Xbox One X und PS4 Pro haben laut Marktforscher neue Ära eingeläutet

Die PlayStation 4 Pro ist für Sony offenbar ein geglücktes Experiment
Die PlayStation 4 Pro ist für Sony offenbar ein geglücktes Experiment(© 2018 CURVED)

Die Xbox One X und PS4 Pro machen Analysten offenbar das Leben schwer. Durch die beiden Geräte hat sich wohl der bisherige Lebenszyklus von Konsolen verändert. Die Frage ist nun, ob das für Spieler ein Vor- oder Nachteil ist. Womöglich hat das Ganze Auswirkungen auf die Ankündigungen künftiger Konsolengenerationen.

Mittlerweile sind Xbox One und PlayStation 4 länger als fünf Jahre im Handel erhältlich. Was es zuvor noch nicht gegeben hat: Mit der Xbox One X und der PS4 Pro sind erstmals zwei leistungsfähigere Varianten der Spielesysteme erschienen, wodurch die Verkaufszahlen der aktuellen Konsolengeneration noch einmal deutlich gestiegen sind. Der Marktforscher Mat Piscatella von der NPD-Group hat laut Play3 auf Twitter davon berichtet, dass Analysten durch diese Entwicklung schwieriger Vorhersagen machen können.

Längere Wartezeit auf Next-Gen?

Zuvor konnten Marktforscher wohl anhand der Konsolen-Verkaufszahlen aus dem ersten Jahr berechnen, wie viele Exemplare im gesamten Lebenszyklus eines Spielesystems ungefähr veräußert werden. Da das nicht mehr möglich sei, erklärt Piscatella die Hardware-Zyklen, wie es sie bisher gab, für beendet. Das dürfte auch die übliche Lebensdauer betreffen, die eine Konsolengeneration hat.

Durch die Veröffentlichung von leistungsfähigeren Konsolen innerhalb der gleichen Generation könnte sich der Lebenszyklus von Spielesystemen sogar verlängern. Für Nutzer lohnt sich die Anschaffung einer Konsole dafür vielleicht noch mehr, da das Gerät noch länger unterstützt wird. Einen Nachteil gibt es wahrscheinlich auch: Wenn PS4 und Xbox One weiterhin Verkaufsrekorde aufstellen, dürften die Hersteller keine Eile haben, Nachfolger in den Handel zu bringen.

Interessant: Auch bei den Top-20-Games gibt es laut Piscatella viele Überraschungen und Abwechslungen. Einige Titel bleiben wohl hinter den Erwartungen zurück, obwohl die Daten etwas anderes behauptet haben. Wenn Analysten nun nur noch schwierig den Erfolg eines Spiels einschätzen können, dürfte es für Publisher nicht so leicht absehbar sein, ob sich die Investition von hohen Geldsummen bei bestimmte Games überhaupt lohnt. Womöglich führt dies dazu, dass besonders kostspielige Titel eine noch breitere Zielgruppe ansprechen müssen.


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