Yahoo: Beteiligungen könnten veräußert werden

Das Online-Portal Yahoo könnte Teile seiner Beteiligungen in Asien verkaufen. Mehrere Zeitungen berichten, dass der Verwaltungsrat am heutigen Donnerstag zusammenkommt, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Die Anteile, die Yahoo an der chinesischen Alibaba und an Yahoo Japan hält, werden auf 17 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) geschätzt. Sollte in der Gesprächsrunde eine Einigung für die Veräußerung der Beteiligungen errungen werden, könnte die Firma Übernahmeangebote von Silver Lake Partners und TPG Capital abweisen. Die beiden anderen Konzerne, die die Mehrheit von Yahoo Japan innehaben, sollen die Beteiligungen direkt übernehmen. Dazu müssen sie allerdings eine eigene Gesellschaft gründen. Mithilfe dieser ausgeklügelten Strategie würden unter Umständen überhaupt keine Steuern auf die 13 Milliarden Euro anfallen.
Außer einem Anteil von 15 Prozent an Alibaba würde Yahoo seine gesamte Beteiligung aufgeben.
Im Oktober soll Yahoo-Gründer Jerry Yang bereits über einen ähnlichen Plan nachgedacht haben.

Eine Stellungnahme aus den Reihen Yahoos liegt zur aktuellen Lage noch nicht vor.

Yahoo wollte zu Beginn komplett aufgeben?

Im September wurden Gerüchte um einen Verkauf laut. In einem Rundschreiben solle der Firmengründer Yang in Kooperation mit der Investmentbank Allen & Company erklärt haben, sich um die Bearbeitung von Übernahmeangeboten zu kümmern.
Ein Ausschnitt der internen Mitteilung übersetzte damals ZDNet:
“Unsere Berater arbeiten mit uns an der Entwicklung von Ideen, die wir auf eigene Initiative verfolgen werden. Zur gleichen Zeit bearbeiten sie Anfragen von mehreren Parteien, die ihr Interesse an einigen möglichen Optionen bekundet haben. Wir werden Zeit brauchen, um den besten Ansatz für das Unternehmen, seine Aktionäre und Mitarbeiter auszuwählen und auszuarbeiten.”

Die Gerüchte wurden nach kürzester Zeit von Tim Morse (CFO) dementiert.