Xiaomi Mi A3 zerlegt: Darum verheimlicht der Hersteller uns etwas

So sieht also das Innenleben des Xiaomi Mi A3 aus. Der Hersteller hat sein neues Smartphone gerade erst in Madrid vorgestellt. Nun veröffentlicht er ein Video, wie wir es sonst vom YouTube-Kanal JerryRigEverything kennen: Die Chinesen haben ihr Handy in alle Einzelteile zerlegt. Ein Detail macht jedoch stutzig.

Zunächst einmal, was wir zu sehen bekommen: Der Clip dokumentiert, wie das Xiaomi Mi A3 einmal fast komplett demontiert und wieder zusammengebaut wird. Im Fokus steht dabei das Highlight des Smartphones: Das Mittelklasse-Handy besitzt eine Triple-Kamera. Diese setzt sich aus einer Hauptlinse, einem Ultraweitwinkel-Objektiv und einem Tiefensensor zusammen.

Hersteller zeigt Chipsatz, Akku und Co.

Xiaomi zeigt uns auch den Chipsatz, einen Snapdragon 665. Dieser ist erwartungsgemäß nicht der schnellste aus dem Hause Qualcomm, aber passt in die Mittelklasse. Auch die Selfie-Kamera, die Lautsprecher, die Schnelladetechnologie und den 4030-mAh-Akku thematisiert der Clip. Letztere Spezifikation soll sogar zwei Tage durchhalten, heißt es.

Wir bekommen zudem das Bauteil des in den Bildschirm integrierten Fingerabdrucksensor zu sehen. Nur – und das ist euch vielleicht schon aufgefallen – das Displaypanel will uns Xiaomi partout nicht zeigen. Warum das Versteckspiel? Dem Hersteller ist die schlechte Bildschirm-Auswahl des Xiaomi Mi A3 bewusst, behauptet Gizmochina.

Display enttäuscht

Das Mi A3 hat einen sechs Zoll großen Bildschirm bekommen, der mit seiner niedrigen Auflösung enttäuscht. Ihr müsst euch nämlich mit HD Plus (1.560 mal 720 Pixel) begnügen. Das ist – insbesondere für ein AMOLED-Display – einfach nicht mehr zeitgemäß. Zum Vergleich: Das IPS-Display der Vorgänger Xiaomi Mi A2 und Mi A1 kommt auf eine Full-HD-Auflösung (2.160 mal 1.080).

Ein AMOLED-Bildschirm mit integriertem Fingerabdrucksensor ist zwar teurer als die Displays der vorherigen Modelle, aber letztendlich hat Xiaomi wohl am falschen Ende gespart. Denn: Das Samsung Galaxy A50, als einer der direkten Klassenkonkurrenten, verfügt zum Beispiel über ein AMOLED-Display mit Full-HD-Plus und kann auch eine Triple-Kamera vorweisen. Zugleich bewegt sich das Samsung-Handy – mit weiteren Premium-Features des Galaxy S10 im Gepäck – preislich auf einem ähnlichen Niveau (rund 300 Euro) wie das Xiaomi Mi A3.


Weitere Artikel zum Thema
Xiaomi mit unglaub­li­chen Plänen: Mi Note 11 mit 120-fachem Zoom?
Michael Keller
Der Nachfolger des Xiaomi Mi CC9 Pro (Bild) soll eine noch stärkere Kamera besitzen
Sinnvoll oder Unsinn? Xiaomi soll ein Handy planen, dessen Kamera einen 120-fachen Zoom bietet. In Deutschland könnte es Xiaomi Mi Note 11 heißen.
Xiaomi Mi Note 10 Lite im Test: Das bessere Redmi Note 9 Pro
Christoph Lübben
Gefällt mir5Das Xiaomi Mi Note 10 Lite kostet bis zu 400 Euro – kann es zu diesem Preis überzeugen?
Das Xiaomi Mi Note 10 Lite im Test: Wir haben uns den Preiskracher angeschaut. Wer schon das Redmi Note 9 Pro cool findet, sollte dieses Review lesen.
Xiaomi Redmi 9: Look des nächs­ten Preis­kra­chers enthüllt?
Michael Keller
Die Kamera des Xiaomi Redmi 9 erinnert stark an die des Redmi Note 8 Pro (Bild)
So soll das Xiaomi Redmi 9 aussehen: Im Internet sind Fotos aufgetaucht, die angeblich das Design des neuen Einsteiger-Smartphones verraten.