YouTube entfernt bald Anmerkungs-Felder aus Videos

Smartphones können YouTube-Anmerkungen nicht anzeigen
Smartphones können YouTube-Anmerkungen nicht anzeigen(© 2018 CURVED)

YouTube verabschiedet sich langsam, aber sicher von Anmerkungen in Videos. Diese erscheinen oft in eingeblendeten Boxen, die entweder weiterführende Informationen oder Links enthalten. Den für die Gestaltung von Anmerkungen vorgesehenen Editor hat die Plattform bereits eingestellt.

In Zukunft sollen auch alle bereits existierenden Anmerkungen aus Videos verschwinden. Das geht aus einer offiziellen Support-Seite zu besagtem Editor hervor. Darin heißt es: "Ab 15. Januar 2019 werden den Zuschauern keine Anmerkungen mehr angezeigt. Alle vorhandenen Anmerkungen werden entfernt." Einer der Hauptgründe für die Entfernung ist, dass Smartphones diese nicht korrekt anzeigen können.

Infokarten und Abspanne als Ersatz

Anstelle der Anmerkungen sollen YouTuber künftig die sogenannten "Infokarten" und "Abspanne" nutzen. Der Einsatz der beiden für mobile Endgeräte optimierten Tools soll diverse Möglichkeiten bieten: unter anderem Umfragen unter Zuschauern, die Verlinkung von Merchandise-Artikeln oder die Empfehlung von Videos.

Für YouTube-Konsumenten bedeutet das, dass sie wohl auch in Zukunft nicht von Werbung und Links verschont bleiben. Laut YouTube sollen Abspanne und Infokarten allerdings das Interesse der Zuschauer wecken. Angeblich klicken Nutzer deutlich öfter darauf als auf Anmerkungen. Letztere würden in 12 von 13 Fällen geschlossen und zunehmend sogar komplett deaktiviert.

Seit der Einführung der Infokarten und Abspanne habe sich die Nutzung von Anmerkungen ohnehin um 70 Prozent reduziert. Das habe letztendlich auch den Ausschlag für die Entscheidung gegeben, den Editor für Anmerkungen im Mai 2017 einzustellen. Eingeführt hatte YouTube ihn 2008 – zu einer Zeit, als der Zugriff über mobile Endgeräte noch nicht weit verbreitet war. Mittlerweile soll 60 Prozent der YouTube-Wiedergabezeit auf Smartphones und Tablets entfallen. Seit Kurzem trägt auch die Nintendo Switch zu den Gesamtabrufzahlen bei.


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