Xiaomi-Hype: Von diesem Wachstum können Samsung und Apple nur träumen

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Xiaomi hat eine Reihe attraktiver Smartphones im Angebot (Bild: Mi Note 10)
Xiaomi hat eine Reihe attraktiver Smartphones im Angebot (Bild: Mi Note 10)(© 2019 Xiaomi)

Xiaomi konzentriert sich bekanntlich zunehmend auf den europäischen Markt – und das offenbar mit großem Erfolg. Der Hersteller legt aktuell ein Wachstum hin, das die Konkurrenz alt aussehen lässt. Apple hat sogar Marktanteile verloren.

Dies geht aus einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Canalys hervor. Demnach hat Xiaomi im dritten Quartal 73 Prozent mehr Smartphones verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit kommt der Hersteller auf einen Marktanteil von 10,5 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Jedes zehnte in Europa verkaufte Smartphone stammt von Xiaomi. Das reicht immerhin für Platz vier.

Xiaomi greift die Großen an

Vor Xiaomi auf dem dritten Platz befindet sich Apple, das auf einen Marktanteil von 18,6 Prozent kommt. Der Vorsprung ist also noch relativ groß. Allerdings zeigt der Trend nach unten: Die Kalifornier verzeichnen im Vorjahresvergleich ein Minus von 4 Prozent. Einen Rückgang der Verkäufe hatte man eigentlich eher von Huawei erwartet. Doch der befürchtete Absturz ist trotz des Fiaskos um die fehlenden Google-Dienste ausgeblieben: Der Marktanteil ist zwar von 23,9 Prozent auf 22,2 Prozent gesunken, die Verkäufe liegen aber fast exakt auf Vorjahresniveau.

Samsung auf Platz eins

Branchenprimus ist nach wie vor Samsung. Die Südkoreaner kommen auf einen Marktanteil von 35,7 Prozent. Damit geht jedes dritte in Europa verkaufte Smartphone auf das Konto des Herstellers. Im Vergleich zum Vorjahr hat Samsung 26 Prozent mehr Geräte verkauft. Das Unternehmen habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der europäische Markt für Smartphones sich auf einem Rekord-Hoch befindet: Niemals zuvor wechselten in einem dritten Quartal so viele Smartphones den Besitzer.

Dabei ist allerdings eines zu beachten: Die Statistik bildet sogenannte "Sell-in"-Lieferungen ab. Dabei handelt es sich um Verkäufe der Hersteller an die Händler – und nicht etwa an den Endkunden. Erweisen sich die gelieferten Geräte als Ladenhüter, ist eine Rückgabe möglich. Xiaomi und Co. können den erzielten Umsatz also noch nicht fest einplanen. Dennoch vermitteln die Zahlen ein gutes Bild von den Kräfteverhältnissen auf dem europäischen Smartphone-Markt.


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