vorstellt.


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