Samsung kennt das: Xiaomi Redmi Note 7 Pro geht in Flammen auf

Am farbenrohen Xiaomi Redmi Note 7 hatte ein Chinese nicht lange seine Freude
Am farbenrohen Xiaomi Redmi Note 7 hatte ein Chinese nicht lange seine Freude(© 2019 Xiaomi)

Der Black Friday 2019 wird einem chinesischen Nutzer eines Xiaomi Redmi Note 7 Pro anders als erhofft in Erinnerung bleiben: Nicht wegen attraktiver Deals, sondern seines pechschwarzen Smartphones. Sein Handy ist vollkommen verkohlt. Liegt ein Fluch über dem Gerätenamen?

Wenn Hersteller ein neues Produkt auf den Markt bringen, sind sie von diesem überzeugt und hoffen, dass der Funke auch auf die Kunden überspringt. Bei einem Chinesen und seinem Xiaomi Redmi Note 7 Pro blieb es allerdings offenbar nicht bei einem Funken: Das Handy ging in Flammen auf, als es auf einer Decke lag und Videos wiedergab, berichtet die Nachrichtenplattform Toutiao. Der Mann hatte Filme geschaut, war dabei eingeschlafen und erst durch den Brandgeruch wieder aufgewacht.

Xiaomi knallhart: "Externe Gründe" verantwortlich

Der Mann verletzte sich beim Löschversuch leicht. Die Decke und das Xiaomi Redmi Note 7 Pro wurden hingegen schwerer beschädigt. Dessen verkohlte Überreste seht ihr in einem Tweet weiter unten.

Ein örtlicher Service-Mitarbeiter von Xiaomi äußerte sich mittlerweile zu dem Fall. Für die spontane Entzündung sei ein Qualitätsproblem verantwortlich, das nichts mit einem Smartphone zu tun habe. Heißt: Einzig und allein externe Gründe seien Schuld an dem Brand.

Einen ähnlichen Vorfall gab es in Indien gerade erst mit einem Redmi Note 7S, wie The Times of India meldet. Die Reaktion des Herstellers fiel dort ähnlich aus. Dies wirft natürlich Fragen auf: Schraubt Xiaomi die Qualität seiner Smartphones herunter, um die Preise möglichst niedrig zu halten? Dies ist sicher schwer vorstellbar, aber die Kommunikation des Herstellers wirkt befremdlich.

Vermutung: Billige Ladegeräte

Denn warum verweisen Mitarbeiter des Kundendienstes auf "externe Kräfte" und "vom Kunden verursachte Schäden" ohne das Kind beim Namen zu nennen? Wir vermuten, dass es unter anderem um Ladegeräte von Drittanbietern geht. Viele Hersteller warnen vor billigen No-Name-Geräten, eben weil das qualitativ fragwürdige Zubehör solche Zwischenfälle auslösen kann. Der indische Nutzer betont allerdings, dass er sein Handy nicht geladen habe.

Vielleicht liegt aber auch ein Fluch auf dem Gerätenamen. Wir erinnern uns: 2017 musste Samsung das Galaxy Note 7 sogar einstellen, weil sich Geräte entzündeten. Damals war der interne Akku das Problem und löste ein gigantisches PR-Debakel aus. So weit ist es beim Redmi Note 7 Pro noch längst nicht. Aber Xiaomi ist sicherlich gut beraten, das Problem offen und nicht verklausuliert anzusprechen – unabhängig davon, ob eigene oder externe Fehler die Brände verursacht haben.


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