YotaPhone: Android-Smartphone mit zwei Displays

„Zwei Displays?“ wird sich mancher jetzt sicherlich fragen. Ja genau, richtig gelesen. Das YotaPhone bekommt ein herkömmliches, 4,3 Zoll großes LCD-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln und auf der Rückseite ein weiteres Display, und zwar ein E-Ink-Display. Auf dem E-Ink-Display kann man lesen fast wie auf Papier, somit ist es besonders gut zum Lesen von eBooks etc. geeignet. Außerdem ist es äußerst stromsparend. So können beispielsweise Uhrzeit, Benachrichtigungen, Termine etc. permanent eingeblendet werden, ohne dass der Stromverbrauch wirklich darunter leidet.

E-Ink-Display nur schwarz-weiß

Allerdings hat es einen entscheidenden Nachteil: Ein E-Paper-Display kann nur schwarz und weiß darstellen, keine Farben. Daher ist ein solches Display eben auch nicht als normaler Smartphone-Bildschirm geeignet. Als Zweit-Display sozusagen ist es jedoch gar keine schlechte Idee.

Längere Akkulaufzeit dank zweitem Display

Wenn man also eBooks, Nachrichten oder Karten lesen will, verwendet man beim YotaPhone einfach das rückseitige E-Paper-Display. Auch Benachrichtigungen können auf dem stromsparenden Display angezeigt werden. Für Fotos, Videos und Spiele nimmt man den ganz normalen Touchscreen. Dank dieser Aufsplittungsoll der 2.100 mAh starke Akku des YotaPhone deutlich länger halten als Akkus in anderen Smartphones.

Programmierschnittstelle zum Anpassen von Apps

Yota willfür das YotaPhone eine spezielle API bereitstellen, mit der Entwickler ihre Apps für das zweite Display anpassen können. Gleich zum Marktstart des YotaPhone will der Hersteller verschiedene Apps bereitstellen, die für das Gerät bzw. für das E-Ink-Display optimiert sind und ihn nutzen.

Dualcore-Smartphone mit Android 4.2

Auch die restliche Ausstattung des YotaPhone hört sich ganz nett an. Es wurde mit Android 4.2 Jelly Bean angekündigt, allerdings wird es bis zum Marktstart des Smartphones bereits mindestens eine weitere, neuere Android-Version geben. Gut möglich also, dass sich hier nochmal etwas ändert. Angetrieben wird das YotaPhone von einem mit 1,5 GHz getakteten Dualcore-Prozessor, dem 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der interne Speicher liegt bei 32 GB oder 64 GB, auf einen Slot für eine MicroSD-Karte verzichtet man beim YotaPhone scheinbar.

An der Rückseite verbaut Yota eine 12 MP Kamera, die Frontkamera nimmt auch Videos in HD-Qualität auf. Neben WLAN mit HSPA+ und Bluetooth soll das YotaPhone auch LTE beherrschen. Im Herbst 2013 soll das Smartphone in Russland auf den Markt kommen. Über einen möglichen Deutschland-Start gibt es bislang noch keine Informationen. Auch was das YotaPhone kosten soll, ist noch unklar. Das Wall Street Journal schätzt den Preis auf rund 500,- Dollar, ca. 380,- Euro, ein.